14. Juli 2015

Reisen mit Schuppenflechte – Urlaubsziele, die der Haut guttun (Teil 4)

Die Liparischen Inseln, auch Äolische Inseln genannt, sind in vielerlei Hinsicht eine Reise wert. Menschen mit Schuppenflechte finden hier ideale Bedingungen, um auch der Haut die nötige Erholung zukommen zu lassen. Im vierten Teil unserer sechsteiligen Serie „Reisen mit Schuppenflechte: Urlaubsziele, die der Haut guttun“ möchten wir Ihnen die italienische Inselgruppe etwas genauer vorstellen.

Sieben Inseln und zwei Vulkane

Die sieben Inseln vor der Nordküste Siziliens sind ein echter Geheimtipp für Italienreisende. Vom Massentourismus sind sie bislang verschont geblieben. Die Liparischen Inseln zählen zu einer Kette von Vulkanen, die vom Vesuv bei Neapel bis hin zum Ätna auf Sizilien reicht. Alle sieben sind vulkanischen Ursprungs. Den Vulkanen hat die Inselgruppe auch ihren Weltnaturerbe-Titel zu verdanken. Neben der Hauptinsel Lipari sind Stromboli und Vulcano besonders beliebte Ausflugsziele. Hier lässt sich die Kraft der Vulkane hautnah erleben.

Ruhe, Salzwasser und Vulkanschlamm

Urlauber erwartet auf den Liparischen Inseln in erster Linie jede Menge Natur. Fernab vom Alltagsstress lässt es sich wunderbar entspannen und neue Energie tanken. So viel Erholung tut nicht nur der Psyche, sondern auch der Haut gut. Die Inselgruppe befindet sich im Tyrrhenischen Meer, einem Teil des Mittelmeeres. Das Salzwasser des Mittelmeeres und die Sonne Süditaliens können sich wohltuend auf die Symptome einer Schuppenflechte auswirken. Als Reisezeit sind besonders die stabilen Wetterlagen im Frühjahr und Herbst zu empfehlen. Die Temperaturen sind dann meist gemäßigt und angenehm.
Ein echter Höhepunkt, nicht nur für Menschen mit Schuppenflechte, dürfte ein Besuch der Insel Vulcano sein. Hier befindet sich ein See mit Schwefelschlammbädern, der von unterirdischen Fumarolen, also Dampfaustrittsstellen, des Vulkans Grande Fossa gespeist wird. Durch die Schwefeldämpfe des Vulkans wird das Meerwasser im Schlammbecken beständig angereichert und mineralisiert. Das wiederum verleiht dem Wasser eine thermale Wirkung und lässt stark schwefelhaltigen Schlamm entstehen. Die Heilkraft dieses Schwefelwassers setzten bereits die Römer gegen Haut- und Gelenkerkrankungen ein.

Vulkanschlamm als Therapie

Auch der ortsansässige Arzt Dr. Alfredo Basile ist von der Heilwirkung überzeugt. Er empfiehlt ein Bad im Schlammtümpel vor allem bei Schuppenflechte: „Bei den Hauterkrankungen haben wir bei der Schuppenflechte bisher die deutlichsten Erfolge erzielt.“ Für ihn ist der Schlamm auf Vulcano eine Therapieanwendung, die er individuell auf die Bedürfnisse seiner Patienten abstimmt.

Ähnliche geologische Voraussetzungen, die im Ruf stehen, sich positiv auf die Schuppenflechte auszuwirken, finden sich unter anderem übrigens auch auf der italienischen Vulkaninsel Ischia sowie in der Blauen Lagune auf Island.

Der nächste Teil unserer Reihe „Reisen mit Schuppenflechte: Urlaubsziele, die der Haut guttun“ steht ganz im Zeichen des Toten Meeres.