Angeborene Herzfehler

Für Kinder mit Herzfehlern ist eine Ansteckung mit RSV besonders gefährlich - hier können Sie sich darüber informieren, wie man dieses Risiko verringern kann.

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Sauerstoff für den Körper

Sauerstoff ist für die normalen Abläufe im Körper lebensnotwendig. Rote Blutkörperchen nehmen Sauerstoff aus den Lungen auf und liefern diesen an das Gewebe (und die Organe) im ganzen Körper. Weisen die roten Blutkörperchen einen hohen Sauerstoffgehalt auf, ist das Blut hellrot. Nach Aufnahme des Sauerstoffs durch das Gewebe (und die Organe) wird das Blut dunkel und bläulich. Es muss in die Lungen zurückkehren, um weiteren Sauerstoff aufzunehmen.

Dieser gesamte Kreislauf wird von einer erstaunlichen Pumpe angetrieben – dem Herz.

Das Herz und die großen Blutgefäße

Das Herz hat vier Kammern: die rechte und linke Vorkammer (zusammen die Vorkammern) und die muskulösere rechte und linke Herzkammer. Außerdem gibt es noch die großen Blutgefäße (Arterien und Venen), die das Blut vom und zum Herz transportieren.

Sauerstoffaufnahme und -abgabe

Nachdem das Blut den Weg durch den Körper zurückgelegt und damit den Sauerstoff zum Gewebe und zu den Organen transportiert hat, kommt es durch die Venen (die Hohlvene) zum Herz zurück und tritt in die rechte Vorkammer ein.

Das Blut ist nun dunkler, da es nur noch einen geringen Sauerstoffgehalt aufweist. Entspannt sich das Herz nun, fließt das Blut durch eine Klappe in die rechte Herzkammer. Diese zieht sich zusammen, um das Blut durch die Lungenklappe in die Lungenarterien zu pumpen. Das Blut gelangt so zu den Lungen, wo es mit frischem Sauerstoff angereichert wird und wieder eine hellrote Farbe annimmt. Es kehrt nun über die Lungenvenen in die linke Vorkammer zurück, um dann durch eine Klappe in die linke Herzkammer zu gelangen. Die linke Herzkammer pumpt dann das sauerstoffreiche Blut über eine Klappe in die Aorta. Über die Aorta gelangt das sauerstoffreiche Blut in den Körper und dieser Vorgang beginnt von Neuem.

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Angeborene Herzfehler

Ein Kind von 100 wird mit einem Herzfehler geboren. Manche Herzfehler sind genetisch bedingt, bei anderen ist die Ursache jedoch unbekannt.

Von einem angeborenen Herzfehler oder einer Läsion spricht man, wenn Teile des Herzens nicht ordnungsgemäß ausgebildet sind. Zu den bekanntesten Arten der angeborenen Herzfehler zählen die sogenannten „Durchflussfehler“, die beeinflussen, wie das Blut durch das Herz fließt und mit Sauerstoff angereichert wird.

Welche Arten von Herzfehlern gibt es?

Grundlegend gibt es zwei Formen von Herzkrankheiten: die zyanotischen und die azyanotischen Formen. Das Symptom eines zyanotischen Herzfehlers ist eine Zyanose. Diese ruft eine bläuliche Verfärbung der Lippen, des Zahnfleischs und der Haut hervor. Dies wird durch Blut hervorgerufen, welches, während es durch diese Bereiche fließt, nicht ausreichend mit Sauerstoff angereichert ist. Jemand mit einem azyanotischen Herzfehler weist keine bläuliche Verfärbung der Lippen, des Zahnfleischs und der Haut auf.

Einige Kinder mit angeborenem Herzfehler atmen schneller und schwitzen während des Essens oder Schlafens. So kann die Gewichtszunahme langsamer vor sich gehen als bei Kindern ohne Herzfehler. Kinder mit einem angeborenen Herzfehler können auch ernsthaft an Lungeninfektionen erkranken.

Aber warum ist das so? Der Herzfehler kann je nach Ausprägung direkt oder indirekt die Gasaustauschgewebe in der Lunge schädigen und dazu führen, dass Wasser eingelagert und die Lunge dadurch schwerer und anfälliger wird.

Behandlung von angeborenen Herzfehlern

Viele Herzfehler können heute erfolgreich behandelt werden. Die Behandlung ist davon abhängig, welcher Teil des Herzens davon betroffen ist.

Einige Kinder werden, wenn die Auswirkungen auf den Blutfluss nur gering sind, keine Behandlung benötigen, während andere Medikamente brauchen oder Korrekturen mittels Katheter oder eines Eingriffs bedürfen. Einige Herzfehler werden schrittweise behandelt werden, andere wieder werden erst behandelt, wenn das Kind größer ist. Obwohl viele Herzfehler nicht vollständig „heilbar“ sind, können sie dennoch ausreichend behandelt werden, sodass das Kind ein weitgehend normales Leben führen kann.

Ihr Säugling und RSV

Da der angeborene Herzfehler Ihres Kindes den Gehalt an Sauerstoff im Blut beeinträchtigen kann, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Lunge Ihres Kindes so gut wie möglich arbeitet. Dazu gehört, dass Sie Ihr Kind vor Atemwegserkrankungen, hervorgerufen z. B. durch RSV, schützen.

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Wenn sich Ihr Säugling mit RSV ansteckt

Lernen Sie, darauf zu achten, wann Ihr Kind krank ist oder Fieber hat. Eine Verhaltensänderung Ihres Kleinkinds, wie Appetitlosigkeit oder Gereiztheit können die ersten Anzeichen einer beginnenden Erkrankung sein. Wenn sich anfängliche Symptome einer leichten Erkältung verschlimmern oder Ihr Kind zu husten beginnt, röchelt (ein pfeifendes Geräusch), schnell atmet oder Atembeschwerden hat, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Bei einigen Kindern mit einer leichten bis schweren angeborenen Herzerkrankung sollte sogar ein leichter Verlauf von RSV sehr ernst genommen werden. Der Arzt Ihres Vertrauens wird Sie auf gesonderte Vorsichtsmaßnahmen, die zu treffen sind, hinweisen, wenn Ihr Säugling an RSV erkrankt ist.

Allgemein gesagt – stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Säugling warm halten und er es bequem hat. Vergessen Sie nicht – niemand kennt Ihr Baby besser als Sie!

Sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens, wenn Sie Fragen haben.

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RSV: Das Virus, das Eltern kennen sollten

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