Glossar

Praktisch und leicht verständlich erklärt: Das Glossar mit Begriffen rund um das Thema RSV-Infektion gibt Antworten auf viele Fragen.

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Glossar

Im Folgenden finden Sie Erklärungen zu vielen Begriffen im Zusammenhang mit RSV.

Antikörper

Antikörper sind Eiweißstoffe, die der Bekämpfung und Abwehr von Krankheitserregern dienen. Sind die Krankheitserreger besiegt, bleiben die produzierten Antikörper im Blut vorhanden, um erneute Infektionen besser abwehren zu können (Immunität).

Atemwege

Die Atemwege gliedern sich in die oberen Atemwege und unteren Atemwege. Sie dienen vor allem der Leitung von Luft in die Lungenbläschen, wo der Sauerstoff aus der Luft ins Blut gelangt.

Bronchien

Abschnitt der Atemwege, der von der Luftröhre bis zu den Bronchiolen (feinste Atemwege) reicht. In den Bronchien wird die eingeatmete Luft auf die einzelnen Lungenabschnitte verteilt.

Bronchiolen

Feinste Atemwege mit weniger als einem Millimeter Durchmesser, die die eingeatmete Luft zu den Lungenbläschen leiten.

Bronchiolitis

Akute Entzündung der Bronchiolen (feinste Atemwege).

Bronchitis

Akute oder chronische (dauerhafte) Entzündung der Schleimhaut, die sich innen an den Wänden der Bronchien befindet. Eine Bronchitis geht meist mit Husten und Schleimauswurf einher.

Bronchopulmonale Dysplasie (BPD)

Chronische (dauerhafte) Lungenerkrankung, die vor allem nach längerer künstlicher Beatmung bei Frühgeborenen auftritt. Bei der künstlichen Beatmung über einen längeren Zeitraum kann es zu einer Zerstörung von Lungenbläschen kommen mit der Folge, dass die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht normal funktioniert.

Erkältung

Meist nach Kälteeinwirkung auftretende akute Entzündung der oberen Atemwege und/oder unteren Atemwege, die überwiegend durch Viren verursacht wird. Wird oft auch als grippaler Infekt bezeichnet.

Frühgeborene (Frühgeburt)

Kinder die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden.

Herzfehler

Fehlbildung des Herzens oder des Adernsystems. Herzfehler führen dazu, dass das Herz geschwächt wird. Je nach Art und Schwere des Herzfehlers kommt es zu einer erhöhten Herzbelastung oder zu einer unzureichenden Blutversorgung der Organe.

Hygiene

Alle Bestrebungen und Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten und Gesundheitsschäden. Zur Hygiene gehören z. B. regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Händen und Gegenständen zur Vermeidung von Krankheitsübertragungen.

Immunisierung

Jemanden zur Vorbeugung einer Krankheit für Infektionen mit einem Krankheitserreger unempfindlich machen, z. B. durch eine Impfung.

Immunität

Unempfänglichkeit für eine Infektion mit einem bestimmten Krankheitserreger. Eine Immunität entsteht zum Beispiel nach Impfungen oder nach manchen durchgemachten Erkrankungen (sogenannten Kinderkrankheiten wie z.B. Masern).

Einige Infektionskrankheiten wie zum Beispiel eine Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) hinterlassen allerdings keine bleibende Immunität. Das bedeutet, dass man immer wieder an einer RSV-Infektion erkranken kann.

Immunsystem

Körpereigenes System zur Abwehr von z. B. Krankheitserregern. Am Immunsystem sind unterschiedliche Organe (z. B. Lymphknoten), Zellen (z. B. weiße Blutkörperchen) und Stoffe (z. B. Antikörper) beteiligt.

Infektion

Eindringen und Vermehrung von Krankheitserregern (z. B. Viren) im Körper. Die meisten Infektionskrankheiten sind ansteckend, also von einem Menschen auf andere Menschen übertragbar.

Inkubator (Brutkasten)

Ein temperaturkontrolliertes Bettchen zur Konstanthaltung der Körpertemperatur des Säuglings.

Katheter

Dünnes schlauch- oder röhrenförmiges Instrument, das zum Einbringen oder zur Entnahme von Flüssigkeiten in eine Körperhöhle, ein Hohlorgan, einen Gang oder ein Gefäß eingeführt wird und eventuell auch zur Erweiterung eines Körpergangs dient. Beim Blasenkatheter handelt es sich beispielsweise um ein biegsames Röhrchen, das zum Ableiten von Urin durch die Harnröhre in die Blase eingeführt wird. Ein Herzkatheter wird zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken durch ein Blutgefäß in das Herz vorgeschoben.

