14. August 2018

Deutscher Psoriasis Bund e. V. aktualisiert Patientenleitlinie

Bei der Therapie der Schuppenflechte hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Neue Medikamente sind dazugekommen und einige bewährte Behandlungen werden anders eingesetzt. In der im Dezember 2017 aktualisierten Behandlungsleitlinie für die Psoriasis vulgaris sind die neuen Therapien und Erkenntnisse berücksichtigt. Nun präsentiert der Deutsche Psoriasis Bund e. V. seine allgemeinverständliche Fassung der Leitlinie ebenfalls als aktualisierte Version. Autoren der 4. Auflage der Patientenleitlinie zur Behandlung der Schuppenflechte sind die Hautärzte Prof. Dr. med. Matthias Augustin, PD Dr. med. Andreas Körber, Prof. Dr. med. Ulrich Mrowietz und PD Dr. med. Thomas Rosenbach sowie Joachim Klaus, Joachim Koza und Hans-Detlev Kunz vom Deutschen Psoriasis Bund. Ziel des 40 Seiten umfassenden Heftes ist es, Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten für Laien gut verständlich verfügbar zu machen und Patienten zu helfen, partnerschaftlich und gemeinsam mit dem Arzt eine individuelle Therapie zu finden. „Es ist uns wichtig, die wesentlichen Informationen darzustellen und auf die Besonderheiten der in der Leitlinie aufgeführten Therapien der Psoriasis vulgaris aufmerksam zu machen“, betonen die Autoren. Ergänzend zur Psoriasis vulgaris enthält die Patientenleitlinie ein Kapitel mit Hinweisen zu weiteren Formen der Schuppenflechte, darunter Nagelpsoriasis, Schuppenflechte bei Kindern und Psoriasis-Arthritis. Die neue Patientenleitlinie kann kostenfrei beim Deutschen Psoriasis Bund e. V. bestellt oder heruntergeladen werden.

Orientierung bei der Schuppenflechte-Therapie

Behandlungsleitlinien sind der Wegweiser für Ärzte bei der Auswahl von Therapien. Sie werden auf Basis der jeweils neuesten verfügbaren wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse entwickelt. Ihr Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass jeder Patient die bestmögliche Therapie erhält. Die neue Patientenleitlinie zur Schuppenflechte wurde insbesondere um eine Reihe von Biologika ergänzt, die seit der letzten Fassung von 2011 zur Behandlung der Psoriasis zugelassen wurden. Darüber hinaus wird bei der Biologika-Behandlung nun zwischen der sogenannten Erst- und Zweitlinientherapie unterschieden: Früher wurden diese biotechnologisch hergestellten Wirkstoffe erst eingesetzt, wenn herkömmliche Therapien zur innerlichen Anwendung (Systemtherapie) nicht gewirkt haben oder nicht vertragen wurden (Zweitlinientherapie). Heute kann mit einigen Biologika bereits behandelt werden, ohne dass vorher eine andere systemische Therapie im Einsatz war (Erstlinientherapie).

Der Deutsche Psoriasis Bund e. V. ist die größte deutsche Patientenorganisation im Bereich Hauterkrankungen. Er setzt sich für die Belange von Menschen mit Schuppenflechte ein. Neben der Patientenleitlinie bietet er Informationsbroschüren, eine Mitgliederzeitschrift, Online-Informationen, medizinische und sozialrechtliche Beratung für Mitglieder sowie Informationsveranstaltungen. Die Regionalgruppen des Deutschen Psoriasis Bundes e. V. bieten in ganz Deutschland Austausch und Unterstützung vor Ort.