22. Februar 2016

Rauchfrei leben – Kleine Stolpersteine (Teil 6)

Der Entschluss steht fest und die Motivation ist groß: Der erste Schritt auf dem Weg zum Nichtraucher ist damit gemacht. Je besser Sie Ihren Ausstieg vorbereiten, umso größer sind die Chancen für einen erfolgreichen Rauchstopp. Machen Sie sich bewusst, in welchen Situationen das Verlangen nach einer Zigarette für Sie besonders groß ist, und überlegen Sie sich mögliche Alternativen. Wie diese aussehen können, erfahren Sie im sechsten Teil unserer Reihe „Rauchfrei leben“. 

Risikosituationen richtig bewerten

Zunächst einmal ist es wichtig, herauszufinden, welche Situationen Ihnen auf Ihrem Weg zum Nichtraucher besonders gefährlich werden können. Sind es gesellige Runden im Freundeskreis oder stressige Arbeitstage, die Sie zur Zigarette greifen lassen? Um das herauszufinden, machen Sie sich Ihre Rauchgewohnheiten bewusst. Notieren Sie sich, wann Sie rauchen, aus welchem Anlass und wie wichtig Ihnen die jeweilige Zigarette ist. Damit lernen Sie, Risikosituationen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.

Alternativen finden

Viele Ex-Raucher haben vor allem in Gesellschaft Lust auf eine Zigarette. Gemeinsam mit Freunden in gelöster Atmosphäre liegt der Griff zum Glimmstängel besonders nahe. Hier kann es hilfreich sein, den Freunden von Ihrem Vorhaben zu erzählen und sie um Unterstützung zu bitten. Auch sollten Sie in der ersten Zeit Runden mit vielen Rauchern und Orte, an denen geraucht wird, eher meiden. In Situationen, in denen Sie bisher aus Gewohnheit geraucht haben, wie beispielsweise in Wartezeiten, zum Kaffee oder nach dem Essen, sollten Sie die gewohnten Abläufe verändern und Ersatz für die Zigarette finden. Kauen Sie stattdessen einen Kaugummi, trinken Sie ein Glas Wasser oder machen Sie einen kleinen Spaziergang. Nutzen Sie Pausen im Büro dazu, sich eine Tasse Tee zu kochen oder mit nichtrauchenden Kollegen zu plaudern. Meiden Sie Raucherplätze. Gegen Stress helfen Entspannungsübungen oder kleine Pausen an der frischen Luft. Oft wirkt es entspannend, die Hände anderweitig zu beschäftigen, zum Beispiel mit einem Handschmeichler oder Ähnlichem. Auch die Zigarette zur Belohnung können Sie ersetzen. Gönnen Sie sich stattdessen eine neue CD, ein gutes Buch oder etwas anderes.

Sport und Entspannung statt Nikotin

Bestimmte Stimmungen oder Gefühle können ebenfalls verstärkt zum Rauchen verleiten. Auch hier gilt es, Alternativen zur Zigarette zu finden. Ärger oder Wut lassen sich gut mit Sport kompensieren. Auch Entspannungsübungen können das Verlangen nach einer Zigarette dämpfen. Bei Langeweile ist Ablenkung eine gute Lösung. Lesen Sie etwas, gehen Sie spazieren oder treiben Sie Sport. Statt bei Traurigkeit zur Zigarette zu greifen, tun Sie sich lieber etwas Gutes, um auf andere Gedanken zu kommen. Hören Sie schöne Musik oder schauen Sie sich einen lustigen Film an.

Trotz fester Überzeugung und guter Vorbereitung kann es bei der Rauchentwöhnung auch zu Rückfällen kommen. Wie Sie damit umgehen können, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Reihe.

Quellen:

  1. AbbVie-Care-Broschüre: Wegweiser in ein rauchfreies Leben