Auffällige Verhaltensweisen offen ansprechen

Autor: Bernhard König | 08/2018

Im Verlauf einer Parkinson-Erkrankung können „Impulskontrollstörungen“ wie Kaufsucht, Spielsucht, erhöhtes sexuelles Verlangen bis hin zur Sexsucht (auch der Kontakt zu Sexhotlines oder Erotikseiten im Internet) und Ess-Attacken auftreten. Die Ursachen sind Nebenwirkungen, Überdosierungen oder eine fehlende Anpassung der Parkinson-Medikamente. Betroffene können durch ihr Verhalten in peinliche Situationen geraten oder sogar schwere finanzielle, soziale und psychische Folgen erleiden.

Auch andauernde und nicht zielgerichtete Beschäftigungen wie ständiges Um- und Herumräumen, Sammeln, Beschriften oder Ordnen von Gegenständen und unermüdliches Putzen – englisch „Punding“ – führen zu sozialen Spannungen. Gefährlich kann es werden, wenn Betroffene dazu neigen, technische Geräte und Steckdosen, Lichtschalter oder Sicherungskästen auseinander- und wieder zusammenzubauen. Betroffene erleben ihre Beschäftigung meistens als angenehm; Angehörige sind oft genervt oder sorgen sich um mögliche Folgen.

Häufig trauen sich Angehörige aus Schamgefühl nicht, über die Auffälligkeiten zu sprechen. Dabei sind gerade jetzt offene Gespräche untereinander und mit dem Neurologen wichtig. Denn es ist dringend erforderlich, die Parkinson-Medikamente anzupassen. Nur wenn der Arzt genau informiert ist, kann er gegensteuern. Zusätzlich kann der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe hilfreich sein.

Kontakt zu den Parkinson Nurses und Assistenten (VPNA) e. V. über

Bernhard König, Telefon: 0511 2153811,
E-Mail: info@vpna-ev.de

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