15. Dezember 2015

RheumaPreis 2015 – Bessere Bedingungen für Rheuma und Beruf (Teil 3)

Zwölf Organisationen und eine Patientenvertreterin engagieren sich bei der Initiative RheumaPreis dafür, die Chancen von Menschen mit Rheuma im Berufsleben zu verbessern. Mit der jährlichen Verleihung des RheumaPreises macht die Initiative bereits seit 2009 auf kreative Lösungen für ein erfolgreiches Miteinander von Arbeitgebern und chronisch kranken Arbeitnehmern aufmerksam. Mit einem „Call to Action“ möchten die Mitglieder nun die Initialzündung für ein Umdenken beim Thema Rheuma und Beruf geben.

Zehn Forderungen für bessere Bedingungen

Mit dem „Call to Action“ veröffentlichte die Initiative RheumaPreis im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung einen Aufruf, der sich an Politiker, Unternehmer, Mediziner und weitere Akteure im Gesundheitswesen richtet. Zehn konkrete Forderungen sollen dazu beitragen, die Bedingungen für Menschen mit Rheuma im Arbeitsalltag zu verbessern.

Hier die Inhalte des Zehn-Punkte-Plans:

  1. Den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Rheuma zu einem zentralen Anliegen von Politik und Unternehmen machen
  2. Unterstützungsangebote bekannter machen
  3. Angebot eines gemeinsamen Besprechungstermins des behandelnden Rheumatologen mit dem Betriebsarzt, gegebenenfalls dem Personalvertreter, dem Arbeitgeber und dem Patienten; Vergütung durch die Krankenkassen
  4. Bei der Personalsuche Barrieren im Kopf überwinden
  5. Bei Innovationen individuellen Nutzen für Patienten in den Vordergrund stellen
  6. Zugang zu einer rechtzeitigen und fachgerechten Therapie von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sicherstellen
  7. Mehr Investitionen in die Ausbildung von Rheumatologen, um dem Mangel an Fachärzten zu begegnen!
  8. Therapeutische Berufe stärken, um die Versorgung von Menschen mit Rheuma zu verbessern – kostenlose Ausbildung zum Physiotherapeuten
  9. Schnellere und unbürokratische Anerkennung einer Schwerbehinderung bei Menschen mit Rheuma
  10. Aufklärung über entzündlich-rheumatische Erkrankungen verbessern

Partner der Initiative RheumaPreis

Sämtliche Maßnahmen können Menschen mit Rheuma dabei unterstützen, beruflich erfolgreich zu sein. Diesen Ansatz teilt auch das BioPharma-Unternehmen AbbVie Deutschland, Gründungsmitglied der Initiative RheumaPreis. Geschäftsführer Dr. Patrick Horber: „In unserem Unternehmen haben wir zum Beispiel ein Programm gestartet, das speziell Menschen mit chronischen Erkrankungen ermöglicht, über ein Praktikum ihren beruflichen Weg zu finden. Unsere Erfahrungen sind bisher durchweg positiv.“ Weitere Partner der Initiative sind neben AbbVie Deutschland auch die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren (AGRZ) in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh), der Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. (BDRh), Patientenvertreterin Kerstin Bleuel, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH), die Deutsche Kinderrheuma-Stiftung, die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V., die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) e.V., der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V., die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), die Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V., die Rheuma-Liga Hessen e.V. sowie der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) e.V.