Wie wird Colitis ulcerosa behandelt

Colitis ulcerosa ist eine chronische Erkrankung. Eine optimal auf Sie ausgerichtete Therapie kann jedoch helfen, die Beschwerden wirksam und langfristig zu kontrollieren.

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Ihr Behandlungsziel: Beschwerdefreiheit und ein Maximum an Lebensqualität

Die richtige Colitis-ulcerosa-Therapie kann die Krankheitsaktivität langfristig eindämmen. Dadurch erreichen Sie Beschwerdefreiheit und werden wieder in der Lage sein, ein weitgehend normales Leben zu führen.

Auch wenn Sie mit Ihrer Krankheit leben müssen: Sie sollen nicht darunter leiden. Eine individuell auf Sie abgestimmte Colitis-ulcerosa-Therapie kann neue Schübe verhindern und eine weitere Ausbreitung der Krankheit stoppen. Ziel der Therapie ist es, dass die Entzündungen im Darm vollständig und dauerhaft abheilen und Sie ein normales, beschwerdefreies Leben ohne Einschränkung der Lebensqualität führen können. Dazu ist es wichtig, frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen, denn eine unbehandelte Colitis ulcerosa kann langfristig bleibende Schäden im Darm verursachen. Wie aber lässt sich Colitis ulcerosa behandeln? Es gibt verschiedene Optionen. Welche davon für Sie die richtige ist, hängt unter anderem davon ab, welche Darmabschnitte betroffen sind und wie ausgedehnt die Entzündung ist.

Aktive Mitwirkung unterstützt die Therapie

Unabhängig davon, für welche Colitis-ulcerosa-Therapie Sie sich gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt entscheiden, ist immer auch Ihre aktive Mitarbeit wichtig. Nehmen Sie Ihre Medikamente gewissenhaft und regelmäßig ein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Bedürfnisse, Erwartungen, Ängste und Befürchtungen. Lassen Sie ihn wissen, wenn eine Therapie nicht den von Ihnen gewünschten Erfolg bringt. Gemeinsam können Sie herausfinden, welche Alternativen es für Sie gibt. Ein CED- Spezialist, also ein Gastroenterologe, der sich auf chronisch-entzündliche Darmkrankheiten spezialisiert hat, wird Sie zu Ihrer Erkrankung beraten können und Ihre individuelle Therapie optimal auf Sie abstimmen. Die Colitis-ulcerosa-Therapie kann in drei Bereiche unterteilt werden: Medikamente, Operation und psychologische Unterstützung.

Die richtige Therapieform finden

Zur medikamentösen Behandlung gibt es verschiedene Präparate. Aminosalizylate wirken entzündungshemmend und werden bei einer leichten Form der Erkrankung eingesetzt. Kortikoide haben eine stark entzündungshemmende Wirkung und unterdrücken die Reaktion des Immunsystems. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen eignen sie sich allerdings nicht zur langfristigen Anwendung. Immunsuppressiva sind Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken und so entzündungshemmend wirken. Sie werden bei einer starken Ausprägung der Krankheit eingesetzt. Da sie erst nach zwei bis sechs Monaten wirken, kann es nötig sein, kurzfristig mit Kortikoiden zu überbrücken. Die langfristige Einnahme kann mit Nebenwirkungen verbunden sein. Biologika sind biotechnologisch hergestellte Medikamente, die gezielt in die fehlgeleitete Abwehrreaktion des Immunsystems eingreifen. Die in der Colitis-ulcerosa-Therapie verwendeten Biologika werden oft eingesetzt, wenn andere Therapien nicht wirken oder nicht vertragen werden. Sie wirken entzündungshemmend und unterbrechen damit den Krankheitsverlauf. Biologika sind zur Langzeitbehandlung bei mittelschwer bis schwer ausgeprägten, aktiven Erkrankungen geeignet. Sollten Sie Fragen zu möglichen Nebenwirkungen der hier genannten Medikamente haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von originalen Biologika, bei denen es sich um sehr komplexe Arzneimittel handelt. Im Gegensatz zu Nachahmerpräparaten herkömmlicher, chemischer Arzneimittel (Generika), sind Biosimilars nicht mit dem Originalprodukt identisch, sondern ähneln diesem lediglich. Biologika und Biosimilars werden mit Hilfe von Zellen hergestellt. Da für Biosimilars andere Zellen verwendet werden als für die ursprünglichen Biologika, weicht der Herstellungsprozess ab. Aus diesem Grund können sich auch die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil eines Biosimilars von dem des Original-Biologikums unterscheiden. Ausführliche Informationen zu Biosimilars erhalten Sie auf www.biologika-info.de.

Ein operativer Eingriff kann nötig werden, wenn die Erkrankung stark ausgeprägt ist, sich durch medikamentöse Behandlung nicht mehr eindämmen lässt oder es zu Komplikationen kommt. In der Regel wird bei der Operation der komplette Dickdarm entfernt. Man spricht von einer Kolektomie. Als Alternative zu einem dauerhaft künstlichen Darmausgang kann im Anschluss an die Kolektomie ein ileoanaler Pouch angelegt werden. Es handelt sich dabei um eine Art Tasche, die operativ aus dem letzten Abschnitt des Dünndarms geformt und mit dem Enddarm verbunden wird. Der Pouch dient als Reservoir, in dem sich der Darminhalt sammelt. Die Darmentleerung wird dadurch hinausgezögert und kontrollierbar gemacht.

Colitis ulcerosa kann nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihre Seele belasten. Die Krankheit ist mit vielen Tabuthemen, Einschränkungen und oft auch mit Schamgefühl verbunden. Psychologische Unterstützung kann Ihnen dabei helfen, positive Strategien zur Krankheitsbewältigung zu aktivieren und einen besseren Umgang mit der Erkrankung zu lernen.

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