11. November 2015

Rheuma bei Kindern und Jugendlichen – Erfolgreich behandeln (Teil 3)

Steht die Diagnose juvenile idiopathische Arthritis (JIA) fest, sollten Sie keine Zeit verlieren. Je eher die JIA behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bleibende Schäden verhindert werden und die Erkrankung zur Ruhe gebracht werden kann. Mehr über die Fortschritte der JIA-Therapie erfahren Sie im dritten Teil unserer Reihe „Rheuma bei Kindern und Jugendlichen“.

Nicht heil-, aber gut behandelbar

JIA ist bis heute nicht heilbar. Moderne Therapien ermöglichen es betroffenen Kindern und Jugendlichen heute jedoch, die Erkrankung zu beherrschen und ihr Leben aktiv zu gestalten. Voraussetzung für einen möglichst großen Behandlungserfolg ist dabei, die Therapie möglichst konsequent zu befolgen. Diese besteht nicht aus einer Behandlungsmethode allein, sondern setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: der medikamentösen Behandlung, der Physio- und Ergotherapie sowie der psychosozialen Betreuung der betroffenen Kinder und ihrer Familien. Bei seltenen Fällen sind auch Operationen nötig. Diese können dabei helfen, weitere Schäden zu vermeiden oder die Funktion der Gelenke wiederherzustellen.

Große Fortschritte in der JIA-Therapie

Die Fortschritte bei der Therapie der JIA waren unter anderem Thema des 43. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) 2015 in Bremen. So stellte Professor Dr. med. Hans-Iko Huppertz, Tagungspräsident für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) und Klinikdirektor der Prof.-Hess-Kinderklinik in Bremen, bereits im Vorfeld des Kongresses fest, dass der immer frühere und häufigere Einsatz von Rheumatherapien die Behandlungserfolge bei JIA positiv beeinflusse: „Kein rheumakrankes Kind muss heute noch fürchten, dauerhaft nicht am Sportunterricht teilnehmen zu dürfen oder gar auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein.“ Auch sei es immer öfter möglich, die Medikamente nach erfolgreicher Behandlung bei Beschwerdefreiheit der Betroffenen zu reduzieren, in einigen Fällen sogar ganz abzusetzen. Besonders gut stünden die Voraussetzungen, wenn frühzeitig mit einer Therapie begonnen würde, so Huppertz.

Weiteres Thema auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) war unter anderem auch der Impfschutz von Kindern und Jugendlichen mit JIA. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Teil unserer Reihe.