6. Oktober 2020

RS-Virus: 5 Tipps zur Vorsorge

Von November bis April ist das Respiratorische Synzytial-Virus (RS-Virus) vermehrt im Umlauf. Häufig ist eine Infektion mit diesem Verursacher von Atemwegserkrankungen nicht von einer gewöhnlichen Erkältung zu unterscheiden. Einige Kinder haben jedoch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Das trifft insbesondere auf Frühgeborene sowie Kinder mit Lungenerkrankungen oder mit bedeutsamen angeborenen Herzfehlern zu. Eltern von Babys und Kleinkindern mit einem erhöhten Risiko sollten sich daher über die Möglichkeiten zur Vorsorge gut informieren. Oft sind es bereits einfache und leicht umsetzbare Maßnahmen, die das Infektionsrisiko mit dem RS-Virus senken können. Lesen Sie unsere fünf Tipps zur Vorsorge und erfahren Sie, was Sie zum Schutz Ihres Kindes tun können.

1. Das Risiko einschätzen

Zählt mein Kind zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem RS-Virus? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Am besten beantworten kann dies der behandelnde Kinderarzt. Darüber hinaus kann er beraten, ob besondere Vorsorgemaßnahmen für Ihr Kind empfehlenswert sind. Frühgeburt, Vorerkrankungen oder Faktoren aus dem Umfeld des Babys können zum Risiko beitragen. Nutzen Sie die RSV-Checkliste für das Arztgespräch, um gemeinsam mit Ihrem Kinderarzt das Thema RS-Virus zu besprechen.

2. Auf Hygiene achten

Einer der Übertragungswege des RS-Virus ist die Kontaktinfektion. Das bedeutet, der Erreger kann über Berührung weitergegeben werden. Steckt das Kind dann seine Finger in den Mund oder berührt es sein Gesicht, kann das Virus in Mund oder Nase gelangen. Auch auf Oberflächen kann das RS-Virus eine Zeit lang überleben und ansteckend bleiben. Hygiene zählt daher zu den wichtigen Schutzvorkehrungen. Alle Menschen, die das Kind berühren, sollten zunächst gründlich ihre Hände waschen. Gegenstände, etwa Spielzeug oder das Fläschchen, sowie Oberflächen sollten regelmäßig gereinigt werden.

3. Erkältungen fernhalten

Ein weiterer Übertragungsweg des RS-Virus ist die Tröpfcheninfektion. Wenn ein infizierter Mensch zum Beispiel hustet oder niest, können kleinste infektiöse Partikel in der Luft zu einer Übertragung führen. Gerade in der Erkältungszeit ist es daher empfehlenswert, dass Sie mit Ihrem Kind Orte mit vielen Menschen meiden. Haben in Ihrem direkten Umfeld Personen eine Erkältung, zum Beispiel Geschwister oder Oma und Opa, sollten auch sie besser auf Abstand zu dem Baby gehen und Spielen oder Kuscheln vermeiden.

4. Für reine Luft sorgen

Rauchen schadet der Gesundheit, auch das Passivrauchen – das ist allgemein bekannt. Trotzdem greifen nach wie vor Menschen zur Zigarette. Dass Kinder Zigarettenrauch nicht ausgesetzt werden, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch Passivrauchen zählt auch zu den Risikofaktoren, welche Kinder empfänglicher für eine Infektion mit dem RS-Virus machen. Achten Sie daher penibel darauf, dass Ihr Kind sich stets in einem rauchfreien Umfeld aufhält, um das Risiko für eine RS-Virusinfektion nicht unnötig zu fördern.

5. Passive Immunisierung

Hygiene und das Umfeld Ihres Kindes sind wichtige Aspekte, um einer Infektion Ihres Kindes mit dem RS-Virus vorzubeugen. Darüber hinaus gibt es eine weitere Möglichkeit zur RSV-Prophylaxe, die für Babys und Kleinkinder mit einem erhöhten Risiko infrage kommen kann: die sogenannte passive Immunisierung. Bei dieser speziellen Schutzmaßnahme unterstützen Antikörper bei der Abwehr des RS-Virus. Beraten, ob eine passive Immunisierung eine Möglichkeit für Ihr Kind ist, kann der behandelnde Kinderarzt.