Hilfsangebote

Das Leben mit einer nichtröntgenologischen axialen Spondyloarthritis kann Sie vor Herausforderungen stellen. Sie können sich aber Unterstützung holen. Eine Auswahl der wichtigsten Hilfsangebote haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Hilfe und Unterstützung im Umgang mit einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis

Eine nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis kann viele Fragen aufwerfen, die es erst einmal zu klären gilt. Auf den folgenden Seiten finden Sie nützliche Angebote, die Antworten geben und Unterstützung bieten.

Die Diagnose nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis kann Ihr bisheriges Leben erst einmal auf den Kopf stellen. Schließlich ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung meist mit Schmerzen verbunden und kann Alltagstätigkeiten, die Ihnen bisher leichtgefallen sind, erschweren. Es gibt jedoch zahlreiche Angebote, die Ihnen im Umgang mit dieser Erkrankung helfen können. Unser AbbVie Care Serviceprogramm bietet Ihnen eine große Auswahl an Hilfsangeboten, die Ihnen das Leben mit einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis leichter machen.

Rheumatologen sind speziell für die Diagnose und effektive Behandlung rheumatischer Erkrankungen ausgebildet. Ein Spezialist kann Sie optimal zu Ihrer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis beraten. Wo aber finden Sie einen erfahrenen Rheumatologen? Unsere Arztsuche kann Ihnen geeignete Ärzte und Kliniken in Ihrem Umfeld vorschlagen.

Im Umgang mit einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis kann es Ihnen helfen, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Es tut gut zu wissen, dass Sie mit Ihrer Erkrankung nicht allein sind. Profitieren Sie von den Erfahrungen der anderen, holen Sie sich Anregungen, Hilfe und Tipps für den Alltag mit der Erkrankung. Wir stellen Ihnen Selbsthilfegruppen vor, in denen Sie andere Menschen mit dieser Erkrankung kennenlernen und neue Kontakte knüpfen können.

Nicht nur Sie selbst müssen den Umgang mit der Erkrankung lernen, auch Ihr Partner bzw. Ihre Angehörigen müssen sich auf eine neue Situation einstellen. Unser Angebot richtet sich daher zugleich an Angehörige von Betroffenen. Hier erfahren sie, was genau eine nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis ist. Das kann das gegenseitige Verständnis im Umgang mit der Krankheit fördern.

Gebündelte Information zum Thema finden Sie auch im Bereich „Servicematerialien“. Hier haben wir wichtige Links für Sie bereitgestellt.

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Facharztsuche

Der Facharzt für die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis ist der Rheumatologe. Er kennt sich mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen aus und hat die Erfahrung, alle nötigen Untersuchungen durchzuführen, eine Diagnose zu stellen und die individuell geeignete medikamentöse Behandlung auszuwählen.

Einen Spezialisten in der Nähe Ihres Wohnortes können Sie über die „Versorgungslandkarte“ der Patientenorganisation Deutsche Rheuma-Liga e. V. finden. Die Suche umfasst neben Ärzten und Kliniken noch weitere Ansprechpartner, zum Beispiel Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychotherapeuten oder Rehaeinrichtungen.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) e.V. bietet Ihnen mit ihrem Praxis- und Klinikwegweiser die Möglichkeit, einen Rheumatologen in der Nähe zu finden.

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Hier finden Sie Hilfe zur Selbsthilfe

Knüpfen Sie neue Kontakte und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen über Ihre nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis aus. Schauen Sie, wie andere mit ihrer Erkrankung umgehen, und profitieren Sie von deren Erfahrungen. In einer Selbsthilfegruppe mit anderen über die eigenen Erfahrungen mit nicht röntgenologischer axialer Spondyloarthritis im Alltag zu sprechen, kann neue Perspektiven eröffnen. Außerdem treffen Sie hier Menschen, die ebenfalls mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung leben und die Herausforderungen, die damit einhergehen, gut kennen. Gerade in diesem Rahmen kann es leichterfallen, auch schwierige Themen anzusprechen. Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen bieten Ihnen diesen Austausch.

Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e. V.

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) ist das Selbsthilfenetzwerk in Deutschland für Menschen mit entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule. Unter dem Leitspruch „Bewegung, Begegnung und Beratung“ bietet die DVMB Information sowie Unterstützung bei der Alltags- und Krankheitsbewältigung und die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Die DVMB bietet medizinische und sozialrechtliche Beratung, Patientenseminare sowie Informationen. Die Kontakte der Landesverbände und der örtlichen DVMB-Gruppen sind über die Bundesgeschäftsstelle oder über das Internet erhältlich.

Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB)
Bundesgeschäftsstelle
Metzgergasse 16
97421 Schweinfurt
Tel.: 09721 / 2 20 33
dvmb@bechterew.de
www.bechterew.de
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Tipps für Angehörige: Was ist eine nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis?

Die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis stellt auch Sie als Partner oder Angehörigen eines Betroffenen vor viele Fragen: Was verbirgt sich hinter der Erkrankung? Wie äußert sie sich? Welche Auswirkungen kann sie auf das Leben meines Partners oder Angehörigen haben? Um Betroffenen in dieser Situation größtmögliche Unterstützung bieten zu können, ist es auch für Sie wichtig, sich gut mit der Erkrankung auszukennen. Einige Informationen zur nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Information schafft Augenhöhe und Nähe

Die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis ist eine chronisch-entzündliche, rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule. Sie wird Ihren Partner oder Angehörigen ein Leben lang begleiten. Je besser Sie über die Krankheit Bescheid wissen, umso mehr werden Sie das Verhalten Ihres Partners oder Angehörigen verstehen und nachvollziehen können. Und je mehr Verständnis Sie ihm entgegenbringen, desto leichter wird ihm der Umgang mit seiner Erkrankung fallen. So können Sie ihm ein Stück weit dabei helfen, besser mit seiner Situation zurechtzukommen.

Die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis zählt zu den immunvermittelten Erkrankungen. Normalerweise erkennt und bekämpft das Immunsystem Eindringlinge wie Viren oder Bakterien. Bei der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis jedoch richtet sich die körpereigene Abwehr gegen Knochen- und Knorpelgewebe und lässt dadurch vor allem in der Wirbelsäule und dem Kreuz-Darmbein-Gelenk Entzündungen entstehen. Diese sind mittels einer Magnetresonanztomografie (MRT) nachweisbar. Die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis zählt wie auch Morbus Bechterew zu den axialen Spondyloarthritiden. Während der Arzt bei Morbus Bechterew Veränderungen an der Wirbelsäule im Röntgenbild erkennen kann, ist das bei einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis nicht möglich. Hier liefert das Röntgenverfahren keine aussagekräftigen Ergebnisse.

Die genauen Ursachen sind unklar

Warum das Immunsystem scheinbar grundlos körpereigenes Gewebe angreift und dadurch die Entzündungen verursacht, ist bis heute noch nicht genau geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass Infektionen der Harnwege und des Darmtraktes eine Rolle spielen, aber auch genetische Faktoren.

So tragen Menschen mit einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis oft ein bestimmtes genetisches Merkmal, das sogenannte HLA-B27. Es kann im Blut nachgewiesen werden und scheint die Erkrankung zu begünstigen. Eindeutig ist der Zusammenhang mit der Erkrankung allerdings nicht nachgewiesen. Denn auch bei vielen gesunden Menschen kann HLA-B27 nachgewiesen werden. Grundsätzlich kann jeder Mensch an einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis erkranken. Meist tritt die Erkrankung zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr auf und es wird vermutet, dass mehr Frauen als Männer betroffen sind.

