21. März 2018

Jetzt bewerben: RheumaPreis 2018

Die Ausschreibung des RheumaPreises jährt sich 2018 bereits zum 10. Mal. Berufstätige mit rheumatischen Erkrankungen und ihre Arbeitgeber sind eingeladen, sich bis zum 30. Juni 2018 für die Auszeichnung zu bewerben. Prämiert werden positive Beispiele für berufliche Integration von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Ziel des RheumaPreises ist es, zu mehr Offenheit im Umgang mit der Erkrankung zu ermutigen und über Rheuma am Arbeitsplatz aufzuklären. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Engagement von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Selbstständigkeit und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz mit rheumatischer Erkrankung zu fördern. Die eingehenden Bewerbungen werden von einer unabhängigen Jury geprüft, die diesjährigen Preisträger werden im Spätsommer bekannt gegeben. Details zum RheumaPreis sowie die Bewerbungsbedingungen sind online unter www.rheumapreis.de erhältlich.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitieren durch gelungene Integration

Die Preisträger der letzten Jahre zeigen, dass es in den unterschiedlichsten Berufsfeldern und mit ganz verschiedenen Maßnahmen möglich ist, die berufliche Integration von Menschen mit Rheuma zu unterstützen und ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu verhindern.

„Trotz Rheuma ist – fast – alles möglich! Das ist mein ,Schlachtruf‘, und er bestätigt sich in meinem Alltag immer wieder.“

Franziska Kleinmagd und ihr Arbeitgeber, die BASF, erhielten 2011 den Rheumapreis. Bei ihrer Ausbildung zur Mechatronikerin in Kombination mit einem Maschinenbaustudium ging die junge Frau von Anfang an offen mit ihrer Psoriasis-Arthritis um. Flexible Arbeitszeitregelungen und die Möglichkeit, Theoriepausen einzulegen, erschlossen ihr eine gute berufliche Perspektive.

„Ich bin ein sehr geradliniger Typ. Es war mir wichtig, ehrlich zu sein und offen anzusprechen, was ich leisten kann und was nicht. Wenn ich daraufhin nicht eingestellt werde, dann ist das auch nicht der richtige Arbeitgeber für mich.“

2013 zählten Matthias Wiesner und die Max-Planck-Gesellschaft zu den Preisträgern des RheumaPreises. Die Diagnose Morbus Bechterew zwang den Steinmetz und Bildhauer zu einer beruflichen Umorientierung. Eine Umschulung eröffnete ihm neue Perspektiven. Als Mediengestalter hat er bei der Max-Planck-Gesellschaft einen Arbeitsplatz mit internationalem Umfeld und vielfältigen Aufgaben gefunden.

„Mein Arbeitgeber und ich haben bei Problemen immer gemeinsam eine Lösung gefunden, mit der wir alle gut zurechtkommen.“

Lisa Nysen und ihr Arbeitgeber Meyer logistics freuten sich 2015 über die Auszeichnung mit dem RheumaPreis. Die rheumatoide Arthritis der Speditionskauffrau hält auch Herausforderungen im Arbeitsalltag in der Personalabteilung bereit. Zu den Maßnahmen, die ihr bei der vollen Entfaltung ihrer beruflichen Fähigkeiten helfen, zählt ein eigens für sie eingerichtetes rheumagerechtes Büro mit auf sie zugeschnittenen Hilfsmitteln.

„Ich habe sozusagen meinen Traumjob gefunden und bin in der glücklichen Lage, einen verständnisvollen Vorgesetzten und ein kollegiales Team um mich zu haben.“

Juliane Rikirsch und die XUITS GmbH waren 2017 unter den Preisträgern. Bereits im Alter von 10 Jahren an Kinderrheuma erkrankt, lässt die Modedesignerin sich von ihren beruflichen Plänen nicht abbringen. Dank einer Reduzierung der Wochenstunden kann sie als Fachberaterin für Herrenmaßkonfektionen ihre Stärken am abwechslungsreichen Arbeitsplatz voll einbringen.