CLL-Lexikon

Hier finden Sie Fachbegriffe zur chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) leicht verständlich erklärt. Schlagen Sie hier medizinische Begriffe von A bis Z ganz einfach nach, und informieren Sie sich über die Erkrankung.

Menschen mit Leukämie (CLL) in Alltagssituationen
a

CLL-Lexikon

Von A wie Anämie bis Z wie Zytostatikum – es gibt eine Reihe von Fachbegriffen rund um die chronische lymphatische Leukämie (CLL) [01.01.00], die nicht so leicht verständlich sind. In unserem CLL-Lexikon finden Sie medizinische Fachwörter einfach erklärt.

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17p-Deletion:

Veränderung im Erbgut der kranken B-Lymphozyten bei CLL, die das Überleben von Krebszellen begünstigen kann; kommt bei einigen Patienten mit CLL vor.

A

Akute lymphatische Leukämie (ALL):

Form von Blutkrebs, die akut verläuft, also in der Regel schnell und unkontrolliert voranschreitet, und bei der es zu einer Entartung bestimmter weißer Blutzellen, der Lymphozyten, kommt.

Akute myeloische Leukämie (AML):

Form von Blutkrebs, die akut verläuft, also in der Regel schnell und unkontrolliert voranschreitet, und bei der es zu einer Entartung bestimmter weißer Blutzellen, der Vorläufer der myeloischen Zellen, kommt.

Ambulant:

Behandlung, bei der ein Patient nicht über Nacht im Krankenhaus bleiben muss.

Anämie:

Blutarmut.

Anamnese:

Krankengeschichte.

Anti-CD20-Antikörper:

Zielgerichtete Antikörper, die sich gegen eine Struktur (CD20) auf der Oberfläche der krankhaft veränderten B-Zellen richten und dadurch zum Absterben dieser Zellen führen können.

Antiemetika:

Medikamente zur Behandlung und Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen; werden häufig zur Chemotherapie verabreicht.

Antigen:

Substanzen, an die sich Antikörper oder bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren binden.

Antikörper:

Proteine, die im Immunsystem z. B. gegen bestimmte Fremdstoffe wie Bakterien und Viren oder aber auch gegen körpereigene Stoffe gerichtet sind. Antikörper machen diese Stoffe unschädlich, indem sie an diese binden und sie beispielsweise für den Abbau markieren. In der Medizin werden bestimmte Antikörper technologisch hergestellt und als Therapie genutzt.

B

Bendamustin:

Zytostatikum; wird als Chemotherapie [01.02.04] u. a. bei CLL eingesetzt.

Binet-Klassifikation:

Einteilung der Stadien der chronischen lymphatischen Leukämie, benannt nach dem französischen Arzt Binet; die Stadien A und B gelten als frühe Krankheitsstadien, C ist ein fortgeschrittenes Stadium.

B-Lymphozyten:

Kurz B-Zellen; bestimmte Form von weißen Blutzellen, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen.

C

Chemotherapie:

Behandlung mit sogenannten Zytostatika; Medikamente, die die Teilung und Vermehrung von Tumorzellen aufhalten; wirken auch gegen gesunde Zellen, insbesondere in schnell wachsendem Gewebe wie Haut, Haare, Schleimhäute und blutbildenden Zellen im Knochenmark.

Chemo-Immuntherapie:

Behandlungsform, die u. a. bei CLL angewendet wird; Kombination von Chemotherapie und monoklonalen Antikörpern.

Chlorambucil:

Zytostatikum; wird als Chemotherapie u. a. bei CLL eingesetzt.

Chronische lymphatische Leukämie (CLL):

Form von Blutkrebs, die chronisch verläuft, also in der Regel langsam voranschreitet, und bei der es zu einer Entartung bestimmter weißer Blutzellen, der Lymphozyten, kommt.

Chronische myeloische Leukämie (CML):

Form von Blutkrebs, die chronisch verläuft, also in der Regel langsam voranschreitet, und bei der es zu einer Entartung bestimmter weißer Blutzellen, der Granulozyten und ihren Vorstufen kommt.

Computertomografie (CT):

Spezielles Röntgenverfahren, das digitale Schnittbilder vom Körper erzeugt.

Cyclophosphamid:

Zytostatikum; wird als Chemotherapie u. a. bei CLL eingesetzt.

E

Erythrozyten:

Rote Blutkörperchen; sind für den Sauerstofftransport im Blut zuständig.

F

Fludarabin:

Zytostatikum; wird als Chemotherapie u. a. bei CLL eingesetzt.

G

Granulozyten:

Bestimmte Form weißer Blutzellen; Bedeutsam für die Immunabwehr.

H

Hämatologe:

Facharzt, der auf Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe spezialisiert ist.

I

Ibrutinib:

Medikament zur Behandlung der CLL; zählt zu den oralen zielgerichteten Therapien; unterdrückt das Signal zum Wachstum und zur Vermehrung der entarteten B-Lymphozyten und verhindert, dass die kranken B-Zellen wachsen und überleben können.