Seien Sie eine Stütze für Ihren Partner

Die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis kann sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Ob im Alltag, im Beruf, in der Freizeit oder auf Reisen und natürlich auch in der Partnerschaft: Menschen mit einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis müssen sich viele Gedanken darüber machen, was für sie möglich ist und wo ihnen ihre Erkrankung Grenzen aufzeigt. Zeigen Sie Verständnis und geben Sie Ihrem Partner oder Angehörigen den Rückhalt, den er braucht.

Typisch für die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis ist, dass sie in Schüben auftritt. Das bedeutet: Ihr Partner oder Angehöriger kann immer wieder Phasen haben, in denen er beschwerdefrei ist, und andere, in denen die Beschwerden deutlich zu spüren sind. Wie lange diese Schübe jeweils dauern, wann der nächste eintritt und wie stark ausgeprägt er sein wird, lässt sich nicht voraussagen.

Die Erkrankung gibt den Takt vor

Akzeptieren Sie darum, wenn Ihr Partner oder Angehöriger sich während eines Krankheitsschubs eher zurückziehen möchte. Ein normaler, aktiver Alltag oder gar anstrengende Unternehmungen sind unter starken Rückenschmerzen manchmal einfach nicht möglich.

Wenn auch die Ursachen dieser Erkrankung noch im Dunkeln bleiben, so sind inzwischen die Prozesse bekannt, die die Entzündung in Gang halten. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Zytokine. Das sind Botenstoffe, die Nachrichten zwischen den Zellen übermitteln. Einige Zytokine führen zu einer Entzündung und sorgen dafür, dass sie vorangetrieben wird, andere geben das Signal, die Entzündung zu beenden. Zu den entzündungsfördernden Botenstoffen gehört der sogenannte Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha). Er ist einer der verantwortlichen Faktoren für den dauerhaften Entzündungsprozess der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis. Die Folgen sind zum Teil starke Rückenschmerzen, oft im unteren Teil der Wirbelsäule. Mitunter können im Erkrankungsverlauf weitere Beschwerden hinzukommen, die zunächst nicht mit einer Wirbelsäulenerkrankung in Verbindung gebracht werden. So kann es auch zu Entzündungen an anderen Gelenken wie auch an anderen Organen (zum Beispiel Augen und Haut) kommen.

Wird die Entzündung nicht behandelt, kann sie zu bleibenden Schäden an Knochen und Gelenken führen. Eine rechtzeitige und konsequente Behandlung kann das verhindern. Denn durch eine erfolgreiche und individuelle Therapie ist es möglich, die Entzündung zu kontrollieren. Wenn das gelingt, lassen auch die Schmerzen nach.

Tipps für Angehörige: Wie äußert sich eine nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis?

Meist beginnt die Erkrankung schleichend mit tief sitzenden Rückenschmerzen vor allem nachts. Nach dem Aufstehen haben die Betroffenen häufig das Gefühl, dass ihre Gelenke steif sind. Die Beschwerden bessern sich durch Bewegung, nicht aber durch Ruhe. Allgemein fühlen sich viele Betroffene müde und abgeschlagen.
Für Sie als Partner oder Angehörigen kann es zunächst ungewohnt sein, damit umzugehen, dass Unternehmungen oder Tätigkeiten an einem Tag kein Problem, an einem anderen einfach nicht möglich sind. Wenn Sie sich bei gemeinsamen Planungen aber flexibel und kompromissbereit zeigen, können Sie Ihren Partner oder Angehörigen entlasten. Signalisieren Sie ihm, dass Sie bereit sind, auf seinen Gesundheitszustand Rücksicht zu nehmen, und überlegen Sie sich eine Alternative für die Freizeitplanung.

