1. Oktober 2015

Kleine Pausen – große Wirkung

Im Zusammenleben mit einem an Parkinson erkrankten Partner oder Angehörigen stehen die eigenen Bedürfnisse manchmal hinten an. Doch es ist wichtig, auch an sich selbst zu denken – und zum Beispiel in kleinen Entspannungsmomenten neue Kraft zu schöpfen.

In einem Alltag voller Pflichten und Termine ist das nicht immer leicht. Aber es ist möglich! Machen Sie sich zunächst bewusst, dass Sie auf kleine Auszeiten achten möchten. Dann können Sie Erinnerungen an zentralen Stellen anbringen, etwa einen Zettel an der Kühlschranktür oder am Badezimmerspiegel. Als persönliche Notiz können Sie darauf festhalten: „Habe ich heute schon an mich gedacht?“ oder „Pausen geben Kraft!“.

Bewährt hat sich zudem, es nicht darauf ankommen zu lassen, ob irgendwann eine Pause möglich ist, sondern sie gezielt einzuplanen. Überlegen Sie am besten schon am Vorabend oder morgens, wann ein Moment der Ruhe in den Tag passt.

Darüber hinaus sind kleine Rituale hilfreich. Sich Zeit für eine gute Tasse Kaffee oder Tee zu nehmen oder einen kurzen Spaziergang einzuplanen, sind nur zwei mögliche Beispiele. Auch angenehme Aufgaben wie Blumen gießen können entspannen. Nehmen Sie zudem aufmerksam schöne Eindrücke wahr, etwa eine harmonische Musik oder den Duft einer leckeren Speise. Bewusster Genuss hilft, abzuschalten und Energie zu tanken.

Sich kurz ausklinken, eine Pause machen und entspannen – innehalten geht auch gemeinsam! Nehmen Sie Ihren Partner oder Angehörigen zum Beispiel für einen Augenblick bewusst in den Arm. Oder betrachten Sie zusammen das Farbenspiel der untergehenden Sonne am Herbsthimmel. Ebenso erholsam ist es, sich gemeinsam an ein schönes Erlebnis zu erinnern oder sich und dem anderen positive Empfindungen wie das Gefühl wärmender Sonne auf der Haut zu beschreiben.