6. September 2017

Bleiben Sie aktiv!

Um das Wohl des Betroffenen besorgt sein und sich selbst hintenanstellen oder sich als Parkinsonerkrankter zurücknehmen, um keine Last zu sein – in einem gemeinsamen Leben mit Parkinson passiert das schnell. Hobbys, Freizeitaktivitäten und Bewegung im Alltag bleiben dabei womöglich auf der Strecke.

Lassen Sie es dazu nicht kommen! Ein aktives Leben trägt dazu bei, gesund zu bleiben und stärkt für die täglichen Aufgaben. Wenn Angehörige fit sind, können sie am besten unterstützen. Damit ist es auch für Betroffene ein Pluspunkt, wenn die ihnen nahestehenden Menschen ausreichend auf sich achten und sich bewusst Zeit für Bewegung und Sport einräumen. Zugleich benötigen auch Menschen mit Parkinson im Rahmen ihrer Möglichkeiten ausreichend Bewegung. Körperliche Aktivität hilft, den Auswirkungen der Erkrankung etwas entgegenzusetzen.

Um bewegt zu leben, können beide gemeinsam nach Lösungen suchen. Was spricht dagegen, einmal etwas Neues auszuprobieren, zum Beispiel einen Tanzkurs zu besuchen? Oder auf eine Sportart wie Nordic Walking umzusatteln, die auch zu zweit gut umsetzbar ist? Vieles lässt sich auch bei einem unterschiedlichen Pensum verbinden: Vielleicht ruht sich der weniger belastbare Partner beim Spaziergang eine Weile auf einer Bank aus, während der andere in zügigem Tempo ein Stück weitergeht, zurückkehrt – und beide die Runde zusammen fortsetzen. Oder sie verbinden an einem Ort unterschiedliche Aktivitäten: Einer ist in der Therapiestunde, der andere nutzt währenddessen den Fitnessraum des Physiotherapeuten; einer macht Wassergymnastik, der andere zieht im Schwimmerbereich nebenan seine Bahnen…