Hilfsangebote

Das Leben mit HIV kann einige Herausforderungen mit sich bringen. Hier finden Sie viele Angebote, die Sie dabei unterstützen und Ihnen das Leben mit der Erkrankung erleichtern.

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Hilfsangebote und Informationen

Ein positives HIV-Testergebnis stellt für viele einen Einschnitt im Leben dar. Passende Informationen tragen dazu bei, mit der chronischen Erkrankung ein erfülltes und ausgeglichenes Leben zu führen.

Das HI-Virus ist gut erforscht und dementsprechend viele Informationen sind darüber verfügbar. Das Angebot von AbbVie Care auf diesen Seiten hilft dabei, den Überblick zu behalten.

Bundesweit vertreten: Die Aids-Hilfen

Ab September 1983 entstehen in Deutschland die ersten Aids-Hilfen. Ziel ist zunächst, Erkrankte zu unterstützen, sich auszutauschen und Informationen zu sammeln. Heute gibt es etwa 120 regionale Aids-Hilfen mit einem Dachverband, der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) in Berlin. Vordringliches Ziel sind Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich HIV/Aids und anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI), speziell für Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko. Die Mitarbeiter in den regionalen Aidshilfen beraten, betreuen und informieren Menschen vor Ort, bieten Selbsthilfegruppen an und führen Aufklärungs- und Fortbildungsveranstaltungen durch. Eine leicht durchsuchbare Übersicht über die Aids-Hilfen und viele Informationen bietet die Webseite der DAH.

ICH WEISS WAS ICH TU – Kampagne und Infoportal

Eine der Erfolgsstrategien der Aufklärung über HIV und Aids in Deutschland sind auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte Kampagnen. Seit 2008 richtet sich die DAH mit ICH WEISS WAS ICH TU an schwule Männer. Als Botschafter treten authentische Männer in den Vordergrund. Sie erzählen ihre persönliche Geschichte und sprechen über ihren individuellen Umgang mit HIV, sexuell übertragbaren Infektionen (STI), Safer Sex und anderen Themen, die für Schwule wichtig sind. Mit dem Webportal www.iwwit.de gibt es eine zentrale Informationsquelle, auf der schwule Männer harte Fakten über HIV, STIs und schwules Leben finden. Kampagne und Webportal werden wissenschaftlich begleitet und überprüft.

frauenundhiv.info – Infoportal

Auch wenn in Deutschland weit mehr Männer infiziert sind; weltweit sind von HIV und Aids ebenso viele Frauen betroffen. In Deutschland leben etwa 15.000 mit dem HI-Virus, ungefähr jede fünfte Neuinfektion wird bei einer Frau festgestellt. HIV betrifft Frauen anders als Männer. Sowohl bei der Behandlung als auch bei Themen wie Sexualität und Kinderwunsch müssen daher frauenspezifische Aspekte berücksichtig werden. Deshalb unterhält die DAH mit Frauen & HIV ein spezielles Informationsportal, das ganz auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist. Auch das Frauengesundheitsportal der BZgA informiert umfassend über HIV bei Frauen.

Beratung Online und via Telefon

Seit vielen Jahren bieten die Aids-Hilfen telefonische Beratung über die bundesweit einheitliche Nummer 0180 33 19411 an. Montags bis freitags jeweils von 9 bis 21 Uhr sowie Samstags und Sonntags von 12 bis 14 Uhr können sich Interessierte telefonisch und auf Wunsch anonym zu allen Fragen rund um HIV und Aids sowie andere sexuell übertragbare Krankheiten beraten lassen. Mehr Infos finden Sie hier.

Das Beratungsangebot der Aids-Hilfen wird online ergänzt. Unter www.aidshilfe-beratung.de können sich Interessierte kostenfrei und anonym per Mail beraten lassen. 25 regionale Aids-Hilfen stellen Experten zur Verfügung, die möglichst zeitnah – oft noch am selben oder am nächsten Tag – antworten. Bei Bedarf kann ein persönlicher Termin im Einzelchat vereinbart werden.

Hilfsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund

Die meisten Aids-Hilfen bieten Hilfe und Unterstützung für Menschen mit Migrationshintergrund an. Je nach Aufenthaltsstatus benötigen Migranten maßgeschneiderte Informationen und Angebote. Die Mitarbeiter begleiten, falls notwendig mit einem Übersetzer, bei Behördengängen und Arztterminen, beraten zu HIV, Aids und STIs. Viele der Informationsmaterialien der DAH und der BZgA stehen auch in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Online finden sich bislang vor allem Informationen in deutscher Sprache.

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Selbsthilfe: Positivengruppen

Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung gehören zu den Bausteinen von Selbsthilfe. Manche Fragen und Probleme lassen sich besser mit anderen Betroffenen besprechen. Diese wissen wie man sich fühlt, kennen ähnliche Situationen und haben manches bereits durchgemacht. Die meisten regionalen Aidshilfen bieten eine oder mehrere Gruppen für HIV-Positive an. Positiven- und Angehörigennetzwerke beraten die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) bei der Arbeit und tragen ihre Erfahrungen bei. Eine Übersicht mit den Adressen der verschiedenen Netzwerke hält die Seite www.aidshilfe.de vor. Alle zwei Jahre veranstaltet die DAH Europas größte Selbsthilfekonferenz, die Positiven Begegnungen.

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Arztsuche (Schwerpunktpraxen)

Nur spezialisierte Ärzte kennen sich mit der komplexen medizinischen Behandlung einer HIV-Infektion aus. Bei einem solchen, HIV-Schwerpunktarzt genannten, Mediziner oder in einer Schwerpunktambulanz sind Infizierte gut aufgehoben. Die Ärzte kennen die Zusammenhänge zwischen HIV und anderen körperlichen Vorgängen und wissen Blutwerte zu deuten. Sie bilden sich regelmäßig zum Thema HIV fort und beziehen neueste Forschungsergebnisse und Medikamente in ihre Arbeit mit ein. Adressen von Schwerpunktpraxen erfahren HIV-Patienten bei den regionalen Aidshilfen. Die Seite hivandmore hält eine Adressübersicht bereit: www.hivandmore.de/aerzteverzeichnis.

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Tipps für Angehörige

Infiziert sich ein Mensch mit HIV, bedeutet das oftmals auch für Angehörige, Partner oder enge Freunde einen Einschnitt. Da HIV schwer übertragbar ist, besteht im alltäglichen Leben keine Gefahr, sich anzustecken. Bei Sexualkontakten schützen Kondome und Safer Sex. Ist die Therapie bei dem HIV-infizierten Partner erfolgreich und das Virus im Körper nicht mehr nachweisbar, können Paare nach Rücksprache mit dem Schwerpunktarzt oftmals auf Kondome verzichten.

Wissen macht einfühlsam

Noch heute verunsichert eine HIV-Infektion viele Menschen. Erstaunt stellen sie fest, dass sie nur wenig darüber wissen. Es ist völlig okay, Fragen zu stellen und sich zu informieren. Oftmals fühlt sich der HIV-Infizierte dadurch sogar noch mehr unterstützt und ernst genommen. Je besser Angehörige und Partner über die Infektion Bescheid wissen, desto mehr kann er ihnen anvertrauen und über seine Ängste, Therapieerfolge und andere Erlebnisse sprechen. Die Aids-Hilfen bieten eine Fülle an Informationen zu HIV. Viele Hinweise finden Angehörige auch auf diesen Seiten.

Emotionale Unterstützung ist für Infizierte besonders wichtig. Die Stigmatisierung, die HIV mit sich bringt, trifft besonders hart und ist nur schwer auszuhalten. Das erfordert von Angehörigen und Freunden Geduld und Aufmerksamkeit. Wichtig ist, dass sie die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. In vielen Aids-Hilfen treffen sich spezielle Angehörigengruppen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf der Webseite www.angehoerige.org können Eltern, Geschwister, Partner und Freunde direkt Kontakt mit dem Netzwerk für Angehörige aufnehmen.

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