24. September 2015

Das bekommt der Leber – gut verträgliche Lebensmittel und leckere Rezepte (Teil 1)

Eine spezielle Diät für Menschen mit Hepatitis C gibt es nicht. Mit der richtigen Ernährung können Sie die Leber jedoch bei ihrer Arbeit entlasten und damit positiv auf Ihren Zustand einwirken. In unserer Serie „Das bekommt der Leber: gut verträgliche Lebensmittel und leckere Rezepte“ erfahren Sie, was eine ausgewogene Ernährung ausmacht. Außerdem haben wir einige Rezeptideen für Sie zusammengestellt.

Leberschonkost war gestern

Früher galten bei Erkrankungen der Leber strikte Diätempfehlungen. Die Nahrung sollte einen niedrigen Fett- und Eiweißgehalt haben, aber reich an Kohlehydraten sein. Das führte zwangsläufig zu einer recht eingeschränkten Lebensmittelauswahl. Da diese Diäten außerdem keinen nachgewiesenen Nutzen für die Betroffenen brachten, gelten sie mittlerweile als überholt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei Lebererkrankungen heute eine leichte Vollkost. Auf Basis des Ernährungskreises, den wir Ihnen im zweiten Teil unserer Reihe näher vorstellen möchten, rät die DGE zu einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Vollkost, die gleichzeitig leicht und bekömmlich ist.

Vollkost und leichte Vollkost

Eine vollwertige Ernährung greift auf das Angebot der gesamten Lebensmittelpalette zurück. Die abwechslungsreiche Kost stellt so eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen sicher und deckt den Kalorienbedarf. Diesem Ansatz folgt auch die leichte Vollkost. Zur Entlastung der Verdauungsorgane wird hier allerdings auf Lebensmittel verzichtet, die erfahrungsgemäß schwer bekömmlich sind. Das sind zum einen sehr saure, süße, salzige, stark gewürzte oder scharfe Speisen. Zum anderen werden auch blähende Gemüsearten wie beispielsweise Zwiebel, Bohnen oder Kohlgemüse gemieden. Da nicht jedem Menschen alle Lebensmittel gleich gut bekommen, gilt es dabei natürlich auch, individuelle Unverträglichkeiten zu berücksichtigen. Der Speiseplan sollte also abwechslungsreich, vielfältig und gleichzeitig auf die individuellen Verträglichkeiten abgestimmt sein. Grundsätzlich gilt: Strikte Verbote gibt es nicht. Alles, was schmeckt und gut bekommt, ist auch erlaubt, wobei jedoch immer auch die Menge entscheidend ist. Auf Alkohol sollte allerdings ganz verzichtet werden.

Im zweiten Teil unserer Reihe möchten wir Ihnen das Prinzip des Ernährungskreises genauer vorstellen.