Zeitpunkt der Diagnose ist entscheidend

Es ist wichtig, eine nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis möglichst früh zu erkennen und konsequent zu behandeln, um langfristig die Entzündung zu kontrollieren und dauerhafte Schäden an Knochen und Gelenken zu vermeiden. Von den ersten Anzeichen bis zur Diagnose vergeht jedoch häufig viel Zeit. Das ist dadurch zu erklären, dass die Beschwerden sehr unterschiedlich sein können und zunächst nicht mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Typisch zum Beispiel ist der Rückenschmerz im unteren Teil der Wirbelsäule, aber auch die Halswirbelsäule kann betroffen sein und Schmerzen bereiten.

Ihrem Partner oder Angehörigen kann es möglicherweise helfen, wenn Sie ihn zum Arzt begleiten. Je besser Sie über seine Erkrankung Bescheid wissen, umso mehr können Sie ihn im Umgang damit unterstützen und Verständnis entwickeln.

Der Facharzt hat die Antworten

Der Facharzt für diese Erkrankung ist der Rheumatologe. Für die Diagnose und um andere Erkrankungen auszuschließen, wird er verschiedene Untersuchungen heranziehen, deren Ergebnisse sich wie ein Puzzle zusammenfügen. Basis ist das ausführliche Gespräch (Anamnese) und die körperliche Untersuchung. Dazu kommen Magnetresonanztomografie (MRT) und Blutanalyse. Auf den MRT-Bildern sind nicht nur Schäden an den Knochen, sondern auch entzündliche Veränderungen zu erkennen. Die Entzündungen der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis sind, im Gegensatz zum Morbus Bechterew, auf dem Röntgenbild nicht zu sehen. Sie können nur mit der MRT sichtbar gemacht werden. Auf diese Weise findet der Arzt heraus, um welche Erkrankung es sich handelt, wie stark sie ausgeprägt und wie weit fortgeschritten sie ist. Steht als Ursache die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis fest, kann mit der Therapie begonnen werden.

Sprechen Sie Ihren Partner oder Angehörigen darauf an, ob und in welcher Form Sie ihn dabei unterstützen können. Ihr Wissen über die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis wird ihm nicht nur ernsthaftes Interesse an ihm und seiner Erkrankung signalisieren, sondern Sie auch zu einem Ansprechpartner auf Augenhöhe machen. Vielleicht hilft es ihm weiter, sich mit Ihnen über die verschiedenen Behandlungsoptionen auszutauschen.

Tipps für Angehörige: Wie wird eine nicht röntgenologische axiale SpA behandelt?

Für Ihren Partner oder Angehörigen wird die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis in Zukunft zum Leben gehören. Eine individuell abgestimmte Therapie kann jedoch die Entzündung kontrollieren und die Beschwerden eindämmen. Ziel der Therapie ist es, dass die Entzündung in den Gelenken vollständig und dauerhaft abheilt, Schmerzen nachlassen und Betroffene ein normales Leben ohne große Einschränkung führen können.

Dazu ist es zum einen wichtig, möglichst frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen, um bleibende Schäden an Gelenken und Knochen zu vermeiden. Zum anderen gilt es, die Therapie konsequent zu verfolgen und die Medikamente gewissenhaft und regelmäßig einzunehmen. Wenn er es möchte, können Sie Ihren Partner oder Angehörigen dabei unterstützen und ihn beispielsweise an die regelmäßige Medikamenteneinnahme erinnern.

Ein Rheumatologe kann Ihren Partner oder Angehörigen umfassend beraten und die Behandlung individuell auf ihn abstimmen. Dazu gibt es verschiedene Optionen.
Welche davon die richtige ist, orientiert sich an der Erkrankungsaktivität sowie daran, wie weit die Entzündung im Körper bereits fortgeschritten ist. Berücksichtigt wird darüber hinaus, ob auch andere Gelenke oder Organe des Körpers betroffen sind.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die medikamentöse Behandlung ist die wichtigste Säule der Therapie. Sie steht jedoch nie allein. Physiotherapie und Bewegung sind weitere feste Bestandteile. Zusätzlich gibt es eine Reihe ergänzender Maßnahmen, die den Erfolg der Therapie unterstützen und zum persönlichen Wohlbefinden beitragen können. Dazu gehören Ergotherapie, psychologische Unterstützung und gesunde Ernährung.

