3. Oktober 2016

Leben ohne Rauch – Wege aus der Sucht (Teil 3)

Ein dauerhafter Rauchstopp ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn: Sie tun sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes, befreien sich vom Drang des „Rauchenmüssens“ und sparen dabei auch noch bares Geld. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Nikotinentwöhnung. Welcher Weg aus dem Rauch für Sie der richtige ist, entscheiden Sie allein. Mehr dazu lesen Sie im dritten und letzten Teil unserer Reihe „Leben ohne Rauch“.

Verhaltensmuster ändern

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Nikotinentwöhnung ist Ihre Motivation. Denn den Weg aus der Abhängigkeit können Sie nur aus eigener Kraft bewältigen. Machen Sie sich immer wieder aufs Neue bewusst, dass Sie diese Sucht überwinden können. Eine wichtige Rolle beim Rauchen spielt die Gewohnheit. Viele Raucher verbinden bestimmte Situationen oder Gefühle mit einer Zigarette: die Tasse Kaffee am Morgen, der Stress im Büro, der entspannte Feierabend. Hier setzt die Verhaltenstherapie an. Dazu machen sich Raucher zunächst einmal bewusst, wann genau sie zur Zigarette greifen. Anschließend werden Alternativen zum blauen Dunst gesucht. So kann es beispielsweise helfen, die Morgenroutine geringfügig zu verändern. Eine kurze Kaffee- statt einer Raucherpause bietet ebenfalls Gelegenheit, mit Kollegen in Kontakt zu kommen und durchzuatmen. So können neue Verhaltensweisen nach und nach alte Muster ersetzen. Im Rahmen der Verhaltenstherapie werden außerdem Strategien entwickelt, die Raucher bei einem besonders großen Rauchverlangen oder nach einem eventuellen Rückfall unterstützen können.

Nikotinersatz kann Entzug mildern

Verschiedene Produkte für den Nikotinersatz können den Entzug mildern. Gegen die Sucht selbst helfen sie nicht. Sie geben langsamer geringere Mengen Nikotin ab als Tabakprodukte und wirken so weniger suchtfördernd. Nikotinersatz wird in Form von Kaugummis oder Pflastern angeboten, die in der Apotheke erhältlich sind. Darüber hinaus gibt es auch Medikamente, die die Entzugserscheinungen und das Verlangen nach einer Zigarette abmildern können. Zur medikamentösen Unterstützung des Nikotinentzugs kann Sie Ihr behandelnder Arzt umfassend beraten.

Unterstützung auf dem Weg zum Nichtraucher

Verschiedene Hilfsangebote können Sie auf Ihrem Weg zum Nichtraucher unterstützen. Viele Krankenkassen haben Angebote für Raucher, die mit dem Rauchen aufhören möchten. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Unterstützung Ihnen ermöglicht wird. Auch Ihr behandelnder Arzt ist ein guter Ansprechpartner zum Thema Nikotinentzug. Er kann Sie umfassend beraten und Ihre Fragen beantworten. Weitere Unterstützung bietet Ihnen das Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Rauchentwöhnung. Unter der kostenfreien Servicenummer

0 800 8 31 31 31

(Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr) können Sie sich individuell beraten lassen. Auf der Internetseite www.rauchfrei-info.de erhalten Sie zudem Informationen über Rauchstopp-Angebote in Ihrer Umgebung.

Quellen:

  1. www.rauchfrei-info.de