10. Mai 2016

Reisen mit CED – Städtetrips (Teil 2)

Auch wenn Sie nur ein paar Tage unterwegs sind, kann es je nach Therapieform notwendig sein, Ihre üblichen Medikamente und die für den Notfall benötigten Arzneimittel mit auf die Reise zu nehmen. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie im zweiten Teil unserer fünfteiligen Reihe „Reisen mit CED: Städtetrips“.

Genügend Medikamente dabei?

Egal wie lange Sie auf Reisen gehen: Denken Sie daran, einen ausreichend großen Medikamentenvorrat mitzunehmen. Das bedeutet, dass Sie auch eventuelle lange Verspätungen sowie einen möglichen Verlust einkalkulieren sollten. Sprechen Sie vor Reiseantritt mit Ihrem behandelnden Arzt darüber. Er kann Ihnen zur Sicherheit ein Folgerezept für die Medikation ausstellen und Sie dazu beraten, was zu tun ist, wenn es auf Reisen zu einem Schub kommen sollte. Für den Notfall empfiehlt es sich, die Rufnummer der Praxis mitzunehmen. Eventuell kann Ihnen Ihr Arzt auch einen möglichen Ansprechpartner am Urlaubsort nennen. Um Ihre Medikamente stets griffbereit zu haben, sollten Sie möglichst einen Teil im Handgepäck bei sich tragen. Packen Sie den anderen Teil in Ihren Koffer oder Ihre Reisetasche. Sollte Ihnen ein Gepäckstück abhandenkommen, sind Sie so vorerst mit Medikamenten immer noch gut ausgestattet. Bei der Anreise mit dem Flugzeug sollten Sie die Medikamente aufgrund der niedrigen Temperaturen im Frachtraum komplett im Handgepäck verwahren.

Kühlungspflichtige Medikamente

Einige Medikamente, z.B. bestimmte Biologika, müssen unbedingt lichtgeschützt und kühl, aber nicht gefroren gelagert sowie befördert werden. Bei einigen gibt es bei der Kühlung Ausnahmen: Einzelne Gaben können für einen begrenzten Zeitraum bei Zimmertemperatur transportiert werden. Lesen Sie den Beipackzettel, dort ist genau beschrieben, welche Vorgaben es gibt. Im Zweifel fragen Sie Ihren behandelnden Arzt um Rat. Für das Auto gibt es Kühlboxen, die an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden und so die gewünschte Temperatur halten können. Sollten Sie sich für die Anreise im Flugzeug entscheiden, nehmen Sie die Kühltasche unbedingt mit ins Handgepäck. Die Temperaturen im Frachtraum sind zu niedrig und können die Wirkung der Medikamente beeinflussen. Um Missverständnisse bei Zoll und Sicherheitskontrolle zu vermeiden, lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein Attest über den Medikamentenbedarf ausstellen. Informieren Sie sich im Vorfeld über die Sicherheitsvorschriften der jeweiligen Fluglinie, vor allem, was die Mitnahme von Pens, Spritzen und Flüssigkeiten angeht.

Besonderheit Minibar

Falls Sie Ihre Medikamente vor Ort in der Minibar Ihres Hotelzimmers lagern möchten, bedenken Sie, dass in einigen Hotels die Chipkarte nicht nur als Zimmerschlüssel, sondern auch als Regulation für die Stromversorgung im Raum genutzt wird. Sollte das der Fall sein, sprechen Sie die Mitarbeiter an der Rezeption darauf an. Dieser Mechanismus lässt sich entweder abschalten oder Sie bekommen eine zusätzliche Chipkarte, die in der entsprechenden Vorrichtung im Zimmer verbleiben kann.

Ob Sie tatsächlich nur über das Wochenende bleiben oder gleich noch ein paar Tage dranhängen: In der Fortsetzung unserer Serie lernen Sie einige Kurzreiseziele kennen und erfahren, warum diese für Menschen mit CED besonders attraktiv sind.