4. Juni 2018

Acne inversa: 5 Dinge, die Sie über die Behandlung wissen sollten

Viele Menschen kennen Acne inversa nicht. Das hat auch zur Folge, dass es viele Unsicherheiten und Missverständnisse rund um die Behandlung der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung gibt. Wenn Sie Acne inversa haben, ist es daher besonders wichtig, dass Sie sich mit der Krankheit gut auskennen. Dazu gehört auch, dass Sie genau wissen, welche Therapiemöglichkeiten es gibt. Auf diese Weise können Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Hautarzt den für Sie passenden Behandlungsweg finden. Das ist die Grundlage dafür, dass Ihr Leben möglichst wenig von der Erkrankung beeinträchtigt wird. Wir haben fünf Punkte zusammengestellt, die Sie unbedingt über die Therapie der Acne inversa wissen sollten.

  1. Acne inversa ist nicht heilbar – kann aber behandelt werden
    Acne inversa ist eine chronische Erkrankung und kann nicht geheilt werden. Es gibt jedoch unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung. Werden Sie aktiv und machen Sie sich schlau darüber, welche unterschiedlichen Therapien es gibt und welche in ihrem Fall infrage kommen. Acne inversa wird Sie zwar wahrscheinlich ein Leben lang begleiten, Sie können jedoch aktiv werden und viel dazu beitragen, damit die Erkrankung nicht Ihr Leben bestimmt.
  2. Acne inversa sollte frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden
    Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend dafür, dass die belastenden Folgen von Acne inversa kontrolliert werden können. In vielen Fällen ist Acne inversa fortschreitend. Das bedeutet, die Beschwerden treten immer wieder auf und verstärken sich mit der Zeit. Die wiederkehrenden Entzündungen können zu Fistel- oder Narbenbildungen führen. Mit einer frühzeitigen Therapie kann es gelingen, dem Fortschreiten der chronischen Hauterkrankung entgegenzuwirken. Nur wenn Sie wissen, dass es sich bei Ihren Beschwerden um Acne inversa handelt, können Sie eine passende Behandlung erhalten.
  3. Acne inversa: Behandlung durch einen spezialisierten Hautarzt
    Acne inversa wird von Hautärzten (Dermatologen) diagnostiziert und behandelt. Es ist jedoch wichtig, dass Sie mit der Erkrankung – oder dem Verdacht darauf – von einem Hautarzt betreut werden, der sich auf Acne inversa spezialisiert hat. Acne-inversa-Spezialisten kennen alle Facetten der Erkrankung und auch sämtliche Therapieformen. Einige Kliniken verfügen über Acne-inversa-Zentren oder bieten Acne-inversa-Sprechstunden an. Dort sind die Ärzte auf die medizinische Betreuung von Menschen mit der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung spezialisiert.
  4. Die Acne-inversa-Therapie wird individuell gewählt
    Welche Behandlung geeignet ist, wird individuell entschieden. Dabei wird unter anderem die Schwere der Erkrankung berücksichtigt, zu welchen Beschwerden sie führt und welche Körperbereiche betroffen sind. Neben der Acne-inversa-Therapie an sich kann auch eine psychologische Unterstützung sinnvoll sein. Die chronische Hauterkrankung ist häufig auch psychisch sehr belastend. Wenn Sie bemerken, dass die Acne inversa beginnt, Ihr ganzes Leben zu bestimmen, oder Sie sogar Anzeichen einer Depression feststellen, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Er kann Sie beraten, ob eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll ist.
  5. Behandlungsmöglichkeiten: Medikamente und Operationen
    Grundsätzlich kann Acne inversa mit Medikamenten oder operativ behandelt werden. Ziel der medikamentösen Therapie ist es, die Entzündung bzw. den Krankheitsprozess einzudämmen und das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Auf diese Weise kann es gelingen, Operationen zu vermeiden. Antibiotika werden eingesetzt, um die Entzündung zu verringern. Oft heilen die Hautveränderungen dadurch jedoch nicht komplett ab. Biologika können den Entzündungsprozess langfristig unterbrechen. Bei Fistel- oder ausgeprägter Narbenbildung sowie bei bereits geschädigtem Gewebe ist häufig eine Operation notwendig. Operationen und Medikamente werden manchmal auch in Kombination eingesetzt.