14. Juni 2015

Urlaub und Hepatitis C – Tipps für eine entspannte Reise (Teil 3)

Aus Vorfreude wird Reisefieber: Ihr Urlaubsziel liegt vor Ihnen und wartet nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Mit einigen einfachen Tricks können Sie sich vor Ort optimal vor möglichen Infektionen schützen. Wir verraten Ihnen im dritten Teil unserer Reise-Serie, worauf Sie besonders achten sollten.

Hepatitis A: „Cook it, boil it, peel it – or forget it!“

Verschiedene Hepatitis-Viren haben unterschiedliche Infektionswege. So wird Hepatitis A hauptsächlich durch verunreinigtes Trinkwasser sowie Nahrungsmittel und Schmierinfektionen übertragen. Sowohl die Beherzigung der einfachen Regel „Cook it, boil it, peel it – or forget it!“ („Kochen, sieden, schälen – oder darauf verzichten!“) als auch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf das Trinkwasser (siehe auch Hepatitis E) sind wichtige Schritte zur Hepatitis-A-Prophylaxe. Darüber hinaus kann Hepatitis A auch durch engen sozialen Kontakt übertragen werden. Das betrifft neben dem Austausch von Gebrauchsgegenständen auch den Geschlechtsverkehr. Bestmöglichen Schutz bietet eine entsprechende Impfung.

Hepatitis B: nur Impfung schützt

Hepatitis B wird meist sexuell übertragen. Eine Infektion kann aber auch über verunreinigte Spritzen und Kanülen sowie bei Bluttransfusionen oder Tätowierungen erfolgen. Größtmöglichen Schutz vor einer Übertragung gewährleistet laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nur eine entsprechende Impfung.

Hepatitis C: Blut-zu-Blut-Übertragung

Gegen Hepatitis C gibt es bislang keinen Impfschutz. Das Virus ist weltweit verbreitet und wird ausschließlich über Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen. Um eine Infektion zu vermeiden, dürfen medizinische Eingriffe, Tätowierungen oder Piercings nach Aussage des Auswärtigen Amtes nur unter hygienisch einwandfreien Bedingungen erfolgen. Bluttransfusionen müssen entsprechend getestet sein. Eine gemeinsame Benutzung von Nagelscheren, Rasierapparaten und Zahnbürsten sollte vermieden werden. Bei Sexualkontakten schützen Kondome. Eine häufige Infektionsquelle ist auch das Teilen der Nadeln beim Drogengebrauch. Spritzbesteck oder Röhrchen sollten daher nicht gemeinsam benutzt werden. Das Gleiche gilt auch beim Aufziehen oder Aufbereiten von Drogen aus dem gleichen Gefäß oder vom gleichen Löffel.

Hepatitis E: Gefahrenquelle Trinkwasser

Da gegen das Hepatitis-E-Virus derzeit ebenfalls keine Impfung möglich ist, ist auch hier besondere Vorsicht geboten. Das Virus kommt weltweit vor. Größere Ausbrüche gab es nach Angaben des Auswärtigen Amtes in den vergangenen Jahren in Asien, Afrika, Mexiko und im Nahen Osten. Eine Infektion erfolgt in den meisten Fällen über verunreinigtes Trinkwasser. Um eine Übertragung von Hepatitis E zu vermeiden, sollte Trinkwasser in Risikogebieten daher abgekocht bzw. industriell aufbereitetes Wasser aus original verschlossenen Flaschen verwendet werden. Das gilt nicht nur für Wasser, das zum Verzehr bestimmt ist, sondern auch für Wasser, das zum Zähneputzen oder Ähnlichem verwendet wird. Auf Eis und Eiswürfel sollten Sie besser verzichten.

Quellen:

  1. www.bzga.de
  2. www.auswaertiges-amt.de
  3. AbbVie-Care_Merkblatt-Hepatitis-A.pdf
  4. AbbVie-Care_Merkblatt-Hepatitis-B.pdf
  5. AbbVie-Care_Merkblatt-Hepatitis-C.pdf
  6. AbbVie-Care_Merkblatt-Hepatitis-E.pdf
  7. www.auswaertiges-amt.de/Trinkwasser