23. Januar 2017

Wegweiser in ein rauchfreies Leben – Körperliche und psychische Abhängigkeit (Teil 2)

Rauchen schadet der Gesundheit, kostet Geld und ist nicht selten mit einem schlechten Gewissen verbunden. Gründe für einen Rauchstopp gibt es genug. Warum fällt der den meisten Rauchern trotzdem schwer? Und warum greifen sie überhaupt zur Zigarette? Mehr zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit lesen Sie im zweiten Teil unserer Reihe „Wegweiser in ein rauchfreies Leben“.

Körperliche Abhängigkeit

Verantwortlich für die körperliche Abhängigkeit von der Zigarette ist das Nikotin. Es greift direkt in den Stoffwechsel des Gehirns ein. Hier bewirkt es eine Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. In der Folge verbindet der Körper das Rauchen mit einem Glücksgefühl. Diese Verknüpfung wird durch jede gerauchte Zigarette verstärkt. Schnell stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein, das körperliche Verlangen nach Nikotin nimmt zu. Mit der Zeit benötigt der Körper immer mehr Nikotin, damit es nicht zu Entzugserscheinungen kommt. Typische Anzeichen für den körperlichen Entzug sind unter anderem Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität, verminderte Konzentrationsfähigkeit oder Schlafstörungen. Körperliche Entzugserscheinungen erreichen nach etwa zwei Tagen ihren Höhepunkt, lassen aber bereits nach sieben Tagen ohne Rauchen nach.

Psychische Abhängigkeit

Anders verhält es sich mit der psychischen Abhängigkeit. Diese kann bei einem Rauchstopp eine besondere Herausforderung darstellen. Sie zeigt sich vor allem darin, dass Raucher in bestimmten Situationen nicht auf eine Zigarette verzichten können. Bestimmte Ereignisse können ebenso das Bedürfnis nach einer Zigarette auslösen wie Stimmungen oder Befindlichkeiten. Häufig wird das Rauchen mit Genuss, Belohnung, Entspannung oder Gemütlichkeit in Verbindung gebracht. Viele Raucher setzen den Griff zur Zigarette auch mit einer kleinen Auszeit gleich. Diese kurzfristigen, positiven Auswirkungen des Rauchens treten in den Vordergrund, während die langfristigen, negativen Folgen verdrängt werden.

Häufige Wiederholungen verstärken den Zusammenhang dieser Empfindungen mit dem Rauchen. Die meisten Raucher verspüren beim Ziehen an der Zigarette ein angenehmes körperliches Gefühl. Dieses ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass das Rauchen erste Entzugssymptome mindert. So wird Rauchen häufig als stresslösend wahrgenommen. Tatsächlich hängt der scheinbar entspannende Effekt des Rauchens jedoch damit zusammen, dass es den Stress abbaut, der durch den Nikotinentzug erst entsteht.

Es gibt verschiedene Wege aus der körperlichen und psychischen Nikotinabhängigkeit. Einige Methoden stellen wir Ihnen im dritten und letzten Teil unserer Reihe vor.