27. April 2016

Bewegungstipp Wandern – Stöcke und Kleidung (Teil 5)

Im vierten Teil unserer Reihe „Bewegungstipp Wandern“ haben wir Sie ausführlich darüber informiert, was es bei der Wahl des richtigen Wanderschuhs alles zu beachten gibt. Haben Sie sich erst einmal für ein Paar entschieden, ist das schon die halbe Miete. Was sonst noch zu einer guten Ausrüstung gehört und worauf Sie bei der Anschaffung achten sollten, erfahren Sie nun im fünften Teil.

Wanderstöcke schonen Gelenke

Wanderstöcke sind zwar kein Muss, können Ihnen aber je nach Route gute Dienste leisten. Sie bieten Halt auf rutschigem Untergrund und entlasten beim Bergabgehen die Gelenke, allen voran die Kniegelenke. Auf breiten Wegen mit wenig Steigung können Sie durch den Einsatz von zwei Stöcken den Bewegungsapparat gleichmäßig entlasten. Geht es in unwegsamem Gelände steiler bergab, ist es unter Umständen sicherer, eine Hand frei zu haben und nur einen Stock zu verwenden. Die Stöcke lassen sich, wenn Sie sie gerade nicht brauchen, klein zusammenschieben und an den meisten Wanderrucksäcken bequem befestigen. Achten Sie beim Kauf der Wanderstöcke darauf, dass sie ein geringes Gewicht haben. Schließlich müssen Sie sie die ganze Zeit über tragen. Zudem sollte eher die Qualität als der Preis den Ausschlag für Ihre Kaufentscheidung geben. Billigmodelle sind meist weniger belastbar. Sie können sich unter Umständen zusammenschieben oder brechen und damit ein hohes Unfallrisiko bergen.

Gut gerüstet mit dem Zwiebelprinzip

Bei der Kleidung sollten Sie auf das Zwiebelprinzip setzen, also am besten mehrere Schichten übereinander tragen. Ist es zu Beginn der Tour am Morgen oft noch ein wenig frisch, kommen Sie im Tagesverlauf und aufgrund der körperlichen Aktivität nach einiger Zeit vielleicht schon ins Schwitzen. Zudem sollten Sie bedenken, dass es im Gebirge in höheren Lagen auch bei schönem Wetter ganz schön kalt werden kann. Am besten tragen Sie Unterhemd, Hemd oder T-Shirt, Pullover oder Fleecejacke und eine Wetterschutzjacke. Als Beinkleid empfiehlt sich eine Wanderhose, bei der Sie die Hosenbeine abzippen können. So sind Sie auf alle Eventualitäten eingestellt. Achten Sie bei der Wahl der Kleidung darauf, dass Sie bequem sitzt und Sie nicht einengt. Zudem sollte sie aus atmungsaktivem Material gefertigt sein, das die Wärme am Körper hält und Schutz vor Wind oder Regen bietet. Funktionsunterwäsche sorgt dafür, dass der Schweiß nach außen transportiert wird und der Körper nicht auskühlt. Wandersocken aus Frottee oder Mischgewebe sind an der Sohle gepolstert und lassen die Füße nicht so schnell schwitzen wie reine Baumwollsocken. Für den Fall, dass die Tour besonders schweißtreibend sein sollte oder Sie in einen Regenschauer kommen, kann es außerdem hilfreich sein, leichte Wechselwäsche einzupacken.

Was einen guten Tourenrucksack auszeichnet und was Sie alles hineinpacken sollten, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Reihe.