25. Mai 2016

Sportlich mit Hepatitis C – Spaß und Selbstbewusstsein (Teil 2)

Eine Hepatitis-C-Erkrankung kann mit psychischen Beschwerden einhergehen. Wie Bewegung dabei helfen kann, diese Beschwerden zu lindern, und wie Sie beim Sport Stress abbauen können, konnten Sie bereits im vorhergehenden Teil unserer Reihe lesen. Welche positiven Auswirkungen körperliche Aktivität darüber hinaus auf die Seele haben kann, erfahren Sie in dieser zweiten Ausgabe.

Durch Sport Stress abbauen

Menschen mit einer chronischen Erkrankung haben häufig das Gefühl, ihrer Erkrankung ausgeliefert zu sein. Sport bietet die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und so etwas zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens beizutragen. Das Training birgt immer wieder neue Herausforderungen. So gilt es zunächst einmal, die eigene Bequemlichkeit zu überwinden und sich zum Sport zu motivieren. Auch danach kommen Sportler immer wieder an neue Grenzen. Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit oder Ermüdungszustände beispielsweise. Wer Sport treibt, erkennt schnell, dass sich diese Hindernisse überwinden lassen. Betroffene merken, dass sie durch den Sport Stress abbauen können und mehr Energie haben. Wenn Menschen daran glauben, durch eigene Kompetenzen etwas erreichen zu können, sprechen Psychologen von der Selbstwirksamkeitserwartung. Diese kann für Betroffene ein großer Gewinn für den Alltag sein und dabei helfen, eigene Ängste und Unzulänglichkeiten zu überwinden. Das steigert das Selbstbewusstsein und stärkt die Psyche. Außerdem bleibt für Sorgen und Ängste während des Trainings schlicht keine Zeit. Sport kann also auch einfach eine gute Ablenkung sein.

Training in der Gruppe oder allein

Sport sollte vor allem eines: Spaß machen. Es macht Freude, sich zu bewegen und den eigenen Körper wahrzunehmen. Ob das beim gemeinsamen Training in der Gruppe oder allein geschieht, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Beim Training in der Gruppe kann der verabredete Termin eine zusätzliche Motivation sein. Darüber hinaus bietet der Sport eine gute Möglichkeit, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Menschen mit Hepatitis C fürchten häufig, aufgrund ihrer Erkrankung ausgegrenzt zu werden. Das Training in der Gruppe kann hier eine gute Unterstützung für Betroffene sein. Doch auch das Einzeltraining hat Vorteile: Wer allein trainiert, ist nicht an bestimmte Termine gebunden und kann unabhängig darüber entscheiden, wo und wie er trainieren möchte. Auch, ob das Training drinnen oder draußen stattfinden soll, ist Geschmackssache. Während es beim Sport im Freien eine Extraportion Sauerstoff und frischen Wind um die Nase gibt, lässt sich in der Halle oder im Fitnessraum witterungsunabhängig trainieren.

Was Sie beim Training mit Hepatitis C beachten sollten und welche Sportarten für Betroffene besonders gut geeignet sind, erfahren Sie in der Fortsetzung unserer Reihe.