Nach der Entlassung nahtlos gut versorgt


Autor: Petra Sperling | 11/2019

Sich bei der Aufnahme ins Krankenhaus Gedanken um die Entlassung machen – ist das nicht ein bisschen früh? Tatsächlich ist das genau richtig!



Bereits zu Beginn der Behandlung ist es wichtig, den möglichen Unterstützungsbedarf bei der Entlassung einzuschätzen. „Wenn wir möglichst früh erfassen, was ein Patient dann individuell benötigt, können wir alles rechtzeitig organisieren und koordinieren“, erklärt Ramona Dürr-Bretschneider, Stationsassistentin in der Klinik für Neurologie und Geriatrie des Elblandklinikums Meißen. „Zunächst prüfen wir, ob jemand Beratung oder Unterstützung durch den Sozialdienst der Klinik benötigt.“ Werden zum Beispiel nach der Entlassung bestimmte Medikamente, Hilfsmittel oder Leistungen wie häusliche Krankenpflege notwendig sein? Steht die Beantragung einer Rehabilitation an oder ist der Wechsel in ein Pflegeheim zu regeln? „Bei Bedarf leitet unser Sozialdienst Maß- nahmen ein, nimmt Kontakt mit Ansprechpartnern wie weiterbehandelnden Ärzten, Pflegediensten oder der Krankenkasse auf und hilft beim Ausfüllen von Anträgen, damit Hilfsmittel, Behandlungen und Leistungen rechtzeitig genehmigt werden.“

Ramona Dürr-Bretschneider Nach der Entlassung nahtlos gut versorgt
 ist Stationsassistentin in der Klinik für Neurologie und Geriatrie des Elblandklinikums Meißen

Alle diese Maßnahmen werden als Entlassmanagement bezeichnet. Kliniken sind gesetzlich verpflichtet, diese Leistung anzubieten. „Zuständig für die Umsetzung ist der Sozialdienst in Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal, Ärzten und Therapeuten. In manchen Häusern liegen diese Aufgaben auch in den Händen sogenannter Casemanager“, informiert Ramona Dürr-Bretschneider, die auf ihrer Station das Entlassmanagement koordiniert. „Bei uns sind zudem Teamsitzungen ein wesentliches Element, um den individuellen Bedarf eines Patienten bei der Entlassung zu ermitteln.“ Darüber hinaus haben auch Angehörige eine zentrale Rolle, betont die Stationsassistentin. „Sie können gut einschätzen, welche Ressourcen der Betroffene hat oder wo er Unterstützung benötigt. Gleichzeitig gehört zu einem guten Entlassmanagement, auch Angehörige in ihrer unterstützenden Aufgabe zu bestärken.



Checkliste zur Entlassung

Bei Aufnahme ins Krankenhaus:

  • Was wird für die Zeit nach der Klinik benötigt, wer kann unterstützen?
  • Wer kümmert sich um notwendige Termine bei den weiterbehandelnden Ärzten?
  • Wer trägt die Kosten für diese Leistungen, wer stellt die benötigten Anträge?


Am Vortag der Entlassung:

  • Wurden in dem Entlassungsgespräch in der Klinik alle Ihre Fragen beantwortet?
  • Ist zu Hause oder für die weitere Anschlussversorgung alles vorbereitet?
  • Stehen die benötigten Hilfen und Hilfsmittel bereit?
  • Wer begleitet Sie bei der Entlassung oder nimmt Sie in Empfang?



Am Entlassungstag:

  • Liegt mir der Entlassungsbericht für den weiterbehandelnden Arzt vor?
  • Habe ich alle dem Krankenhaus übergebenen Unterlagen zurückerhalten? (Patientenverfügung, Ausweis, Versichertenkarte …)
  • Hat man mir einen Medikamentenplan übergeben?

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