Medikamentöse Therapie

Kortikoidfreie entzündungshemmende Medikamente

Sie werden auch NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) genannt und wirken sowohl gegen die Entzündung als auch gegen Schmerzen. Diclofenac und Ibuprofen sind NSAR, die häufig angewendet werden. Eine typische Nebenwirkung von NSAR sind Magenbeschwerden. Daher empfiehlt es sich, begleitend ein Medikament einzunehmen, das den Magen schützt. Auch die sogenannten COX-2-Hemmer, zum Beispiel Celecoxib, gehören zu dieser Medikamentengruppe. NSAR sind in der Regel die ersten Medikamente, die nach der Diagnose „nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis“ eingesetzt werden. Ihre Wirkung tritt meist schnell (innerhalb von Stunden) ein.

Kortikoide

Sie werden auch Kortikosteroide genannt, wirken stark entzündungshemmend und dadurch auch schmerzstillend. Die Wirkung von Kortikoiden setzt innerhalb weniger Stunden ein. Bei der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis werden sie angewendet, wenn die Entzündung in einzelnen Gelenken (fern der Wirbelsäule) besonders stark ausgeprägt ist. Das Medikament wird dann als Injektion direkt in das betroffene Gelenk gespritzt (intraartikulär).

Schmerzmittel

Wenn die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis sehr ausgeprägt ist und starke Schmerzen verursacht, können neben NSAR auch weitere Schmerzmittel zum Einsatz kommen, die keine entzündungshemmende Wirkung haben. Die Kombination aus Tilidin und Naloxon wird unter anderem dabei häufiger eingesetzt. Bei sehr starken Schmerzen können dann hochpotente Opiate Linderung verschaffen.

Biologika

Damit sind biotechnologisch hergestellte Medikamente gemeint, die gezielt in die fehlgeleitete Abwehrreaktion des Immunsystems eingreifen und die Erkrankung so langfristig kontrollieren. Die Biologika, die zur Behandlung der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis eingesetzt werden, gehören zu den sogenannten TNF-alpha-Hemmern. Sie blockieren den Botenstoff TNF-alpha, der die Entzündung auslöst und sie fördert. Durch die Anwendung von Biologika wird der Entzündungsprozess unterbrochen. Im Idealfall kann die Entzündung abklingen und die Beschwerden verschwinden. Biologika können bei einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis eingesetzt werden, wenn eine gesicherte Diagnose vorliegt, eine hohe Erkrankungsaktivität besteht und mindestens zwei unterschiedliche NSAR keine ausreichende Wirkung gezeigt haben bzw. NSAR nicht vertragen werden.

Physiotherapie und Bewegung

Bei der Behandlung der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis haben die Physiotherapie (Krankengymnastik) und Bewegung einen besonders hohen Stellenwert. Neben der medikamentösen Therapie ist Bewegung entscheidend dafür, dass die Wirbelsäule flexibel bleibt und Schmerzen vermindert werden. Das ist auch schon zu Beginn der Erkrankung äußerst wichtig.

Regelmäßige Physiotherapie und darüber hinausgehende Bewegung, etwa in Form einer Sportart (zum Beispiel Nordic Walking, Rudern oder Wassergymnastik), die mehrmals in der Woche ausgeübt wird, sind daher fester Bestandteil der Therapie.

Weitere ergänzende Maßnahmen

Ergotherapie

Ziel der Ergotherapie ist es, die Gelenke funktionstüchtig zu halten und Schmerzen zu reduzieren. Alle Maßnahmen unterstützen dabei, die Selbstständigkeit der Betroffenen im Alltag zu bewahren bzw. wiederherzustellen. Wie auch die Physiotherapie kann die Ergotherapie vom behandelnden Arzt verschrieben werden. Das Spektrum des Ergotherapeuten ist groß. Er stellt individuell für den Betroffenen ein Programm zusammen – abhängig davon, welche Schwierigkeiten im Vordergrund stehen und welche Bereiche des Körpers durch die Entzündung beeinträchtigt sind.

