4. August 2016

Erfolgreich im Beruf – Tipps zum Arbeitsleben (Teil 2)

Eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung kann sich auch auf das Berufsleben auswirken. Häufig genügen jedoch ein paar kleine Veränderungen, um mit Schuppenflechte oder Acne inversa leichter durch den Arbeitsalltag zu kommen. Manchmal kann es auch nötig sein, neue Perspektiven zu schaffen. Welche Rechte und Möglichkeiten chronisch erkrankten Menschen offenstehen, lesen Sie im zweiten Teil unseres Artikels „Erfolgreich im Beruf“.

Schwerbehinderung, Rehabilitation, Erwerbsminderung

Zunächst einmal ist es für Betroffene wichtig, gut über alle Möglichkeiten informiert zu sein. Es gibt eine Reihe gesetzlicher Regelungen für den Erhalt von Arbeitskraft und Beschäftigung. Chronisch erkrankte Menschen, beispielsweise mit Schuppenflechte oder Acne inversa, haben einen Anspruch auf Ausgleich für Benachteiligungen, die auf die Erkrankung zurückzuführen sind. Welche Rechte in Anspruch genommen werden können, hängt von der jeweiligen individuellen Situation ab. Die Broschüre „Wegweiser Sozialrecht“ gibt Auskunft über die Aspekte der Schwerbehinderung, der Rehabilitation und der Erwerbsminderungsrente.

Nachteilsausgleich durch Feststellung einer Behinderung

Einigen Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Schuppenflechte oder Acne inversa fällt es schwer, einen Antrag auf Feststellung einer Behinderung zu stellen. Dabei ist das ihr gutes Recht. Schließlich sollen durch die Anerkennung einer Behinderung Nachteile ausgeglichen werden, die durch die Erkrankung entstehen. Eine Behinderung oder Schwerbehinderung ist nicht gleichzusetzen mit Hilflosigkeit oder Pflegebedürftigkeit. Auch Menschen, die selbstständig mitten im Leben stehen, können (schwer-)behindert sein. Laut gesetzlicher Definition gilt als behindert, wenn Einschränkungen der körperlichen Funktion, der geistigen Fähigkeiten oder der seelischen Gesundheit vorliegen, die voraussichtlich länger als sechs Monate anhalten. Abhängig davon, wie stark die Einschränkungen sind, die mit der Erkrankung einhergehen, wird ein Grad der Behinderung (GdB) festgelegt. Ab einem GdB von 50 ist von einer Schwerbehinderung die Rede. Den Antrag auf Feststellung einer Behinderung können Sie beim zuständigen Versorgungsamt stellen. Je nach Höhe des Behinderungsgrades haben Menschen mit chronischen Erkrankungen verschiedene Ansprüche zum Nachteilsausgleich. Ab einem GdB von 25 gibt es beispielsweise einen Steuerfreibetrag, der die durch die Erkrankung entstandenen Kosten abdecken soll. Mit einer Schwerbehinderung (ab GdB 50) geht ein erweiterter Kündigungsschutz, eine Woche zusätzlicher Urlaub sowie eine einkommensunabhängige finanzielle Unterstützung für Arbeitshilfen einher. Detaillierte Informationen zu finanziellen Zuschüssen und Rechten am Arbeitsplatz gibt das Integrationsamt.

In der Fortsetzung unseres Artikels zum Thema „Erfolgreich im Beruf“ lesen Sie, welche Möglichkeiten Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung wie Schuppenflechte oder Acne inversa darüber hinaus zur Verfügung stehen.