1. Dezember 2015

Gemeinsam zum Arzt

Wenn Sie Ihren mit Parkinson lebenden Partner oder Angehörigen zum Arzt begleiten, können Sie ihn nicht nur moralisch unterstützen und ihm auf dem Weg helfen. Sie können beispielsweise auch darauf achten, dass alle wichtigen Punkte beim Arztgespräch angesprochen und geklärt werden. Natürlich ist bei einem Arzttermin der Betroffene die Hauptperson. Als aufmerksamer Begleiter können Sie jedoch darauf achten, ob er alle wichtigen Punkte anspricht. Idealerweise haben Sie vorab gemeinsam eine Liste mit Ihren Fragen oder Beobachtungen vorbereitet. Im Termin können Sie die angesprochenen Punkte abhaken. Oder Sie notieren Stichpunkte aus dem Gespräch mit dem Arzt, damit sich der Betroffene ganz auf das Gespräch konzentrieren kann.

Achten Sie zudem mit darauf, ob die Ausführungen des Mediziners verständlich sind. Betroffene sind in dieser Situation schnell einmal aufgeregt oder fragen bei komplizierten Zusammenhängen nicht nach. Begleitpersonen sind oft ruhiger und können entsprechend besser nachhaken.

Für den Mediziner sind Sie auch eine wichtige Informationsquelle. Im gemeinsamen Alltag mit Ihrem Partner oder Ihrem Angehörigen sehen Sie genau, wann es ihm gut oder weniger gut geht. Sie können objektiver beurteilen, wie die Medikamente wirken, wie er schläft oder wo sich Veränderungen anbahnen. Wenn sich bei einem Arzttermin neue Aspekte ergeben, können Ihre Informationen ebenfalls hilfreich ein.

Suchen Sie darüber hinaus auch das Gespräch mit Experten wie dem behandelnden Physiotherapeuten oder der Logopädin. Wenn Sie wissen, was Ihr Partner oder Angehöriger zu Hause üben soll, können Sie ihn dabei unterstützen. Oder Sie können mit darauf achten, dass er den Empfehlungen des Therapeuten folgt und zum Beispiel im Alltag verstärkt auch seine linke Hand oder Körperseite einsetzt.