18. Februar 2016

„Call to Action“ – 10-Punkte-Plan für die bessere Vereinbarkeit von Rheuma und Beruf (Teil 1)

Mit ihrem 10-Punkte-Plan „Call to Action“ setzt sich die Initiative RheumaPreis für eine bessere Integration von Menschen mit Rheuma in das Berufsleben ein. Die Forderungen, die die Initiative auf ihrer Website www.rheumapreis.de veröffentlichte, richten sich an Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Rheuma und Beruf zu verbessern.

Die Initiative RheumaPreis verleiht seit 2009 jährlich den RheumaPreis an Arbeitnehmer mit Rheuma und deren Arbeitgeber. Prämiert werden Projekte und Konzepte mit Vorbildcharakter, die zeigen, dass die Teilhabe am Arbeitsalltag auch mit einer chronisch-rheumatischen Erkrankung möglich ist.

Gewinn für Betroffene und Unternehmen

Für Menschen mit einer chronischen Erkrankung spielt der Erhalt ihrer Berufstätigkeit eine große Rolle. Eine geregelte Arbeit bedeutet für Betroffene nicht nur einen Gewinn an Sicherheit und Stabilität, sondern fördert gleichzeitig das Selbstbewusstsein. Vor dem Hintergrund von Demografiewandel und Fachkräftemangel ist die bessere Vereinbarkeit von Rheuma und Beruf jedoch nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Unternehmen ein großer Gewinn. Der Erhalt des Arbeitsplatzes mit einer chronisch-rheumatischen Erkrankung ist jedoch keine Selbstverständlichkeit: Rund 5 Prozent der Berufstätigen mit Rheuma geben ihren Arbeitsplatz bereits im ersten Jahr ihrer Erkrankung auf. Nach drei Jahren sind es rund 20 Prozent. Dabei können Produktivität und Selbstständigkeit am Arbeitsplatz in vielen Fällen erhalten werden.

„Call to Action“ soll neue Impulse setzen

Der 10-Punkte-Plan „Call to Action“ der Initiative RheumaPreis soll nun neue Impulse setzen. Zum einen sollen die Bedingungen für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Berufsalltag dauerhaft verbessert werden. Zum anderen soll auch ein gesellschaftliches Umdenken zum Thema Rheuma und Beruf stattfinden. Dafür müssen „bereits bei der Personalsuche in Unternehmen Barrieren im Kopf überwunden werden“, erklärt Ludwig Hammel, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew und Partner der Initiative. Nicht die Erkrankung der Menschen soll im Vordergrund stehen, sondern ihr Potenzial. So ergänzt Prof. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga und seit Jahren aktiv für die Initiative RheumaPreis: „Ziel sollte es sein, den Fokus primär auf die Fähigkeiten und das Know-how von chronisch Erkrankten zu richten.“

Mehr zum Inhalt des 10-Punkte-Plans „Call to Action“ erfahren Sie in der Fortsetzung des Artikels. Ausführliche Informationen zur Initiative RheumaPreis finden Sie unter www.rheumapreis.de.

Mitglieder der Initiative RheumaPreis:

  • AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
  • Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren (AGRZ) in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e. V. (BDRh e. V.)
  • Kerstin Bleuel, Patientenvertreterin
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)
  • Deutsche Kinderrheuma-Stiftung
  • Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.
  • Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) e. V.
  • Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.
  • Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)
  • Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e. V.
  • Rheuma-Liga Hessen e. V.
  • Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) e. V.

Quellen:

  1. www.rheumapreis.de