13. April 2016

Bewegungstipp Wandern – Fit durch den Frühling (Teil 1)

Der graue Winter ist vorbei und der Frühling erwacht. Sonnige Tage und wärmere Temperaturen machen wieder Lust auf Bewegung. Jetzt ist die richtige Jahreszeit für einen Wanderausflug. In unserer neuen Serie „Bewegungstipp Wandern“ lesen Sie, warum diese Sportart für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen so gut geeignet ist und was es dabei zu beachten gibt.
Außerdem stellen wir Ihnen Wanderrouten für verschiedene Ansprüche vor. Im ersten Teil unserer Reihe erfahren Sie, warum Sie auch mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung nicht aufs Wandern verzichten müssen.

Bewegung hält beweglich

Wer rastet, der rostet: Dieses Sprichwort kennt beinahe jeder. Für Menschen mit Rheuma trifft es in besonderem Maße zu. Denn durch gezielte Bewegung können Sie betroffene Gelenke beweglich halten und einer eventuellen Versteifung vorbeugen. Entzündete Gelenke sollten zwar nicht über Gebühr belastet, wohl aber weiter bewegt werden. Knochen, Muskulatur, Knorpel, Kapselstrukturen, Sehnen und Bänder können durch die Entzündungsprozesse geschwächt werden. Die Folge können Störungen des Bewegungsapparates sein, die möglicherweise zu einer Einschränkung der Beweglichkeit und damit der Lebensqualität von Betroffenen führen. Um solchen Folgeschäden vorzubeugen, ist es wichtig, den gesamten Bewegungsapparat zu kräftigen und beweglich zu halten.

Gewicht im Griff

Gemeinsam mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung kann regelmäßige Bewegung auch dabei helfen, das Gewicht zu halten oder überschüssige Pfunde zu verlieren. Davon profitieren Menschen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung in doppelter Hinsicht: Zum einen erhöht Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen, zum anderen belastet es die ohnehin stark beanspruchten Gelenke zusätzlich. Ein paar Kilo weniger auf der Waage können sich positiv auf die Beweglichkeit auswirken und zu einer Verminderung der Schmerzen beitragen.

Für den Körper, für die Seele

Doch Sport tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche gut. Gerade die Bewegung an der frischen Luft kann Ihnen dabei helfen, den Kopf wieder einmal so richtig freizubekommen und Stress abzubauen. Das eine oder andere Erfolgserlebnis beim Wandern kann das Selbstbewusstsein fördern und Ihnen dabei helfen, Ängste zu überwinden. Das sind Eigenschaften, von denen Sie auch im Umgang mit Ihrer Erkrankung profitieren können.

Im zweiten Teil unserer Reihe lesen Sie, warum Wandern für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen so gut geeignet ist.