Künstliche Beatmung

Belüftung der Lunge durch Hilfsmittel. Die künstliche Beatmung kommt bei unzureichender eigener Atmung zum Einsatz. Eine künstliche Beatmung ist z. B. bei Frühgeborenen oftmals unumgänglich. Sie kann bei längerer Dauer zur Schädigung der Lungenbläschen und damit zu einer bronchopulmonalen Dysplasie (BPD) führen.

Lungenbläschen

Traubenförmig angeordnete Bläschen am Ende der Bronchiolen. Ein Lungenbläschen hat einen Durchmesser von nur ca. 0,06 bis 0,2 mm. Um jedes Lungenbläschen liegt ein dichtes Netz von winzigen Adern. Die roten Blutkörperchen in diesen Adern nehmen den Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft auf. Gleichzeitig geben die roten Blutkörperchen Kohlendioxid in die Lungenbläschen ab, das dann ausgeatmet wird.

Lungenentzündung

Akute oder chronische (dauerhafte) Entzündung des Lungengewebes. Wird auch als Pneumonie bezeichnet. Ursache ist meist eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen.

Nestschutz

Übertragung von Antikörpern von der Mutter auf das Kind. Der Nestschutz bietet dem Kind in den ersten Monaten des Lebens einen gewissen Schutz vor Infektionskrankheiten, gegen die seine Mutter Antikörper im Blut hat. Auch über die Ernährung mit Muttermilch können Antikörper auf das Kind übertragen werden. Bei Frühgeborenen ist der Nestschutz meist nicht vollständig vorhanden.

Obere Atemwege

Zu den oberen Atemwegen gehören der Nasen-Rachen-Raum und die Nasennebenhöhlen. Die oberen Atemwege leiten den Luftstrom in die unteren Atemwege weiter und dienen zudem der Anfeuchtung und Anwärmung der eingeatmeten Luft.

Passive Immunisierung

Injektion von menschlichen, tierischen oder gentechnisch hergestellten Antikörpern zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionskrankheiten.

Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)

Das Respiratorische Synzytial-Virus, auch RS-Virus oder RSV genannt, ist einer der bedeutendsten Erreger von Infektionen der Atemwege bei Babys und Kleinkindern wie das Robert-Koch-Institut mitteilt. Das Virus tritt insbesondere in den Erkältungsmonaten, also im Herbst, Winter und Frühjahr, auf. Fast jedes Kind infiziert sich in den ersten beiden Lebensjahren mit RSV. Das Virus wird dabei ähnlich wie viele andere Krankheitserreger übertragen: entweder durch das Einatmen von kleinsten Tröpfchen in der Luft (z. B. wenn jemand, der mit RSV infiziert ist, niest oder hustet) oder dadurch, dass das RS-Virus auf anderen Wegen in Mund oder Nase gelangt. Bei Babys und Kleinkindern führt eine RSV-Infektion oft zu Erkrankungen der Bronchien und der Lunge (untere Atemwege). Eine durchgemachte RSV-Infektion hinterlässt keine bleibende Immunität. Anders als die meisten Kinderkrankheiten kann man eine RSV-Infektion deshalb mehrmals bekommen.

RS-Virus

Respiratorisches Synzytial-Virus.

Schnupfen

Akute oder chronische (ständige) Entzündung der Nasenschleimhaut. Schnupfen ist oft ein Anzeichen dafür, dass weitere Erkrankungen wie z. B. eine Bronchitis folgen werden.

Untere Atemwege

Zu den unteren Atemwegen gehören Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lungenbläschen (Alveolen). Der Kehlkopf verhindert das Eindringen von Essen in die unteren Atemwege und dient außerdem der Stimmbildung (Sprechen). Die Luftröhre leitet die Luft in die Bronchien. Diese teilen sich in den Lungen immer mehr und enden schließlich als feinste Kanälchen (sogenannte Bronchiolen) in den Lungenbläschen. Dort gelangt der Sauerstoff aus der Luft ins Blut.

Virus

Viren sind oftmals Krankheitserreger. Im Unterschied zu Bakterien müssen sie in lebende Zellen eindringen, um sich zu vermehren.

Zyanose

Bläuliche Verfärbung der Haut und der Schleimhäute (z.B. von Lippen oder Augen) auf Grund von Sauerstoffmangel im Blut. Für die blaue Farbe ist der Blutfarbstoff Hämoglobin verantwortlich, der bei Sauerstoffmangel nicht rot, sondern bläulich bis violett erscheint.

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RSV: Das Virus, das Eltern kennen sollten

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