Wie erkenne ich Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung mit einer Beteiligung der Haut und nicht immer leicht zu diagnostizieren.

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Wie erkenne ich eine Psoriasis-Arthritis?

Blutuntersuchungen, Ultraschall, Röntgen und Ihre persönliche Krankheitsgeschichte helfen dem Arzt bei der Diagnose.

Es ist nicht immer einfach, eine Psoriasis-Arthritis (PsA) zu diagnostizieren. Ihr Arzt wird einige Untersuchungen durchführen, bevor er zu einer Diagnose kommt. Das dient dazu, zunächst einige andere Gelenkkrankheiten, wie zum Beispiel Gicht, auszuschließen. Die Fachärzte für die PsA sind Hautärzte (Dermatologen) und Rheumatologen. Für die Schuppenflechte (Psoriasis) ist der Hautarzt der Spezialist, für die Gelenkbeschwerden der Rheumatologe.

Die ersten Anzeichen einer PsA können sehr unterschiedlich sein. Die Gelenkentzündungen zeigen sich oft durch Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Bei drei von vier Betroffenen geht einer PsA im Durchschnitt zehn Jahre eine Schuppenflechte mit den typischen Hautveränderungen voraus. Diese sind scharf begrenzte, gerötete Hautareale mit glänzenden silbrig-weißen Schuppen, die sogenannten Plaques. Auch Nagelveränderungen („Tüpfelnägel“ oder „Ölflecken“) gehören zu den Symptomen einer PsA.

Jedes Gelenk genau beobachten

Bei 15 Prozent der Betroffenen mit PsA zeigen sich die Symptome an Haut und Gelenken gleichzeitig, bei etwa zehn Prozent tritt die Gelenkentzündung zuerst auf. Die Psoriasis-Arthritis beginnt häufig schleichend. Zu Beginn der Erkrankung sind oft nur wenige Gelenke betroffen.

Meist beginnen die Beschwerden an den sogenannten Endgelenken, den kleinen Gelenken am Ende von Fingern oder Zehen. Grundsätzlich können sich die Symptome aber an allen Gelenken zeigen. Häufig kommt es bei PsA auch zu Rückenschmerzen, die auf eine Entzündung der Wirbelsäule oder des Kreuz-Darmbein-Gelenks zurückzuführen sind. Typisch im Verlauf der Erkrankung ist die Entzündung und Schwellung aller Gelenke eines Fingers oder Zehs (Daktylitis oder sogenannte „Wurstfinger“).

Nicht nur Gelenke sind betroffen

Die PsA ist zwar eine Erkrankung der Haut und der Gelenke, sie kann aber auch in Verbindung zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder anderer Organe wie Augen und Nieren stehen. Darüber hinaus haben Menschen mit PsA ein erhöhtes Risiko für Diabetes oder Depressionen. All diese Erkrankungen sind behandelbar. Ihr erster Ansprechpartner sollte Ihr behandelnder Arzt sein, der Sie an die jeweiligen Fachärzte überweisen kann.

Um die richtige Diagnose zu stellen und andere Krankheiten auszuschließen, werden die Ergebnisse unterschiedlicher Untersuchungen wie ein Puzzle zusammengesetzt. Für die Diagnose wird Ihr Arzt ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen und verschiedene Blutanalysen durchführen. Ein wichtiger Hinweis auf eine PsA ist für den Arzt das aktuelle oder frühere Auftreten einer Schuppenflechte bei Ihnen oder bei Ihren nahen Verwandten.

Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall (Sonografie) und Magnetresonanztomografie (MRT) nehmen heute einen wichtigen Platz in der Diagnose und Verlaufskontrolle der Gelenkentzündung bei PsA ein. Vor allem die beiden letzten Methoden ermöglichen es, schon früh zu erkennen, ob Gelenke entzündet sind oder sogar schon Zerstörungen des Knochens vorliegen. Der Ultraschall eignet sich besonders gut zur Beurteilung der Gelenkknorpel und der umgebenden Weichteile. Gelenkentzündungen führen zuerst an diesen Stellen zu Veränderungen und können mit dem Ultraschall sichtbar gemacht werden, bevor der Knochen angegriffen wird. Ob und wie stark der Knochen durch die Entzündung beschädigt wurde, ist im Röntgenbild des betroffenen Gelenks zu sehen.

Wichtig ist zu wissen, dass sich PsA auch auf andere Organe, wie Augen, Nieren, Lunge oder Herz, auswirken und mit Begleiterkrankungen einhergehen kann. Diese sind zum Beispiel das metabolische Syndrom, Depression, Morbus Crohn und Uveitis.

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