Symptome und Verlauf

In vielen Fällen verläuft eine RSV-Infektion unauffällig. Sie kann jedoch auch zu einer Lungenentzündung oder Bronchiolitis führen.

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RS-Virus: Wann ist ein Baby gefährdet?

Bei Erwachsenen und gesunden Kindern bzw. Babys verläuft eine Infektion mit dem RS-Virus in der Regel ohne auffällige Symptome. Die Erkrankung durch RSV ist dann von einer gewöhnlichen Erkältung mit Schnupfen oder niedrigem Fieber kaum zu unterscheiden. Doch in einigen Fällen kann eine RSV-Infektion zu ernsten Erkrankungen der Atemwege führen. Dies geschieht dann, wenn das RS-Virus aus dem Nasen- oder Rachenraum, den oberen Atemwegen, in die Bronchien oder in die Lunge, die unteren Atemwege, gelangt. In diesem Fall kann das RS-Virus beispielsweise bei Babys eine Lungenentzündung oder eine Bronchiolitis hervorrufen. Auch zu Spätfolgen kann es durch die Infektion kommen, wie z.B. zu einer Überempfindlichkeit der Atemwege und asthmaähnlichen Symptomen.

RSV: Was ist eine Bronchiolitis?

RSV kann für eine Bronchiolitis – nicht zu verwechseln mit Bronchitis – verantwortlich sein. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der kleinsten Atemwege, durch welche die Luft in die Lungenbläschen eindringt. Den Weg der Luft in die Lunge kann man sich vorstellen wie einen Baum: Die große Luftröhre ist der Stamm und dann werden die Röhren, durch welche die Luft fließt, immer dünner, wie auch die Äste eines Baums immer dünner werden, bis sie so klein sind wie die Adern in den Blättern. Sind diese kleinsten Äderchen verstopft, kann das Blatt nicht mehr versorgt werden und der Baum wird krank. Und so ähnlich verhält es sich auch beim Menschen: Sind die Bronchiolen, die kleinsten Röhrchen, die zu den Lungenbläschen führen, entzündet und dadurch nicht durchlässig, bekommt der Mensch nicht mehr genügend Luft. Das wird Bronchiolitis genannt.

RSV: Was ist eine Lungenentzündung (Pneumonie)?

Bei einer Lungenentzündung, auch Pneumonie genannt, kommt es zu einer Entzündung des Lungengewebes. Wird eine Lungenentzündung durch RS-Viren verursacht, wird sie auch RSV-Pneumonie genannt. Frühgeborene, Kinder mit bedeutsamen angeborenen Herzfehlern und Kinder mit Lungenerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, eine Lungenentzündung zu bekommen.

Symptome einer Infektion durch RS-Viren

Bei Gesunden verursacht eine RS-Virusinfektion in der Regel nur leichte, erkältungsähnliche Symptome wie Schnupfen oder leichtes Fieber. Zu den Symptomen bei einer Ausbreitung der RSV-Infektion auf die unteren Atemwege zählen Husten – meist mit Schleimbildung –, Atemschwierigkeiten, eine beschleunigte Atmung, pfeifende oder knisternde Atemgeräusche. Dies können Symptome einer Bronchiolitis oder Lungenentzündung sein.

Spätfolgen einer RS-Virus-Infektion

Eine schwere Infektion mit dem RS-Virus kann zu Spätfolgen führen. Manche Kinder, die an einer schweren RSV-Infektion erkrankt waren, haben eine Verengung (Obstruktion) oder auch anhaltende Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Atemwege als Folge der Bronchiolitis.

Bei einer akuten RSV-Infektion gibt es bis heute keine Therapie, um die Ursache der Erkrankung zu bekämpfen. Es besteht nur die Möglichkeit, Symptome wie Fieber oder Atembeschwerden zu behandeln. Ist es zu einer schweren RSV-Infektion gekommen, kann dies zu einer Krankenhauseinweisung führen. Gegebenenfalls ist sogar eine künstliche Beatmung notwendig, weil nicht mehr genug Sauerstoff über den normalen Weg in den Körper gelangt.

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