9. Januar 2019

Acne inversa: Entzündung schlägt aufs Gemüt

Menschen mit Acne inversa (Akne inversa) haben ein erhöhtes Risiko, auch andere Erkrankungen zu bekommen. Zu diesen sogenannten Begleiterkrankungen zählt Depression. Doch nicht nur bei Acne inversa, sondern auch bei anderen chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte treten Depressionen gehäuft auf. Wissenschaftler konnten zeigen, dass es wahrscheinlich einen Zusammenhang zwischen der Entzündung in der Haut und der seelischen Verfassung gibt. Bei Acne inversa kommt es zu einer Fehlleitung des Immunsystems und es werden vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet. Diese spielen auch eine Rolle bei Prozessen im Gehirn und können eine Depression fördern. Doch auch umgekehrt scheint eine Depression ungünstige Auswirkungen auf die Entzündung in der Haut zu haben. Zielt eine Behandlung wiederum auf Botenstoffe im Entzündungsprozess der Haut, kann sich dies auch positiv auf die Begleiterkrankungen wie Depression auswirken.

Bei Acne inversa Haut und Psyche behandeln

Der Zusammenhang zwischen Hautentzündung und Depression zeigt, wie wichtig es ist, bei Acne inversa auf mögliche psychische Beschwerden zu achten. Eine Depression kann in Zusammenhang mit der Entzündung stehen und nicht nur eine Folge von Belastungen durch die Acne inversa sein. Auch bei der Behandlung sollten sowohl die körperlichen als auch die seelischen Folgen der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung berücksichtigt werden. Wenden Sie sich an einen Hautarzt, der sich auf Acne inversa spezialisiert hat, oder an eine Klinik, die über ein Acne-inversa-Zentrum bzw. eine Acne-inversa-Ambulanz verfügt. Gemeinsam mit einem Experten können Sie die für Sie passende Therapie finden. Wenn Sie bei sich Anzeichen einer Depression feststellen, sollten Sie das in jedem Fall ernst nehmen. Eine Depression ist eine Erkrankung, bei der in der Regel eine psychotherapeutische Behandlung empfehlenswert ist.

Zeichen einer Depression erkennen

Es gibt Anzeichen, an denen Sie erkennen können, ob Sie womöglich eine Depression haben. Dazu zählt eine niedergeschlagene, gedrückte Stimmung. Häufig zeigt sich zudem ein Antriebsmangel. Das bedeutet zum Beispiel, dass es plötzlich sehr schwerfällt, ganz normale Aufgaben des Alltags zu erledigen. Auch Interessenverlust kann durch eine Depression verursacht werden: Dinge oder Tätigkeiten, die immer wichtig und angenehm waren, bereiten plötzlich keine Freude mehr. Wenn Sie über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen mögliche Anzeichen einer Depression bei sich feststellen, ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber sprechen oder sich direkt an einen Psychotherapeuten wenden.