Das kann unter anderem der Einsatz von Hilfsmitteln für Alltagstätigkeiten wie Hausarbeit oder Veränderungen an einem Arbeitsplatz mit ergonomischem Schreibtischstuhl und höhenverstellbarem Schreibtisch sein. Ergotherapeuten erläutern auch Bewegungsabläufe zum Schutz der Gelenke.

Psychologische Unterstützung

Sie kann sinnvoll sein, wenn eine nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis den Betroffenen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch belastet. Jeder Mensch empfindet die Erkrankung anders und geht anders mit ihr um. Sobald das Leben zunehmend von der Erkrankung bestimmt wird, kann eine psychologische Unterstützung dabei helfen, positive Strategien zu ihrer Bewältigung zu aktivieren. Bei einigen Menschen führt die Erkrankung zu einer starken psychischen Beeinträchtigung: Depressionen oder starke Ängste können die Folge sein. Diese Situationen sollten in jedem Fall ernst genommen und psychotherapeutisch begleitet werden. Der behandelnde Arzt kann beraten, ob eine psychologische Unterstützung sinnvoll ist, und Ansprechpartner nennen.

Ernährung

Eine spezielle Diät, die bei einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis eingehalten werden sollte, gibt es nicht. Betroffene können jedoch durch eine bewusste Ernährung und gezielte Auswahl von Lebensmitteln positiv auf die Erkrankung einwirken. Die Ernährung kann folglich die medikamentöse Behandlung unterstützen, wenn auch nicht ersetzen. Basis sollte stets eine abwechslungsreiche und vollwertige Kost sein.

Weitere Informationen zum Thema Ernährung und nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Links & Broschüren

Hier finden Sie eine Sammlung an Informationen zur nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis. Wir haben interessante Buchempfehlungen, nützliche Links und relevante Informationsbroschüren für Sie zusammengestellt. Letztere stehen Ihnen kostenlos zum Download zur Verfügung. Darin enthalten sind nützliche Tipps und praktische Unterstützung, die Ihnen den Alltag mit Ihrer Erkrankung ein wenig erleichtern können. Die Informationen zur nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis beziehen sich auf viele von der Krankheit betroffene Lebensbereiche und wurden auf Sie und Ihre Situation abgestimmt. Themen sind unter anderem Familie, Ernährung, Sport, Freizeit und Reisen.

Für weitere Informationen im Internet empfehlen wir Ihnen folgende Links:

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e. V.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland im Bereich der Rheumatologie. Sie repräsentiert seit mehr als 80 Jahren die rheumatologische Wissenschaft und Forschung sowie deren Entwicklung in Deutschland. Der Onlineauftritt der DGRh informiert ausführlich über verschiedene Krankheitsbilder, wie beispielsweise die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis, und deren Therapiemöglichkeiten. Außerdem können Sie über die Facharztsuche Spezialisten vor Ort finden.
www.dgrh.de

Berufsverband Deutscher Rheumatologen e. V.

Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. ist die berufspolitische Vertretung aller rheumatologisch tätigen oder in Aus- und Weiterbildung befindlichen Ärzte. Das Internetportal bietet umfangreiche Informationen für Ärzte und Menschen mit Rheuma, wie zum Beispiel aktuelle Nachrichten rund um das Thema Rheuma, Patientenaktionen sowie eine Arztsuche, an.
www.bdrh.de

Deutsche Rheuma-Liga e. V.

