22. Februar 2017

Treat to Target – Zielgerichtete Behandlung (Teil 1)

Die Behandlungsmöglichkeiten der rheumatoiden Arthritis haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verbessert. Sie ermöglichen vielen Betroffenen heute ein aktives und vorwiegend schmerzfreies Leben mit der Erkrankung. Neben einer möglichst frühzeitigen Diagnose ist dazu eine individuell geeignete Therapie nötig. Die Initiative Treat to Target hat dazu Empfehlungen formuliert. Diese Empfehlungen sind als Anleitung für eine zielführende Therapie (engl.: „Treat to Target“ oder „T2T“) und einen besseren Umgang mit der rheumatoiden Arthritis in der klinischen Praxis zu verstehen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer gleichnamigen Serie.

Treat to Target – zielgerichtet gegen rheumatoide Arthritis

Eine internationale Arbeitsgruppe von Rheumatologen hat das Treat-to-Target-Konzept mit dem Ziel entwickelt, das Fortschreiten der rheumatoiden Arthritis bei Patienten weltweit weitestgehend aufzuhalten bzw. zum Stillstand zu bringen. Letzteres bezeichnet man als Remission. Während der Phase der Remission sind nahezu keine Entzündungszeichen festzustellen. Die Entstehung neuer Schäden an den Gelenken kann so auf ein Minimum reduziert bzw. vermieden werden. Die Inhalte des Treat-to-Target-Konzepts stellen wir Ihnen im weiteren Verlauf unserer Serie näher vor. Weiterführende Informationen bietet darüber hinaus die Website www.rheuma-liga.de.

Krankheitsaktivität messbar machen

Um die Erkrankung selbst und die Wirkung der jeweiligen Behandlung kontrollieren zu können, empfiehlt das Treat-to-Target-Konzept die regelmäßige Messung der Krankheitsaktivität. Diese wird mithilfe des sogenannten Disease Activity Score 28 (DAS28) abgebildet. Dieser Zahlenwert berechnet sich aus der Anzahl der geschwollenen und schmerzhaften Gelenke, der Selbsteinschätzung des gesundheitlichen Zustands sowie den Entzündungszeichen im Blut. Die Skala von 2 bis 10 ist den vier Phasen Remission, niedrige, moderate oder hohe Krankheitsaktivität zugeordnet.

Treat to Target basiert auf vier Hauptprinzipien. Welche das sind, lesen Sie in der Fortsetzung unserer Reihe.