Hilfreiches für den Alltag

Autor: Torsten Bless | 03/2015

Kleine Lampe, große Wirkung

Etwa 60 Prozent der von Parkinson Betroffenen berichten von „Freezing“, von plötzlichen Blockaden bei Bewegungsabläufen, so die Fachzeitschrift „physiopraxis“. Dann geht buchstäblich nichts mehr. Ein kleiner Laserpointer kann hier wahre Wunder bewirken. Wenn Sie mit Ihren Bewegungen stocken, markieren Sie mit dem Lichtstift einfach einen Punkt vor Ihren Füßen und steigen darüber hinweg. Laserpointer sind klein und lassen sich handlich in Beutel oder Taschen verstauen. Sie gibt es zu einem Betrag zwischen sechs bis zehn Euro im Elektrofachmarkt und im Onlinehandel.

Wandern gegen Parkinson

„Das Wandern ist des Müllers Lust“ Hilfreiches für den Alltag , so heißt es in einem noch immer gerne gesungenen Volkslied. Bei Menschen im leichten und mittleren Stadium von Parkinson kann es sogar zu einer Linderung der Symptome beitragen. Das hat eine im letzten Jahr veröffentlichte Studie aus den USA mit 49 Erkrankten im Alter von 50 bis 80 Jahren belegt. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft verbessert die Bewegungs- und die Aufnahmefähigkeit. Der Betroffene ist nicht mehr ganz so schnell erschöpft. Das Wandern hebt zudem die Stimmung und die Lebensqualität. Zweieinhalb Stunden Bewegung in der Woche empfehlen die Wissenschaftler aus Iowa City.

Quelle: Neurology. 2014 Jul 29;83(5):413-25

Bücher, die Mut machen

Ein gutes Buch Hilfreiches für den Alltag ist ein Freund bei jedem Wetter, bei Regen gemütlich auf der Couch genauso wie in der Sonne im Park oder Straßencafé. Zwei herausragende Autobiografien beschreiben Lebenswege mit Parkinson.

Der SWR-Moderator Matthias Holtmann führte als Testrennfahrer, Popjournalist und Comedian ein Leben auf der Überholspur – bis er zur Fußball-WM 2006 von merkwürdigen Symptomen ausgebremst wurde. Holtmann beschloss, sich auch durch seine Erkrankung nicht beirren zu lassen. „Parkinson ist Pech und ein großer Mist“, schreibt Holtmann. „aber es ist nicht ansteckend und man kann damit uralt werden.“ Seine unterhaltsamen, mit vielen Anekdoten gespickten Lebenserinnerungen „Porsche, Pop und Parkinson“ sind bei Klöpfer & Meyer erschienen.

Auch Stefan Berg war als Redakteur des Magazins „Der Spiegel“ immer vorne dabei. Der in der DDR aufgewachsene Journalist bekam mit 44 Jahren seine Diagnose und schrieb darüber eine Erzählung, über die Verschlechterung seiner Bewegungen, Schwierigkeiten beim Zubinden der Schuhe – und über die überraschende Begegnung mit einer Frau. „Ohne Wehleidigkeit, vielmehr mit großer Wahrhaftigkeit und einem Mut zum Leben, der beeindruckend ist“, sei das Buch geschrieben, urteilt der Schriftsteller Günter de Bruyn. „Zitterpartie“ ist als Taschenbuch im Suhrkamp-Verlag erhältlich.

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