8. März 2018

Schuppenflechte: Fünf häufige Fragen zur Therapie

Psoriasis zählt zu den chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Mit einer wirksamen, frühzeitigen und kontinuierlichen Behandlung kann es gelingen, die körperlichen und psychosozialen Folgen der Erkrankung zu kontrollieren. Die Therapie wird individuell entsprechend der persönlichen Gegebenheiten und dem Schweregrad der Erkrankung ausgewählt. Zu den Behandlungszielen zählen das Abheilen der Plaques sowie das Verhindern von neuen Schüben und von Einschränkungen der Lebensqualität durch die Psoriasis. Ist die Diagnose gestellt, gilt es, gemeinsam mit dem behandelnden Hautarzt die passende Behandlungsform zu finden. Auf dem Weg dahin ist es wichtig, dass Sie gut über Ihre unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten informiert sind. Auf diese Weise können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt die Behandlungsentscheidung tragen. Hier finden Sie Antworten auf fünf häufige Fragen zur Behandlung der Schuppenflechte.

  1. Ist Schuppenflechte heilbar?
    Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Chronisch bedeutet, dass sie nicht heilbar ist. Es gibt jedoch eine Reihe von wirksamen Behandlungsmöglichkeiten. Mit der passenden Therapie kann es gelingen, die Erkrankung langfristig und effektiv unter Kontrolle zu bringen.
  2. Wann werden äußerliche (topische) und wann innerliche (systemische) Medikamente angewendet?
    Ob eine äußerliche oder innerliche Behandlung infrage kommt, hängt in erster Linie davon ab, wie schwer die Schuppenflechte ausgeprägt ist. Bei leichten Formen wird in der Regel mit topischen Medikamenten, zum Beispiel in Form von Cremes oder Salben, behandelt. Ist die Erkrankung mittelschwer bis schwer ausgeprägt, kommen innerliche Medikamente sowie Fototherapie zum Einsatz. Einige Behandlungsmöglichkeiten können auch kombiniert werden. Unabhängig vom Schweregrad und von der gewählten Therapie ist eine gründliche Hautpflege fester Bestandteil der Behandlung.
  3. Wirken Medikamente nur in der Haut?
    Die Wirkweise der einzelnen Medikamente ist unterschiedlich. Äußerlich angewandte Arzneimittel werden auf die Hautveränderungen bzw. die Entzündung aufgetragen. Der Krankheitsprozess der Schuppenflechte spielt sich jedoch nicht nur dort ab. Es kommt zu einer Fehlleitung des Immunsystems, die sich auf den ganzen Körper auswirken kann. Psoriasis wird daher auch als systemische Erkrankung bezeichnet. Systemische Medikamente greifen von innen in den Krankheitsprozess ein, indem Sie auf das Immunsystem einwirken. Biologika zum Beispiel blockieren bestimmte Botenstoffe und unterbrechen so den Entzündungsprozess. Einige von ihnen wirken daher auch bei Psoriasis-Arthritis.
  4. Müssen erst alle anderen Medikamente ausprobiert werden, bevor mit Biologika behandelt wird?
    Mit Biologika kann die mittelschwere bis schwere Schuppenflechte behandelt werden. Einige dieser Wirkstoffe sind für die sogenannte Zweitlinientherapie zugelassen. Das bedeutet, sie dürfen erst eingesetzt werden, wenn konventionelle systemische Therapien, z. B. Immunsuppressiva, nicht gewirkt haben, nicht vertragen wurden oder aus bestimmten Gründen nicht angewendet werden dürfen. Zwei Biologika sind bei Schuppenflechte für die sogenannte Erstlinientherapie zugelassen. Mit ihnen kann behandelt werden, ohne dass vorher eine andere systemische Therapie angewendet wurde.
  5. Was kann ich selbst tun, um die Therapie zu unterstützen?
    Zunächst ist es wichtig, gemeinsam mit dem Hautarzt die individuell passende Therapie zu finden. Für den Erfolg einer Behandlung ist auch Ihre Mitarbeit wichtig. Nur Sie können Sorge tragen, dass die Therapie gewissenhaft umgesetzt wird. Darüber hinaus haben Sie mit einem bewussten Lebensstil die Möglichkeit, selbst positiv auf die Schuppenflechte und auch auf das Risiko für Begleiterkrankungen einzuwirken. Dazu zählen eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Sport und Bewegung sowie gezielte Maßnahmen zur Stressbewältigung.