27. November 2015

Impfen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) – Impfschutz bei Betroffenen besonders empfehlenswert (Teil 1)

Ein guter Impfschutz kann das Risiko für verschiedene Infektionskrankheiten deutlich senken. Warum Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) davon in besonderem Maße profitieren, welche Impfungen für Betroffene empfehlenswert sind und was es dabei zu beachten gilt, lesen Sie in unserer Serie „Impfen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)“. Im ersten Teil erfahren Sie, warum Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ein erhöhtes Infektionsrisiko haben können und weshalb daher ein individueller Impfschutz ratsam ist.

Geschwächtes Immunsystem

Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa liegt eine Störung des Immunsystems zugrunde. In der Folge ist die körpereigene Abwehr durch die Erkrankung beeinträchtigt und häufig nicht in der Lage, Krankheitserreger erfolgreich zu bekämpfen. Das macht Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, insbesondere bei schweren Krankheitsverläufen, anfälliger für verschiedene Infektionskrankheiten. Dieses Risiko kann durch eine immunsuppressive Therapie, also eine Behandlung, die direkt in das Immunsystem eingreift, noch verstärkt werden.

Erhöhtes Infektionsrisiko

Die Behandlung von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hat sich in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich verändert. Moderne Therapien können die weitere Ausbreitung der Erkrankung heute häufig stoppen und neue Schübe verhindern. Eine immunsuppressive Therapie greift in das Immunsystem ein und kann die körpereigene Abwehr eindämmen. Das kann zur Folge haben, dass Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa von einem erhöhten Infektionsrisiko betroffen sind. Schutz bieten entsprechende Impfungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa daher neben dem gängigen Basisimpfschutz auch verschiedene Zusatzimpfungen.

Mehr zu den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts lesen Sie in der Fortsetzung unserer Serie. Weitere Informationen sowie den aktuellen Impfkalender der STIKO finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts www.rki.de.

Quellen:

  1. www.rki.de