9. Februar 2017

Bewegungstipp Schneeschuhwandern – Verhaltensregeln in freier Natur (Teil 7)

Über die richtige Kleidung und optimale Ausrüstung zum Schneeschuhwandern konnten Sie sich in den vorhergehenden Artikeln unserer Serie „Bewegungstipp Schneeschuhwandern“ umfassend informieren. Der ersten Tour sollte nun nichts mehr im Wege stehen. Doch welche Strecken eignen sich zum Schneeschuhwandern und worauf sollten Sie bei der Streckenwahl achten? 
Das und mehr erfahren Sie im siebten Teil unserer Reihe.

Wichtige Verhaltensregeln für Schneeschuhwanderer

Eine gute Schneeschuhwanderroute sollte vor allem eines haben: reichlich Schnee. Je später im Frühjahr, umso höher hinauf müssen Schneeschuhwanderer gehen, um optimale Bedingungen vorzufinden. Schneeschuhwanderer sind meist abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Wer sich so frei in der winterlichen Bergwelt bewegt, muss dabei jedoch auch einige Verhaltensregeln einhalten.

Lawinenkenntnisse aneignen

Abseits der gesicherten Routen sollten Schneeschuhwanderer in den Bergen stets die aktuellen Lawinenwarnungen beachten. Für Einsteiger ist es empfehlenswert, sich einer geführten Gruppe anzuschließen oder einen erfahrenen Tourenführer zu buchen. Wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen möchte, sollte sich zuvor Lawinenkenntnisse aneignen. Diese lernt man beispielsweise in verschiedenen Schneeschuhwanderkursen oder speziellen Seminaren. Unter anderem bieten die verschiedenen Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV) solche Lawinenkurse an.

Rücksicht auf die Natur nehmen

Schneeschuhwanderer sind häufig in Regionen unterwegs, die ohne Schneeschuhe nicht zugänglich sind. Dabei passieren sie auch sensible Bereiche, wie beispielsweise Naturschutzgebiete und Lebensräume von Wildtieren. Rücksichtnahme ist hier besonders wichtig. Besonders in Waldgebieten im Gebirge sollten Sie daher die Forst- und Wanderwege nicht verlassen. Der Deutsche Alpenverein hat die naturverträglichsten Routen für Schneeschuhwanderer an vielen Stellen markiert.

Schneeschuhwandern mit Rheuma: Krankheitsaktivität beachten

Wichtig bei der Tourenauswahl ist es auch, das eigene Limit zu kennen. Das Wandern im Schnee ist um einiges anstrengender als gewöhnliches Wandern. Um die eigenen Grenzen kennenzulernen, sollten Sie daher zum Einstieg mit kürzeren, leichten Touren beginnen und nicht allein losgehen. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Tour auch Ihre Krankheitsaktivität. Häufig sind Touren mit weniger Steigung für das Schneeschuhwandern mit Rheuma besser geeignet als solche, bei denen es viele Höhenmeter zurückzulegen gilt. Achten Sie außerdem darauf, stets ein Handy griffbereit im Rucksack zu haben. So können Sie im Notfall schnell Hilfe holen.

Schöne Routen zum Schneeschuhwandern mit Rheuma für Einsteiger und Fortgeschrittene stellen wir Ihnen in der Fortsetzung unserer Serie vor.

Quellen:

  1. www.alpenverein.de