Idelalisib:

Medikament zur Behandlung der CLL; zählt zu den oralen zielgerichteten Therapien; unterdrückt das Signal zum Wachstum und zur Vermehrung der entarteten B-Lymphozyten und verhindert, dass die kranken B-Zellen wachsen und überleben können.

Immunphänotypisierung:

Spezielle Blutuntersuchung zur Diagnose und Verlaufseinschätzung von Leukämien und malignen Lymphomen.

Immunsystem:

Komplexes Abwehrsystem des Körpers, das ihn mithilfe von Zellen und Botenstoffen vor Angriffen durch Eindringlinge wie Viren und Bakterien oder körpereigenen geschädigten Strukturen schützt.

Infektion:

Eindringen von Krankheitserregern (z. B. Viren oder Bakterien) in den Körper und ihre Vermehrung.

Infusion:

Verabreichen von Flüssigkeit (z. B. Medikamenten) in den Körper, erfolgt in der Regel über eine Vene.

K

Komorbidität:

Begleiterkrankung.

L

Leukämie:

Blutkrebs; Oberbegriff für unterschiedliche bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems.

Leukozyten:

Weiße Blutzellen; Abwehrzellen des Immunsystems.

Lymphatisches System:

Auch Lymphsystem; Teil des körpereigenen Abwehr- und Transportsystems des Körpers; besteht unter anderem aus Lymphbahnen, Lymphknoten, der Milz und weiteren lymphatischen Geweben.

Lymphozyten:

Unterart der weißen Blutzellen; entarten bei den lymphatischen Leukämien.

M

Malignes Lymphom:

Bösartiges Lymphom; Krebserkrankung, die von Zellen des lymphatischen Systems ausgeht.

Monoklonale Antikörper:

Zielgerichtete Antikörper, die biotechnologisch hergestellt und als Therapie z. B. bei Krebserkrankungen eingesetzt werden; greifen gezielt in das Immunsystem ein und beeinflussen so den Krankheitsprozess.

N

Neutropenie:

Verminderung der neutrophilen Granulozyten; einer bestimmten Art weißer Blutzellen.

O

Obinutuzumab:

Anti-CD20-Antikörper; wird u. a. als Therapie bei CLL eingesetzt.

Onkologe:

Facharzt, der auf die Behandlung von Krebserkrankungen spezialisiert ist.

Orale zielgerichtete Therapie:

Neuartige zielgerichtete Behandlungsform bei CLL; wird als Tablette oder Kapsel eingenommen; blockiert bestimmte Proteine, die für das Wachstum und Überleben von Krebszellen zuständig sind.

P

Protein:

Eiweiß.

R

Rituximab:

Anti-CD20-Antikörper; wird u. a. als Therapie bei CLL eingesetzt.

Remission:

Nachlassen der krankheitsbedingten Symptome.

Rezidiv:

Rückfall; Wiederauftreten einer Krankheit.

S

Sonografie:

Ultraschall.

Stammzelltransplantation:

Übertragung von Blutstammzellen von einem Spender an einen Empfänger; wird in seltenen Fällen als Therapie bei CLL angewendet.

T

Thrombozyten:

Blutplättchen; sind für die Blutgerinnung zuständig.

Thrombozytopenie:

Niedrige Anzahl von Blutplättchen.

TP53-Mutation:

Schaden im Erbgut der kranken B-Lymphozyten bei CLL, der das Überleben von Krebszellen begünstigen kann; kommt bei einigen Patienten mit CLL vor.

Triglyceridwerte:

spezielle Blutfettwerte.

Tumorlysesyndrom:

Stoffwechselentgleisung aufgrund plötzlicher Zerstörung sehr vieler Tumorzellen.

V

Venetoclax:

Medikament zur Behandlung der CLL; zählt zu den oralen zielgerichteten Therapien; hemmt ein Protein, das den Selbstzerstörungsmechanismus geschädigter Zellen außer Kraft setzt; der programmierte Zelltod wird dadurch wieder aktiviert, in der Folge sterben die kranken B-Lymphozyten ab.

W

Watch and Wait:

Strategie im frühen Stadium der chronischen lymphatischen Leukämie und wenn sich keine Symptome zeigen, bei der nicht behandelt, sondern die Erkrankung regelmäßig überwacht wird. Schreitet diese fort, wird mit einer Therapie begonnen.

Z

Zytogenetische Untersuchung:

Untersuchung von Chromosomen auf bestimmte Merkmale bzw. Schäden; auch genutzt, um Veränderungen im Erbgut von Krebszellen, z. B. bei CLL, festzustellen.

Zytostatika:

Medikamente zur Krebsbehandlung im Rahmen der sogenannten Chemotherapie; halten die Teilung und Vermehrung von Tumorzellen auf; wirken auch gegen gesunde Zellen, insbesondere in schnell wachsendem Gewebe wie Haut, Haare, Schleimhäute und blutbildende Zellen im Knochenmark.

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