13. April 2018

Was ein Frühchen braucht: 5 Tipps für das Leben zu Hause

Wird ein Kind vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren, zählt es zu den Frühgeborenen. Den ersten Lebensabschnitt verbringen Frühchen in der Klinik, um eine optimale medizinische Betreuung für den verfrühten Start ins Leben zu erhalten. Ist endlich der langersehnte Tag gekommen, an dem das Baby nach Hause kann, sollte alles gut für den Wechsel in die neue Umgebung vorbereitet sein. Hier finden Sie fünf Tipps, die bei der Eingewöhnung helfen können.

1. Gleichmäßiger Tagesablauf für das Frühgeborene

Frühgeborene sind schnell durcheinandergebracht. Um eine stabile Kontrolle über ihre Körperfunktionen zu erhalten, brauchen sie gleichbleibende Umgebungsbedingungen und einen festen Rhythmus. Dazu gehören zum Beispiel Schlafens- oder Essenszeiten.

2. Vertrauen und Zärtlichkeit: das Frühchen verstehen lernen

Die Phasen, in denen das Frühgeborene wach und aufnahmefähig ist, sind unterschiedlich lang. Zum Füttern oder Spielen ist das Frühchen bereit, wenn es wach und ruhig ist, spontan lächelt oder mit den Augen Kontakt aufnimmt. Wichtig ist Verlässlichkeit: Nur wenn es sich in seinen Nöten (etwa Hunger, nasse Windeln oder Alleinsein) verstanden fühlt, kann es Vertrauen entwickeln. Sich für Körperkontakt Zeit zu nehmen tut dem Baby gut. Zärtlichkeit, Schmusen, Singen und Erzählen sind Balsam für die kleine Kinderseele.

3. Rituale geben dem Frühgeborenen Sicherheit

Kleine erzieherische Tricks helfen, das tägliche Zusammenleben ein wenig zu steuern. Dies gelingt zum Beispiel durch feste Rituale. Dazu gehören wiederkehrende Abläufe beim Füttern oder Einschlafen. Eine Ritualisierung des Tagesablaufs gelingt beispielsweise durch das Aufstehen oder Schlafengehen zu festen Zeiten.

4. Auf die Intuition hören und Signale des Frühchens erkennen

Im Umgang mit dem Frühgeborenen im Alltag ist oft Intuition gefragt. Schon der unterschiedliche Klang des Weinens zeigt schnell, was dem Baby fehlt. Erfahrung und Bauchgefühl helfen oft schon dabei, herauszufinden, ob das Frühchen sich unwohl fühlt, Hunger oder eine volle Windel hat oder einfach nur Aufmerksamkeit möchte.

5. Das Frühchen trösten: Singen baut Ängste ab

Oft lässt sich das Frühchen mit Singen oder Wiegen trösten. Der melodische Klang baut Ängste ab. Unterschiedliche Lieder zum Wickeln, Streicheln oder Stillen helfen ganz nebenbei, den Tagesrhythmus zu festigen. Und keine Scheu: Mama muss die Melodie nicht halten können und Papa darf ruhig brummen. Für das Baby sind die Stimmen der Eltern immer wohltuend und durch keine Spieluhr zu ersetzen.