29. April 2016

Bewegungstipp Wandern – Was kommt in den Wanderrucksack? (Teil 6)

Ihre Ausrüstung für ein unbeschwertes Wandervergnügen ist nun fast komplett. Ein entscheidendes Detail fehlt jedoch noch: der passende Wanderrucksack. Wie dieser beschaffen sein sollte und was Sie für Ihre erste Tour alles einpacken sollten, erfahren Sie im sechsten Teil unserer Reihe „Bewegungstipp Wandern“.

Zahlreiche Modelle mit unterschiedlicher Ausstattung

Wenn Sie nur einen Tag unterwegs sind, genügt ein Wanderrucksack mit einem Fassungsvermögen von etwa 20 bis 30 Litern. Der Rucksack sollte Außentaschen haben und über ein gepolstertes Tragesystem verfügen. Verstellbare Trageriemen und ein Beckengurt ermöglichen es Ihnen, den Rucksack individuell auf Ihre Statur einzustellen und damit den Rücken zu entlasten. Einige Modelle liegen nicht direkt am Rücken an. Damit ist eine Luftzirkulation möglich, die der Schweißbildung vorbeugt. Viele Rucksäcke verfügen außen zudem über Schlaufen, in denen sich die Wanderstöcke schnell verstauen lassen. Im Fachhandel werden zahlreiche Modelle mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen angeboten. Sie unterscheiden sich in Passform und Unterteilung sowie in der Handhabung. Lassen Sie sich daher vor dem Kauf ausführlich beraten und entscheiden Sie selbst, welcher Rucksack am besten zu Ihnen passt.

Weniger ist mehr

Beim Packen des Rucksacks ist Zurückhaltung angesagt. Schließlich tragen Sie das Gewicht während der gesamten Tour auf Ihrem Rücken. Je leichter Ihr Gepäck, desto geringer ist auch die Belastung für Ihre Gelenke. Verzichten Sie also auf unnötigen Ballast und überlegen Sie sich genau, was Sie auf Ihrer Tour brauchen und was nicht. Nicht verzichten sollten Sie auf ein Erste-Hilfe-Set, eine Rettungsdecke und ein aufgeladenes Mobiltelefon, mit dem Sie eventuell einen Notruf absetzen können. Auch entsprechendes Kartenmaterial sowie ein Wanderführer sollten auf keiner Wanderung fehlen. Die Sonnenstrahlung ist im Gebirge um einiges stärker als in der Ebene. Denken Sie daher daran, eine Kopfbedeckung sowie eine Sonnenbrille und Sonnencreme einzupacken. Greifen Sie zu einer kleinen Packung, so können Sie Gewicht einsparen. Da man beim Wandern leicht ins Schwitzen geraten kann, ist es besonders wichtig, für ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen: ein bis eineinhalb Liter sollten es pro Person sein. Besonders geeignet sind stilles Mineralwasser, Kräutertee oder eine leichte Saftschorle. Verzichten Sie dabei auf Glasflaschen, da diese nur unnötiges Gewicht bedeuten. Plastikflaschen sind um einiges handlicher. Leichte und gehaltvolle Nahrung ist als Proviant am besten geeignet. Mehrere kleine Zwischenmahlzeiten sind bekömmlicher als eine große. Ein wichtiger Energielieferant sind Kohlenhydrate, am besten aus Vollkornprodukten, Obst oder Gemüse. Vollkornbrote mit Käse oder süßem Aufstrich, Obst wie Bananen und Äpfel, auch in getrockneter Form, sowie Müsliriegel und Nüsse eignen sich hervorragend als Verpflegung. Verzichten Sie während der Tour auf Süßigkeiten. Sie versorgen den Körper nur kurzzeitig mit Energie, die schnell wieder abfällt. Das Gleiche gilt übrigens für Traubenzucker. Denken Sie auch daran, etwas Geld, Taschentücher und eventuell eine Fotokamera einzupacken. Zur Grundausrüstung eines jeden Wanderers gehört auch eine kleine Tüte, in der Sie Ihren Müll wieder mit nach Hause nehmen können. Auch den Regenschutz sollten Sie nicht vergessen.

Damit ist Ihre Ausrüstung komplett und der ersten Tour kann nichts mehr im Weg stehen. In der Fortsetzung unserer Reihe möchten wir Ihnen einige Wander-anregungen für unterschiedliche Ansprüche geben.