15. Dezember 2015

Besser leben mit Schuppenflechte – Wege aus dem Stress (Teil 10)

Bei einigen Betroffenen hat Stress negative Auswirkungen auf die Schuppenflechte-Erkrankung. In der Folge kann es zu einem neuen Schub oder einer Zunahme der Beschwerden kommen. Sollten Sie zu den Menschen zählen, denen Stress derart unter die Haut geht, sollten Sie Stress möglichst vermeiden. Wie sich bestimmte Stressfaktoren ausschalten lassen und wie Sie lernen können, besser mit belastenden Situationen umzugehen, erfahren Sie im zehnten und letzten Teil unserer Reihe „Besser leben mit Schuppenflechte“.

Stressoren erkennen

Die einfachste Art, Stress aus dem Weg zu gehen, ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Natürlich lässt sich nicht jede Art von Stress vermeiden. Einige Störquellen lassen sich leicht abstellen. Andere haben Sie nicht selbst in der Hand. Dann ist es sinnvoll, Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln. Machen Sie sich zunächst einmal bewusst, was genau Sie besonders belastet. Was raubt Ihnen am meisten Energie? Erst, wenn Sie herausgefunden haben, was Ihnen am meisten Stress bereitet, können Sie dagegen vorgehen.

Stress vermeiden

Zeitmangel ist ein häufig verbreiteter Stressfaktor. Wenn Sie Ihrem Terminplan immer ein Stück hinterher sind, werden Sie Ihr Ziel am Ende des Tages nicht erreichen können. Setzen Sie sich realistische Ziele und konzentrieren Sie sich dabei auf das Wesentliche. Was ist wirklich wichtig? Was kann warten? Und was können Sie abgeben? Haben Sie dabei auch immer Ihre eigenen Ressourcen im Blick. Eine kürzere Aufgabenliste, die Sie gezielt und erfolgreich abarbeiten können, macht zufrieden und spart Energie. Auch unausgesprochene Konflikte können sehr belastend sein. Hier hilft meist ein klärendes Gespräch.

Stress bewältigen

Wenn Sie den Stressfaktor nicht beeinflussen können, ändern Sie Ihre Einstellung dazu. Versuchen Sie, etwas Abstand zu gewinnen und wenn möglich einen Schritt zurückzugehen. Wer sich mitten in einer belastenden Situation befindet, verliert schnell den Überblick. Aus der Distanz lassen sich Lösungen oft leichter erkennen. Oft helfen schon gezielte Entspannungstechniken, wie beispielsweise autogenes Training, Yoga oder Meditation sowie Sport dabei, den Kopf wieder freizubekommen und klarer zu sehen.

Umgang mit der Erkrankung

Auch die Schuppenflechte selbst kann ein Stressfaktor sein. Ein aktiver und positiver Umgang mit der Erkrankung kann Ihnen helfen, besser damit zurechtzukommen. Akzeptanz gegenüber Ihrer Krankheit kann das Selbstbewusstsein stärken und Sie selbstsicherer machen. Dabei kann es helfen, sich gut über die Erkrankung zu informieren und mit anderen Betroffenen auszutauschen. Sollte die Schuppenflechte Sie zunehmend beherrschen und zu einer zu großen Belastung für Sie werden, kann eine psychotherapeutische Unterstützung möglicherweise der richtige Weg sein. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt darauf an, er kann Sie dazu ausführlich beraten.