14. Oktober 2015

Essen wie im Urlaub – Mittelmeerdiät schmeckt und tut gut (Teil 2)

Eine spezielle Diät für Menschen mit Rheuma gibt es nicht. Eine kurzfristige und einseitige Veränderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten würde dem Körper, der sich gerade mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung auseinandersetzen muss, wahrscheinlich auch nicht guttun. Sinnvoll ist aber in jedem Fall eine langfristige Ernährungsumstellung, die Ihre Erkrankung berücksichtigt und sich so positiv auf die Entzündungsprozesse im Körper auswirken kann.

10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Um einer Mangelernährung und damit einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen vorzubeugen, empfiehlt sich eine abwechslungsreiche, ausgewogene und gesunde Ernährung. Was Sie dabei berücksichtigen sollten, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) in zehn einfachen Regeln zusammengefasst. Diese bieten einen guten Anhaltspunkt dafür, wie eine vollwertige Ernährung zusammengesetzt ist und wie sie sich umsetzen lässt.

1. Lebensmittelvielfalt genießen

Essen und trinken Sie abwechslungsreich und maßvoll. Kombinieren Sie dabei nährstoffreiche und energiearme Lebensmittel. Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel, da diese gesund und nachhaltig sind.

2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln

Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe: Das alles ist in Getreideprodukten und Kartoffeln enthalten. Greifen Sie bei Brot, Getreideflocken, Reis und Nudeln wenn möglich auf die Vollkornvariante zurück und kombinieren Sie sie mit fettarmen Zutaten. Die DGE empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe, am besten aus Vollkornprodukten, aufzunehmen.

3. Fünfmal Obst und Gemüse täglich

Fünf Portionen Gemüse und Obst, möglichst saisonale Produkte, sollten jeden Tag auf den Tisch kommen. Am besten, Sie verzehren sie frisch oder kurz gegart. Damit versorgen Sie Ihren Körper optimal mit Mineralstoffen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.

4. Milch, Fisch, Fleisch und Eier

Milch und Milchprodukte, Fisch, Fleisch und Wurst sowie Eier enthalten ebenfalls wichtige Nährstoffe. Hier kommt es allerdings auf die richtige Dosis an. Milch und Milchprodukte sind gute Calcium- und Vitamin-D-Lieferanten, was sich besonders zur Osteoporose-Vorbeugung eignet. Daher sollten sie täglich verzehrt werden. Greifen Sie möglichst zu den fettarmen Varianten. Seefisch versorgt den Körper mit Jod, Selen sowie wertvollen entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren und sollte daher ein- bis zweimal in der Woche auf dem Speiseplan stehen. Fleisch und Wurst enthalten ebenfalls wichtige Mineralstoffe und Vitamine, beispielsweise B1, B6 und B12. Tierische Fette gelten jedoch als entzündungsfördernd, daher ist hier Zurückhaltung angesagt: Pro Woche sollten davon nicht mehr als 300 bis 600 Gramm auf den Tisch kommen. Geflügel ist dabei Rind- oder Schweinefleisch vorzuziehen. Greifen Sie auch hier eher zu fettarmen Produkten. Eier sollten ebenfalls nur in Maßen gegessen werden.

5. Bei Fett ist weniger mehr

Fett versorgt den Körper mit lebensnotwendigen Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel liefern fettlösliche Vitamine. Allerdings kann sich ein Zuviel an Fett schnell auf der Waage bemerkbar machen. Und ein Übermaß an gesättigten Fettsäuren kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Insgesamt sollten täglich nicht mehr als 60 bis 80 Gramm Fett verzehrt werden. Pflanzliche Fette und Öle, wie beispielsweise Raps-, Oliven- und Sojaöl, sind meist die bessere Wahl. Achten Sie auch auf versteckte Fette, zum Beispiel in Süßwaren oder Fertigprodukten. Die Nährwerttabellen auf den einzelnen Produktverpackungen informieren Sie über die Inhaltsstoffe.

Quellen:

  1. www.dge.de/ernaehrungspraxis

Die übrigen fünf Regeln für eine vollwertige Ernährung lesen Sie in der Fortsetzung unserer Serie.