Wie erkenne ich Schuppenflechte

Juckende und gerötete Haustellen – neben vielen anderen Hautreizungen oder Hauterkrankungen kann das eine Psoriasis sein. Die verschiedenen Erscheinungsformen der Krankheit.

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Wie erkennt man eine Schuppenflechte?

Die Symptome der Schuppenflechte können sehr verschieden und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Am häufigsten treten Schuppen sowie gerötete und erhabene Stellen auf. Die Symptome können mit sehr hohen Belastungen für die Patienten verbunden sein.

In 85 Prozent aller Fälle von Schuppenflechte finden sich auf der Haut sogenannte Plaques. Das sind scharf begrenzte, gerötete und höher als die umgebene Haut liegende Stellen, die oft münz- bis handtellergroß und mit glänzenden, silberweißen Schuppen bedeckt sind. Zeigen sich diese Symptome, spricht man von Psoriasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis. Es ist die häufigste Form der Schuppenflechte. Über die Hälfte aller Betroffenen klagt über Juckreiz. Die Symptome treten bevorzugt an den Außenseiten von Ellenbogen und Knien auf sowie in der Kreuzbeinregion und auf der behaarten Kopfhaut. Die betroffenen Stellen sind häufig symmetrisch auf beide Körperhälften verteilt. Bei schweren Formen sind große Teile der Haut in Mitleidenschaft gezogen

Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen treten Nagelveränderungen auf. Sogenannte „Tüpfelnägel“ zeigen sich durch kleine, punktförmige Vertiefungen in den Nägeln, „Ölflecken“ durch Verfärbungen der Nägel. Bei der so genannten Onycholyse löst sich die Nagelplatte vom Nagelbett ab. Diese Nagelveränderungen gehören zur Nagelpsoriasis.

Psoriasis-Arthritis:

In Deutschland sind rund 160.000 Menschen von Psoriasis-Arthritis (PsA) betroffen, einer Gelenkentzündung, die mit einer Schuppenflechte einhergehen kann. Tritt die Schuppenflechte am Kopf, an den Nägeln oder in der Analfalte auf, besteht ein erhöhtes Risiko an einer Psoriasis-Arthritis zu erkranken. Neben den typischen Hautveränderungen kann es dabei auch zu Gelenkbeschwerden kommen. Schwellungen, Schmerzen oder Versteifungen sind die Folge. Bei diesen Symptomen ist es sinnvoll, einen Rheumatologen hinzuzuziehen.
Wichtig ist zu wissen, dass sowohl Plaque-Psoriasis als auch PsA mit Begleiterkrankungen assoziert ist, was bedeutet, dass sich diese chronisch-entzündlichen Erkrankungen auch auf andere Organe wie Augen, Nieren, Lunge oder das Herz auswirken können. Mögliche Begleiterkrankungen sind zum Beispiel Metabolisches Syndrom, Depressionen, Morbus Crohn, PsA (bei Pso) und Uveitis (bei PsA).

Seltene Formen der Schuppenflechte

Seltenere Formen sind:

Psoriasis inversa, bei der in Körperfalten, zum Beispiel unter den Armen oder den Brüsten zwar Rötungen, aber meist keine Schuppen auftreten.

Psoriasis guttata, bei der stecknadel- bis centstückgroße Herde am ganzen Körper auftreten. Es gibt wenig Schuppen.

Psoriasis pustulosa, bei der sich häufig Bläschen an Handinnenflächen und Fußsohlen bilden. Das Arbeiten mit den Händen oder das Gehen kann dann äußerst schmerzhaft sein.

Psoriasis erythrodemica, eine seltene Komplikation, bei der sich große Flächen der Haut entzünden sowie heiß und rot werden.

Psoriasis gyrata, bei der die befallenen Stellen wie an einer Schnur girlandenförmig über den Körper verteilt sind.

Wie verläuft Schuppenflechte?

Psoriasis ist eine chronische und damit lebenslange Erkrankung, die bei jedem Menschen anders verläuft. Permanente Beschwerden – ob leicht oder stark – können ebenso vorkommen wie jahrelange Pausen mit fast völliger Beschwerdefreiheit. Treten die Beschwerden auf, spricht man von einem Schub.

Wie schwer kann die Psoriasis werden?

Manchmal sind nur kleine Plaques, etwa an den Ellenbogen zu sehen. Dann handelt es sich vermutlich um eine leichte Form der Plaque-Psoriasis. Es gibt aber auch sehr schwere Erscheinungsformen, bei denen große Teile der Hautfläche betroffen sind. Nicht nur die Fläche ist bei der Beurteilung der Schwere interessant, auch die Intensität der Rötung, die Erhabenheit der Plaques und das Ausmaß der Schuppung.

Es ist wichtig für Sie, gemeinsam mit Ihrem Arzt den Schweregrad Ihrer Schuppenflechte festzustellen. Danach richtet sich Ihre Therapie. Eine allgemeingültige Regel für den Schweregrad gibt es nicht. Ihr Arzt kann mit dem PASI (Psoriasis Area and Severity Index) Stärke und Ausdehnung der Hautveränderungen berechnen und dokumentieren. Wichtig für die Beurteilung des Schweregrads ist auch, wie sehr die Erkrankung sich auf Ihre Lebensqualität auswirkt. Schließlich kann die Schuppenflechte sehr belastend und einschränkend sein.

Wer hilft bei Psoriasis?

Der Spezialist bei der Schuppenflechte ist Ihr Hautarzt. Bei der Psoriasis-Arthritis kann ein Rheumatologe helfen. Bei den Begleiterkrankungen sollten Sie sich in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt an den zuständigen Facharzt wenden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Fachärzte ist wichtig, um Ihre Beschwerden bestmöglich zu therapieren und zu kontrollieren. Gemeinsam mit den spezialisierten Therapeuten erstellen Sie Ihr individuelles Behandlungskonzept und behalten Ihre Therapieziele im Blick.

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