31. August 2015

Das Glück ist wie ein Schmetterling, …

… wenn du ihm nachjagst, fliegt es davon. Wir alle sind auf der Suche nach dem Glück. Meinen, es bewahren und einfangen zu können. Zu halten. Und allzu oft machen wir die äußeren Umstände oder andere Menschen verantwortlich dafür, wie wir uns fühlen. Wir haben oft Angst, etwas zu verpassen. Ansprüchen nicht zu genügen. Andere zu enttäuschen.
Die Psychologin und Glückswissenschaftlerin Sonja Lyubomirsky* fand heraus, dass unsere Lebenszufriedenheit zu 50 Prozent von unseren Genen beeinflusst wird. Ob Sonnenschein oder Miesepeternatur – zur Hälfte ist das vorherbestimmt. Weitere 10 Prozent (also ein recht kleiner Teil) wird durch Lebensereignisse bestimmt, die wir NICHT beeinflussen können. Lyubomirsky untersuchte neben zahlreichen Lottogewinnern auch Betroffene schwerer Unfälle vor und nach dem einschneidenden Ereignis – und stellte bei beiden Gruppen fest, dass deren Lebenszufriedenheit nach kurzer Zeit wieder auf das „Ausgangsniveau“ vor dem Geldsegen oder Unfall zurückkehrte.
Denn (und wer mitgerechnet hat, ahnt es bereits): 40 Prozent unserer Lebenszufriedenheit haben wir selbst in der Hand. Wir können sie durch unser Verhalten beeinflussen – ins Positive wie ins Negative.

Doch – wenn wir uns dabei aber unter Druck setzen, uns keine Pausen gönnen und uns ständig vergleichen, wird sich der Schmetterling niemals auf uns niederlassen.
Alle zwei Monate möchten wir Ihnen künftig an dieser Stelle Anregungen geben, wie Sie in Ihrem Alltag mit Parkinson die kleinen Momente des Glücks finden können. Mehr Infos rund um das kleine Glück finden Sie hier.

* Lyubomirsky, S.: Glücklich sein. Campus Verlag, 2013