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit aktuell ca. 300.000 Mitgliedern eine der größten deutschen Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich. Der Verband informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen. Die Rheuma-Liga bietet Menschen mit rheumatischen Erkrankungen Rat und praktische Hilfen wie zum Beispiel Funktionstraining, unterstützt aber auch Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen und tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. Die Rheuma-Liga finanziert ihre Arbeit vorrangig durch Mitgliedsbeiträge, Förderungen der Kranken- und Rentenversicherer, Projektmittel und Spenden.
www.rheuma-liga.de

Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e. V.

Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) ist das Selbsthilfenetzwerk in Deutschland für Menschen mit entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule. Unter dem Leitspruch „Kompetenz aus Erfahrung“ bietet die DVMB Information sowie Unterstützung bei der Alltags- und Krankheitsbewältigung und die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Der DVMB bietet medizinische und sozialrechtliche Beratung, Patientenseminare sowie Informationen. Die Kontakte der Landesverbände und der örtlichen DVMB-Gruppen sind über die Bundesgeschäftsstelle oder über das Internet erhältlich.
www.bechterew.de

rheuma-online

Das umfangreiche Onlineportal bietet ausführliche Informationen zu Diagnostik, Therapie und sonstigen Aspekten rheumatischer Erkrankungen, wie beispielsweise der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis. Neben aktuellen Nachrichten finden Sie hier auch ein Forum zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen.
www.rheuma-online.de

RheumaPreis

Die Initiative „RheumaPreis“ prämiert jährlich Arbeitnehmer und Arbeitgeber für ihren partnerschaftlichen Einsatz zum Erhalt der Berufstätigkeit mit rheumatischen Erkrankungen wie der nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis. Das BioPharma-Unternehmen AbbVie und seine Partner wollen damit Beispiele gelungener beruflicher Einbindung öffentlich machen und andere Betroffene zum Nachmachen ermutigen. Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz – viele Preisträger der vergangenen Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass dies möglich ist.
www.rheumapreis.de

Initiative „Nicht zu ersetzen“

Die Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention hat es sich zur Aufgabe gemacht, chronisch erkrankte Menschen zu unterstützen. Die Initiative „Nicht zu ersetzen“ wurde ins Leben gerufen, um auf das Thema chronische Erkrankungen, wie die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis, am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen. Unterstützt wird diese Initiative durch den Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW), das BioPharma-Unternehmen AbbVie und den BKK Dachverband e.V., die Interessenvertretung der betrieblichen Krankenversicherungen in Deutschland. Auf der Website der Initiative werden die Kenntnisse und Erfahrungen der Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention, des VDBW und der Initiative „Nicht zu ersetzen“ gebündelt, um Betroffenen Tipps und Informationen für den Alltag und das Berufsleben zu geben.
www.nicht-zu-ersetzen.de

Die Rheuma-App: eine praktische Unterstützung im Alltag

Mit der Rheuma-App RheumaTrack SPA steht Menschen, die an einer nicht röntgenologischen axialen Spondyloarthritis erkrankt sind, ein digitales Patiententagebuch zur Verfügung. Die Anwendung für Smartphone oder Tabletspeichert alle wichtigen Daten zum Krankheitsverlauf. Damit kann die App eine große Hilfe bei wichtigen Fragen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand oder dem nächsten Arztbesuch sein. Der behandelnde Arzt kann schnell und zuverlässig über alle relevanten Informationen auf dem Laufenden gehalten werden. Darüber hinaus verfügt die Anwendung über eine Erinnerungsfunktion für den nächsten Arzttermin und einen Medikamentenplaner, der bei der pünktlichen Einnahme der Medikamente hilft und deren Verbrauch protokolliert. Mit der Export-Funktion kann das persönliche Rheuma-Patiententagebuch gesichert und archiviert werden. Die App wurde mit Unterstützung des BioPharma-Unternehmens AbbVie entwickelt und ist sowohl für iOS– als auch für Android-Betriebssysteme erhältlich.

Infomaterialien zum Download



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