28. März 2017

Medikamente und Operationen: Wahl der Acne-inversa-Therapie

Für Acne inversa stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Medikamente und Operationen sind die wichtigsten Formen der Therapie. Wann welche Behandlung die passende ist, entscheidet der behandelnde Hautarzt individuell. Bei der Auswahl der Therapie kommt es darauf an, wie schwer die Erkrankung ist, an welchen Körperregionen sich die Hautveränderungen zeigen und welche Beschwerden auftreten. Acne inversa verläuft in vielen Fällen fortschreitend, die mit entzündlichen Veränderungen der Haut beginnt. Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu Abszessen, Fisteln, Gewebeschädigungen und Narbenbildung. Während entzündliche Hautveränderungen mit Medikamenten behandelt werden können, muss bei den schwereren Beschwerden, unter anderem bei Fisteln, in der Regel operiert werden. Mit einer frühzeitigen Diagnose Behandlung und Behandlung der Acne inversa kann es gelingen, die Erkrankung aufzuhalten, sodass gegebenenfalls weniger, kleinere oder im besten Fall sogar gar keine Operationen notwendig sind.

Medikamentöse Therapie der Acne inversa: Antibiotika und Biologika

Mit Antibiotika wird gegen Bakterien vorgegangen, die sich in den Hautveränderungen angesiedelt haben. Die Entzündung der Hautveränderungen kann sich durch Antibiotika bessern. Sie verschwindet in der Regel jedoch nicht vollständig. Biologika greifen gezielt in das fehlgeleitete Immunsystem bei Acne inversa ein und unterbrechen so den Entzündungsprozess. Wurde mit anderen Medikamenten keine ausreichende Wirkung erzielt, kann es mit Biologika gelingen, die Entzündung langfristig zu kontrollieren. Antibiotika und Biologika können zudem auch gemeinsam eingesetzt werden. Ein weiterer Einsatzbereich von Medikamenten bei Acne inversa ist vor Operationen. Mit Antibiotika oder Biologika wird dann versucht, die Entzündung zum Rückgang zu bringen.

Abszesse, Fisteln, Narben: Operationen bei Acne inversa

Kommt es bei Acne inversa zu Abszessen, kann eine Abszessspaltung kurzfristig zu einer Besserung führen. Der Abszess wird geöffnet, der Eiter kann abfließen und die Schmerzen lassen nach. Die Beschwerden kehren jedoch wieder. Ist es durch die Acne inversa zu Fisteln, Narbensträngen, geschädigtem Gewebe oder dem Verdacht auf Hautkrebs gekommen, wird eine Operation notwendig. Das erkrankte Gewebe wird dabei entfernt.
Welche Behandlung passt zu mir? Wie funktioniert die Therapie? Welches Ziel hat die Behandlung und wann ist eine Wirkung zu erwarten? Um die individuell passende Behandlung bei Acne inversa zu finden, sollten diese und weitere Fragen zur Therapie mit dem behandelnden Hautarzt genau erörtert werden. So kann es gelingen, den Behandlungsweg zu finden, mit dem sich die Erkrankung möglichst gut kontrollieren lässt.

Quelle: Bechara FG, Hessam S. Acne inversa/Hidradenitis suppurativa. Ständig entzündliche Knoten und Abszesse in Achsel und Leiste. MMW Fortschritte der Medizin 2016; 158: 52–53.