16. April 2020

Coronavirus: Wissenswertes für Parkinson-Betroffene und Angehörige

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) bestimmt momentan unseren Alltag und täglich gibt es eine Flut neuer Informationen zur Pandemie. Für Menschen mit Parkinson stellen sich zum Coronavirus viele Fragen, die speziell die Erkrankung betreffen. Denn Parkinson-Betroffene haben bei schweren Verläufen von Infektionskrankheiten oft mehr Komplikationen, zumal Lungenentzündungen auftreten können. Dies ist insbesondere der Fall, wenn bei einer fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung ohnehin Atem- oder Schluckstörungen vorliegen.

Bin ich Risikopatient? Welche Verhaltensweisen sind mit Parkinson nun wichtig? Was passiert mit meiner Parkinson-Therapie? Antworten auf viele dieser Fragen bietet die Deutsche Parkinson Vereinigung e. V. (dPV). Sie hat auf ihrem Internetportal verständliche Empfehlungen veröffentlicht, die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Parkinson und Movement Disorder Society (MDS) bezüglich der weltweiten Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) erstellt wurden.

Die Informationen zu Parkinson und dem Coronavirus der dPV finden Sie hier.

Wesentliche Schutzmaßnahmen und Empfehlungen

Der beste Schutz vor einer COVID-19-Infektion besteht darin, die Exposition gegenüber dem Coronavirus zu vermeiden. Parkinson-Patienten wird generell geraten, mit ihren Partnern zu Hause zu bleiben, und jeden direkten physikalischen (persönlichen) Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden. Ob Termine bei Ihrem niedergelassenen Neurologen stattfinden, können Sie telefonisch erfragen, auch wie die Versorgung mit Medikamenten oder Verordnungen geregelt wird. Arztpraxen und Apotheken bieten in der Regel kontaktarme Lösungen an. Informieren Sie sich!
Machen Sie normalerweise in der Gruppe Ihre Bewegungsübungen? Darauf müssen Sie nicht verzichten. Es gibt Anleitungen, um im häuslichen Bereich Übungen zu machen und sich fit zu halten. Diese finden sich ebenfalls in der Empfehlung der dPV.

Bleiben Sie in Kontakt

Abschließend lautet die Information: Bleiben Sie in dieser schwierigen Zeit mit Sorgen oder Ängsten nicht allein! Sprechen Sie über Ihre Gedanken mit den Menschen, mit denen Sie zusammenleben. Sie können sich auch mit Familienmitgliedern, Freunden oder Kontakten aus der Selbsthilfe austauschen. Telefonate, Kurznachrichtendienste, E-Mails oder Videochats sind Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben.
Das ist in der aktuellen Situation besonders wichtig.

Bei einem konkreten Verdacht, dass Sie sich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben könnten, nehmen Sie bitte umgehend telefonisch Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt auf. Wenn Sie sich zu COVID-19 informieren, greifen Sie auf glaubwürdige Quellen zurück. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Erkenntnisse und Empfehlungen zum neuen Coronavirus ändern sich derzeit schnell. Achten Sie daher darauf, dass die Angaben der Informationsquellen aktuell sind.