3. November 2015

Besser leben mit Schuppenflechte – Ernährungsbesonderheiten (Teil 3)

Eine gesunde Ernährung kann sich positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken und gleichzeitig das Risiko für Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck senken. Wie eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung aussehen kann, haben Sie bereits im zweiten Kapitel unserer Serie „Besser leben mit Schuppenflechte“ erfahren. Im dritten Teil möchten wir Ihnen nun einige Besonderheiten vorstellen, die Menschen mit Schuppenflechte in Sachen Ernährung beachten sollten.

Individuelle Unverträglichkeiten

Bestimmte Lebensmittel und Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Alkohol, Nüsse oder Gewürze, können bei einigen Menschen mit Schuppenflechte die Krankheitsaktivität verstärken oder sogar einen neuen Schub auslösen. Allerdings können Betroffene auf gleiche Lebensmittel ganz unterschiedlich reagieren. Bei manchen lösen diese Faktoren überhaupt keine Reaktion aus. Allgemeine Aussagen lassen sich hier nicht treffen. Ob es Stoffe gibt, die Sie nicht vertragen, und welche das sind, können Sie individuell für sich selbst herausfinden. Ein Ernährungstagebuch kann Ihnen dabei helfen. Darin notieren Sie detailliert, was Sie getrunken und gegessen und welche Fette und Gewürze Sie für die Zubereitung verwendet haben. Protokollieren Sie außerdem Ihren Krankheitsverlauf. So können Sie eventuelle Reaktionen auf bestimmte Speisen nachverfolgen.

Fettsäuren beeinflussen Entzündungsprozesse

Abgesehen von individuellen Unverträglichkeiten gibt es bestimmte Lebensmittel, die das Entzündungsgeschehen im Körper verstärken, und andere, die es eindämmen können. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Fettsäuren. Als entzündungsfördernd gilt beispielsweise die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure, die in tierischen Fetten enthalten ist. Einen besonders hohen Gehalt an Arachidonsäure haben unter anderem Schweinefleisch und -leber, Eigelb, Thunfisch und Butter. Entzündungshemmend wirkt sich dagegen die Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure aus. Sie kommt häufig in Kaltwasserfischen wie zum Beispiel Hering, Lachs, Makrele, Sardine, Steinbutt oder Forelle vor. Um die Entzündungsprozesse im Körper positiv zu beeinflussen, sollten Sie die Aufnahme von Lebensmitteln mit Arachidonsäure möglichst einschränken und vermehrt Fisch mit einem hohen Anteil an Eicosapentaensäure zu sich nehmen. Positiv auf die Entzündungsprozesse im Körper wirken sich auch Obst und Gemüse aus. Sie beinhalten Antioxidantien, die freie Radikale im Körper binden.

Im nächsten Teil unserer Reihe lesen Sie, wie wichtig erholsamer Schlaf für Ihr Wohlbefinden ist.