3. März 2017

Treat to Target – Die vier Hauptprinzipien (Teil 2)

Mit dem Treat-to-Target-Konzept hat eine internationale Arbeitsgruppe von Rheumatologen neue Empfehlungen zur Behandlung von Menschen mit rheumatoider Arthritis formuliert. Im Mittelpunkt steht die zielführende Therapie (engl.: „Treat to Target“ oder „T2T“), der vier Hauptprinzipien zugrunde liegen. Mehr dazu lesen Sie im zweiten Teil unserer Reihe „Treat to Target“.

  1. Die Entscheidung für die jeweils geeignete Behandlung der rheumatoiden Arthritis treffen Ärzte und Betroffene gemeinsam. Dazu ist es wichtig, zunächst ein gemeinsames Behandlungsziel zu formulieren. Um die Entscheidung für die individuell passende Therapie aktiv mittragen zu können, sollten Menschen mit rheumatoider Arthritis umfassend über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sowie die Gründe für die ärztliche Empfehlung informiert werden. Das Abwägen von Nutzen und Risiko spielt dabei eine wichtige Rolle.
  2. Eine wirksame Therapie kann Menschen mit rheumatoider Arthritis dabei unterstützen, Lebensqualität zurückzuerlangen bzw. zu erhalten. Oberstes Therapieziel ist daher die größtmögliche Verbesserung der langfristigen gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Dazu ist es wichtig, Krankheitssymptome wie Schmerz, Entzündung, Morgensteifigkeit und Erschöpfung dauerhaft zu kontrollieren. Eine bleibende Schädigung der Gelenke und Knochen soll vermieden werden. Betroffene können so ihre normale körperliche Funktionsfähigkeit wiedererlangen und ihren Alltag aktiv gestalten.
  3. Um diese Ziele zu erreichen, ist es besonders wichtig, die Entzündungsaktivität einzudämmen bzw. zu hemmen. Schließlich ist die Entzündung der Gelenke die Hauptursache für die Verschlechterung einer rheumatoiden Arthritis. Eine Entzündung ist unter anderem an erhöhten Entzündungswerten im Blut zu erkennen. Darüber hinaus gibt es fünf deutliche Anzeichen für Entzündungsaktivität: Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerz und eingeschränkte Funktion.
  4. Eine zielgerichtete Behandlung durch Bestimmung der Krankheitsaktivität anhand des DAS28 (siehe auch Teil 1 unserer Reihe) und wenn nötig eine entsprechende Anpassung der Therapie führen zu den jeweils bestmöglichen Behandlungsergebnissen bei einer rheumatoiden Arthritis. Wird ein zwischen Arzt und Betroffenem vereinbartes Behandlungsziel nicht erreicht, kann es unter Umständen sinnvoll sein, den Behandlungsplan oder die Therapie anzupassen.

Im dritten und letzten Teil unserer Reihe lesen Sie die wichtigsten Empfehlungen für eine Behandlung gemäß dem Treat-to-Target-Konzept.