1. Juni 2017

Das können Eltern tun (Teil 2)

Schuppenflechte bei Kindern kann eine Herausforderung für alle Familienmitglieder sein. Neben den betroffenen Kindern, die erst den Umgang mit ihrer Erkrankung erlernen müssen, ist es wichtig, auch eventuelle Geschwisterkinder miteinzubeziehen. Sich selbst sollten Eltern bei aller Fürsorge für das erkrankte Kind ebenfalls nicht vergessen. Wie ein positiver Umgang mit Schuppenflechte für die ganze Familie gelingen kann und was Sie als Eltern dazu beitragen können, erfahren Sie im vierten Teil unserer Reihe „Schuppenflechte bei Kindern“.

Starke Eltern, starkes Kind

Für ein betroffenes Kind kann eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit vielen Unsicherheiten verbunden sein. Plötzlich wird es mit etwas Neuem und Unbekanntem konfrontiert, das es möglicherweise nicht versteht. Helfen Sie Ihrem Kind, seine Erkrankung besser zu begreifen. Dazu kann es früh in die Untersuchungen und Therapie miteinbezogen werden. Wenn Sie oder der behandelnde Dermatologe Ihrem Kind erklären, warum eine bestimmte Untersuchung oder Behandlung nötig ist, kann es dafür Verständnis aufbringen und selbst daran mitwirken. Beziehen Sie Ihr Kind in wichtige Entscheidungen mit ein und unterstützen Sie es in seiner Selbstständigkeit. So können Kinder bei kleineren Aufgaben, wie beispielsweise dem Auftragen von Salben, oft schon früh mithelfen oder sie ganz übernehmen. Meist ist es eine positive Erfahrung, durch die eigene Mitarbeit selbst etwas bewirken zu können. Dadurch kann auch das Vertrauen in die Therapie gestärkt werden. Bei aller Sorge um Ihr Kind sollten Sie sich selbst nicht vergessen. Denken Sie daran, zwischendurch Ihre eigenen Kraftreserven aufzufüllen. Der Austausch mit anderen Eltern von Kindern mit Schuppenflechte, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe, kann Sie dabei unterstützen. Wenn Ihr Kind spürt, dass es Ihnen gut geht, fällt ihm ein offener und positiver Umgang mit Schuppenflechte möglicherweise leichter.

Offener Umgang mit Schuppenflechte im persönlichen Umfeld

Geschwister von Kindern mit chronischen Erkrankungen haben oft das Gefühl, zu viel Rücksicht nehmen zu müssen oder ausgegrenzt zu sein. Sprechen Sie daher auch mit eventuellen Geschwisterkindern offen über die Erkrankung und erklären Sie ihnen, was sie vielleicht nicht verstehen. Auch für sie ist die Erkrankung möglicherweise mit Unsicherheiten verbunden. Manchmal können sie diese jedoch nicht zum Ausdruck bringen. Fragen Sie nach und gehen Sie auf mögliche Bedenken ein. Auch im näheren Umfeld, bei Verwandten, Freunden, Lehrern oder Erziehern, kann Aufklärungsarbeit Vorurteile entkräften und unbedachten Reaktionen vorbeugen. Unwissenheit und Unsicherheit können gerade bei anderen Kindern zu unüberlegten und manchmal verletzenden Äußerungen führen. Sie helfen Ihrem Kind am meisten, wenn Sie es auf solche Situationen vorbereiten und ihm sagen, wie es sich dabei verhalten und was es antworten kann. So kann es selbstbewusst reagieren und andere über seine Erkrankung aufklären.

Hier finden Sie unterschiedliche Hilfsangebote zum Thema Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen.