24. September 2016

Reisetipps für Menschen mit Schuppenflechte – Wirksamer Impfschutz im Urlaub (Teil 2)

Menschen mit Schuppenflechte können ein erhöhtes Risiko haben, an Infektionen zu erkranken. Grund dafür kann zum einen die Erkrankung selbst, zum anderen aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente sein. Daher ist es ratsam, im Zuge der Reisevorbereitungen unter anderem auch an einen umfassenden Impfschutz zu denken. Mehr zum Thema „Reiseimpfungen bei Schuppenflechte“ erfahren Sie im zweiten Teil unserer Serie.

Auf ausreichenden Impfschutz achten

Ihr behandelnder Arzt ist in Sachen Reiseimpfungen bei Schuppenflechte ein wichtiger Ansprechpartner. Darüber hinaus haben sich einige niedergelassene Ärzte auf das Fachgebiet Reisemedizin spezialisiert und bieten eine entsprechende Beratung an. Bei Tropeninstituten, Gesundheitsämtern und beim Auswärtigen Amt erhalten Sie ebenfalls umfassende Informationen zum Thema. Neben eventuellen Reiseimpfungen bei Schuppenflechte ist es ratsam, auch generell auf einen wirksamen Impfschutz zu achten und Ihren aktuellen Impfstatus zu überprüfen. Zu den wichtigen Standardimpfungen zählen beispielsweise Tetanus und Diphterie. Weitere Impfempfehlungen werden regelmäßig von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) veröffentlicht. Unter www.rki.de finden Sie umfassende Informationen zu den aktuellen Impfempfehlungen. Manchmal sind mehrere Impfungen für einen wirksamen Impfschutz nötig. Oder es kann einige Zeit in Anspruch nehmen, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat. Für einen optimalen Schutz sollten Sie Ihren Arzt daher möglichst früh ansprechen, spätestens aber sechs Wochen vor Reisebeginn. Falls Sie diesen Termin verpasst haben oder spontan verreisen, ist das kein Grund, ganz auf die Impfungen zu verzichten. Es ist immer besser, kurzfristig zu impfen, als auf den vollen Impfschutz zu verzichten.

Die Art des Impfstoffes ist entscheidend

Zur Behandlung einer Schuppenflechte werden manchmal Arzneimittel eingesetzt, die Einfluss auf das Immunsystem haben, so zum Beispiel Immunsuppressiva oder Biologika. Grundsätzlich sind Reiseimpfungen bei Schuppenflechte unter diesen Therapien möglich. Die Wahl des Impfstoffs spielt dann jedoch eine wichtige Rolle. Da Lebendimpfstoffe bei einem eingeschränkten Immunsystem zu Komplikationen führen können, sollten in diesem Fall nur Totimpfstoffe verwendet werden. Diese stehen jedoch nicht für alle Impfungen zur Verfügung. Im Gegensatz zu Lebendimpfstoffen, die geringe Mengen lebender Krankheitserreger beinhalten, bestehen Totimpfstoffe aus abgetöteten Krankheitserregern oder Bruchstücken davon. Welche Impfungen für Sie sinnvoll sind, welche Impfstoffe infrage kommen und wann der richtige Zeitpunkt für die Impfung ist, entscheiden Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Arzt. Er kennt Sie und Ihre Erkrankung und kann Sie umfassend beraten.

Wie Sie Medikamente auf Reisen sicher transportieren können, lesen Sie im dritten Teil unserer Serie.