8. Februar 2017

Wegweiser in ein rauchfreies Leben – Methoden der Entwöhnung (Teil 3)

Mit dem Rauchen aufzuhören, lohnt sich immer. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist die eigene Motivation. Wer sich das Rauchen abgewöhnen möchte, kann auf verschiedene Beratungsangebote und Entwöhnungshilfen zurückgreifen. Es gibt unterschiedliche Wege aus der körperlichen und psychischen Nikotinabhängigkeit. Einige Methoden stellen wir Ihnen im dritten und letzten Teil unserer Reihe „Wegweiser in ein rauchfreies Leben“ vor.

Rauchstopp von jetzt auf gleich?

Viele Raucher fragen sich, ob sie von jetzt auf gleich oder nach und nach mit dem Rauchen aufhören wollen. Wer sich für die sogenannte Punkt-Schluss-Methode entscheidet, beugt damit einem schleichenden Entzug vor. Werden die Zigaretten langsam reduziert, gewinnen die verbleibenden wahrscheinlich an Bedeutung. Der Drang zu rauchen wird in die Länge gezogen und das Verlangen bleibt oder verstärkt sich möglicherweise. Daher empfehlen viele Beratungsstellen, den Rauchstopp von jetzt auf gleich umzusetzen.

Verhaltenstherapie zur Nikotinentwöhnung

Häufig wird zur Nikotinentwöhnung die Verhaltenstherapie eingesetzt. Dabei soll das erlernte Rauchverhalten wieder „verlernt“ werden. Dazu ist es nötig, sich das eigene Rauchverhalten bewusst zu machen: Wann und warum erfolgt der Griff zur Zigarette? Anschließend werden Alternativen für diese Situationen gesucht. Neue Verhaltensweisen werden entwickelt und alte Muster durchbrochen. So werden andere Möglichkeiten gesucht, die Ex-Rauchern beispielsweise dabei helfen können, den Tag zu strukturieren, sich Auszeiten im Alltag zu schaffen oder in Kontakt mit anderen Menschen zu treten. Raucher erfahren im Rahmen der Verhaltenstherapie auch, wie sie mit Notfallsituationen wie möglichen Rückschlägen oder einem besonders starken Rauchverlangen umgehen können.

Nikotinersatzpräparate: zusätzliche Unterstützung

Nikotinersatzpräparate können den Rauchstopp zusätzlich unterstützen. Sie sind als Kaugummis oder Pflaster erhältlich und geben Nikotin langsamer und weniger suchterzeugend ab als Zigaretten. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können auch verschreibungspflichtige Medikamente bei der Nikotinentwöhnung eingesetzt werden. Sämtliche Nikotinersatzpräparate heilen jedoch nicht die Sucht, sondern dämpfen lediglich die Entzugserscheinungen. Der eigene Wille und die Motivation sind auch hier die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Rauchstopp.

Hilfe beim Rauchstopp

Es gibt zahlreiche Angebote, die Raucher auf ihrem Weg zum Nichtraucher unterstützen können. Der behandelnde Arzt oder die Krankenkasse informiert aufhörwillige Raucher über die verschiedenen Möglichkeiten. So gibt es beispielsweise Nichtraucherkurse, deren Kosten häufig von den Krankenkassen übernommen werden. Beratung zu Ausstiegsplänen oder eventuellen Problemen bietet auch die Telefonberatung zur Rauchentwöhnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Hotline ist montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Nummer 0 800 8 31 31 31 erreichbar. Unter https://www.dkfz.de/de/index.html/de/rauchertelefon/Telefonberatung.html finden Sie auf der Website des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) eine bundesweite Übersicht von Anbietern für Raucherentwöhnungskurse und Telefonberatungen.